Allgemeine Berichte | 08.07.2026, 17:40 Uhr

25 Jahre Ehrenamt in Oberdürenbach

Dienstagsworker Oberdürenbach feiern 25 Jahre ehrenamtliches Engagement

Die Dienstagsworker mit ihren Gratulanten.
69

Oberdürenbach. Mit einem gelungenen Jubiläumsfest feierten die Dienstagsworker Oberdürenbach ihr 25-jähriges Bestehen.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und der Dorfgemeinschaft waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf ein Vierteljahrhundert ehrenamtlichen Engagements zurückzublicken.

Zu den Gästen zählten unter anderem die Landtagsabgeordnete Susanne Müller, die Beigeordnete der Verbandsgemeinde Brohltal und Altbürgermeisterin Elisabeth Dahr, Ortsbürgermeisterin Judith Müller sowie Michael Lenz als Vertreter der Volksbank und zugleich Gründungsmitglied der Dienstagsworker.

Grüße übermittelten Landrätin Cornelia Weigand, Bürgermeister Johannes Bell sowie die Landtagsabgeordnete Petra Schneider, die termin- beziehungsweise urlaubsbedingt verhindert waren.

In seiner Ansprache nahm Sprecher Wilfried Schmitz die Besucher mit auf eine Zeitreise in die Anfänge der Gruppe. Die Wurzeln der Dienstagsworker reichen bis ins Jahr 2001 zurück. Damals befand sich Oberdürenbach im Dorferneuerungsprogramm. Weil vielen engagierten Bürgern die behördlichen Abläufe zu lange dauerten, ergriff der inzwischen verstorbene Künstler Gerd Lehnen gemeinsam mit weiteren Mitstreitern die Initiative. Mit dem ersten Projekt „Bur Büschhöfe“ wurde der Grundstein für die heutige Erfolgsgeschichte gelegt.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben Gerd Lehnen auch Günter Schick, Edmund Schneider, Michael Lenz, Wolfgang Dickmann und Wilfried Schmitz. Kurz darauf stieß Rainer Bürger zur Gruppe. Gerd Lehnen prägte die Dienstagsworker über viele Jahre mit seinen Ideen, seinem künstlerischen Gespür und seinem unermüdlichen Einsatz. Bis zu seinem Tod im Jahr 2015 blieb er der Gruppe mit Leib und Seele verbunden.

Der Name „Dienstagsworker“ entstand bereits 2002 während des Projekts „Begrüßungsstelen“, da sich die Gruppe traditionell dienstags zur gemeinsamen Arbeit trifft – eine Gewohnheit, die bis heute Bestand hat.

In den vergangenen 25 Jahren haben die Dienstagsworker – in unterschiedlicher Zusammensetzung von Frauen und Männern - unzählige Projekte zur Verschönerung des Ortsbildes in Oberdürenbach sowie den Ortsteilen Schelborn und Büschhöfe umgesetzt. Die Ideen stammen meist aus den eigenen Reihen, werden aber immer wieder durch Anregungen aus der Bevölkerung ergänzt. Eine umfangreiche Bilddokumentation der zahlreichen Projekte konnten die Besucher während der Jubiläumsfeier in der Halle bestaunen.

Was anfangs von manchen noch belächelt wurde, hat sich längst zu einer festen Institution im Dorf entwickelt. Die Arbeit der Dienstagsworker genießt weit über die Ortsgrenzen hinaus Anerkennung und diente bereits anderen Gemeinden als Vorbild für ähnliche Initiativen. Auch beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ spiegelte sich dieses Engagement wider: 2005 belegten die Dienstagsworker den zweiten Platz, 2012 folgte sogar der erste Platz in der Kategorie „Vereine und Gruppierungen“.

Dabei machen die Dienstagsworker deutlich, dass sie sich nie als Ersatz für die Gemeindearbeiter verstanden haben. Vielmehr sehen sie sich als ehrenamtliche Ergänzung, die eigenverantwortlich Projekte auswählt und diese stets in enger Abstimmung mit der Gemeindeführung umsetzt, hegt und pflegt. Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Unterstützern, die die Arbeit der Gruppe über viele Jahre begleitet haben. Neben der Volksbank und der Kreissparkasse, die regelmäßig Anschaffungen von Werkzeugen, Geräten sowie Arbeits- und Schutzkleidung ermöglichten, wurde auch Hans-Josef Schneider hervorgehoben. Er begleitet die Dienstagsworker seit der ersten Stunde mit seiner Berichterstattung in der Rhein-Zeitung und der Olbrück-Rundschau und hat damit wesentlich dazu beigetragen, die Projekte einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Mit einem Augenzwinkern nutzte Wilfried Schmitz die Gelegenheit, gleichzeitig Werbung in eigener Sache zu machen. Neue Mitstreiter seien jederzeit willkommen – ausdrücklich auch Frauen, die in der Vergangenheit ebenfalls bereits tatkräftig mitgewirkt hätten. Interessierte könnten sich ganz unkompliziert bei jedem der derzeit aktiven Dienstagsworker melden.

