Politik | 22.09.2014

Frauen-Union Bad Neuenahr-Ahrweiler

Beim Abfallwirtschaftszentrum über die Umweltlern-Schule plus informiert

(v.r.n.l.) Heike Krämer-Resch, (4.v.r.) Tobias Beckers und (7.v.r.) Sascha Hurtenbach. privat

Niederzissen. Kürzlich hatte die erste Vorsitzende der CDU Frauen-Union, Heike Krämer-Resch, zur Besichtigung des Abfallwirtschaftszentrums und der Umweltlern-Schule in Niederzissen eingeladen. Tobias Beckers, Abfallberater der Kreisverwaltung Ahrweiler, und Sascha Hurtenbach, Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB), informierten die weiblichen wie auch männlichen Interessenten über Einzelheiten und vorrangige Aspekte dieser Einrichtung.

Am Standort des Abfallwirtschaftszentrums „Auf dem Scheid“ in Niederzissen hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Ahrweiler einen außerschulischen Lernort gebaut: die Umweltlern-Schule plus. Sie verknüpft moderne Themen der Abfallwirtschaft, der nachhaltigen Energienutzung sowie der Forstwirtschaft miteinander.

Umweltlern-Schule

Die Umweltlern-Schule plus (http://www.uls-plus.de) versteht sich als Baustein des umfassenden gesellschaftspolitischen Bildungskonzeptes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Mit ihrer Hilfe soll vermittelt werden, dass viele Rohstoffe endlich sind, der Klimawandel weitreichende Folgen haben kann, die Abfallwirtschaft wertvolle Beiträge

zum Klimaschutz liefert, eine sinnvolle Ressourcenwirtschaft notwendig ist, die die Effizienzsteigerung unseres Handelns entscheidet. Zusätzlich runden Materialien zur Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Exkursionen die schulischen Angebote ab. Daneben kann man die Umweltlern-Schule für Fortbildungen und Tagungen nutzen.

Exkursionen zum Thema Abfallwirtschaft

Zum Thema Abfallwirtschaft bietet die Einrichtung Exkursionen für verschiedene Altersgruppen an. Die jeweiligen Programme richten sich vor allem an Kindergärten, Grundschulen sowie die Sekundarstufe I. Die etwa dreistündige Exkursion im Bereich ist aufgeteilt in die Bausteine „Stoffkreisläufe in der Natur“, „Entsorgung im AWZ“ und „Wege des Mülls – Rießeiklingen“. Jedoch sind auch Exkursionen für die Sekundarstufe II und auch andere Schulformen, mit individuellen Zuschnitten und Themenkomplexen möglich. Die Abfallwirtschaft ist ein Schwerpunkt der Umweltlern-Schule. „Abfall“ stellt ein spannendes Thema dar, das zum Mitdenken und Mitreden animiert, denn jeder kann eigene Erfahrungen einbringen. Am Beispiel Abfall werden Möglichkeiten und Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens sowie nachhaltigen Handelns im Alltag deutlich. Die Abfallwirtschaft funktioniert in Deutschland nach dem Prinzip der sogenannten Abfallhierarchie: Vermeidung – Vorbereitung zur Wiederverwendung – stoffliche Verwertung – energetische Verwertung – Beseitigung. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sie sich stark gewandelt. Die bloße Entsorgung der Abfälle ist dem Verwertungsgedanken gewichen. Recycling hat dabei Vorrang vor den übrigen Verwertungswegen. Aus Abfällen können wertvolle Sekundär-Rohstoffe gewonnen werden, sodass die natürlichen Ressourcen geschont und die Umweltbelastungen reduziert werden. Nach der stofflichen Verwertung spielt auch die thermische Verwertung von Abfällen eine zunehmend wichtige Rolle. Sie liefert Energie zur Stromerzeugung oder für Nah- und Fernwärme.

Seit 2006 werden Elektrogeräte in Deutschland getrennt gesammelt. Die Herstellung von Elektrogeräten ist sehr ressourcen- und energieaufwändig. In einem Elektrogerät können bis zu 1.000 verschiedene Stoffe enthalten sein, dazu zählen neben Schadstoffen - wie z.B. Blei und Quecksilber - auch wertvolle Metalle wie Kupfer oder Gold und so genannte seltene Erden. Die Elektrogeräte werden in speziellen Aufbereitungsanlagen zerlegt, die Schadstoffe entfrachtet und die meisten Metalle wieder verwendet. Dies schont nicht nur Primärrohstoffreserven, sondern auch Energieressourcen, da die Metalle nicht erst in anderen Teilen der Welt gewonnen, verarbeitet und von dort verschifft werden müssen, bevor sie bei uns sind.

Energie als Schwerpunkt

Energie ist ein weiterer thematischer Schwerpunkt der Umwelt-Lernschule. Für die Kinder wird die Nutzung erneuerbarer Energien in der Zukunft selbstverständlich sein. Zudem werden sie die Folgen des Klimawandels im Laufe ihres Lebens erfahren. Zum Abschluss dieser Frauen-Union-Veranstaltung bedankte sich die erste Vorsitzende Heike Krämer-Resch im Namen der Besucher bei Tobias Beckers (Abfallberater) für die informative und interessante Führung nebst der Vermittlung vielfältiger themenbezogener Neuigkeiten.

Die CDU Frauen-Union freut sich jederzeit über neue Mitstreiterinnen. Weitere Informationen über die Frauen-Union sind zu finden unter: www.cdu-fu-bn-aw.de

Pressemitteilung Frauen-Union

Bad Neuenahr-Ahrweiler

(v.r.n.l.) Heike Krämer-Resch, (4.v.r.) Tobias Beckers und (7.v.r.) Sascha Hurtenbach. Foto: privat

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