Wie sehr die Arbeit der Gruppe geschätzt wird, zeigte sich nicht nur in den Grußworten der Gäste. Mehrfach wurde die Dankbarkeit für den Beitrag zur Verschönerung des Ortsbildes betont. So freuten sich beispielsweise Seniorinnen und Senioren darüber, dass die Ruhebänke entlang der Spazierwege stets gepflegt seien und sie sich nicht selbst um das Entfernen von Unkraut kümmern müssten.

Diese Wertschätzung spiegelte sich auch in zahlreichen Geld- und Sachspenden wider. Die Freiwillige Feuerwehr und der Tambourzug stellten Festinventar wie Grill, Bänke und den Bierstand zur Verfügung und überreichten zusätzlich einen Spendenbeitrag. Unterstützung kam außerdem von der Volksbank, der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinde, den Möhnen und den Alten Herren. Besonders bewegt waren die Dienstagsworker jedoch von den persönlichen Gesten aus der Bevölkerung. Neben „flüssigen Geschenken“ von Bürgerinnen und Bürgern sorgte vor allem ein selbst gemaltes Bild der neunjährigen Amelia für große Freude. Das liebevoll gestaltete Kunstwerk zeigt die heutigen Dienstagsworker bei ihrer gemeinsamen Arbeit und wird künftig einen Ehrenplatz erhalten.

Beim gemütlichen Beisammensein klang die Jubiläumsfeier in geselliger Runde aus. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und die beeindruckende Entwicklung der Dienstagsworker Revue passieren zu lassen. Nach 25 Jahren steht fest: Die Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht zu Ende. Auch künftig möchten die Dienstagsworker mit viel Herzblut dazu beitragen, Oberdürenbach lebens- und liebenswert zu gestalten.

Dienstagsworker bei der Arbeit von Amelia, 9 Jahre

Dienstagsworker bei der Arbeit von Amelia, 9 Jahre Foto: privat

wer viel arbeitet kann auch feiern.

wer viel arbeitet kann auch feiern. Foto: privat

Der Beginn vor 25 Jahren

Der Beginn vor 25 Jahren Foto: privat

Die Dienstagsworker mit ihren Gratulanten. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Holz Loth-Entsorgung
Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Aktionstag am 24.10.26
PR-Anzeige Unternehmensnachfolge
Empfohlene Artikel
Kleine Mutboschaften für großartige Vorschulkinder
78

Waldorf. Mit Bewegung, Fantasie und viel Freude erlebten gleich zwei Vorschuljahrgänge des Kindergartens in Waldorf ein besonderes Yogaabenteuer. In regelmäßig stattfindenden Yogaeinheiten lernten sie, ihre Gefühle wahrzunehmen, ihren Körper zu entdecken und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen. Möglich wurde diese Projektumsetzung aufgrund der finanziellen Förderung durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Rhein-Ahr.

Weiterlesen

Ein lebendiges Gemeindeleben zeigte sich auch wieder beim jüngsten Treffen der Helferinnen und Helfer aus Burgbrohl und Weiler.
35

Burgbrohl. Zum jüngsten Helfertreffen im Pfarrhaus Burgbrohl kamen 17 engagierte Gläubige aus Burgbrohl und Weiler, um über das Gemeindeleben im Pfarrbezirk Burgbrohl und Weiler zu sprechen und Informationen vom Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat zu erhalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Los gehts! Die Ehrenamtlichen des foodsharing-Bezirks Mayen machen sich auf, die übrigen Lebensmittel der Lukasmarktstände vor dem Wegwurf zu bewahren.
806

Mayen. Wenn die Lichter des traditionellen Lukasmarkts ausgehen und das Abschlussfeuerwerk verklungen ist, beginnt für ein ganz besonderes Team die wichtigste Schicht. Auch in diesem Jahr – und damit bereits im vierten Jahr in Folge – waren die Ehrenamtlichen von **foodsharing Mayen** am Sonntagabend im Einsatz, um übrig gebliebene Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren.

Von foodsharing Mayen Lebensmittelrettung aus Mayen

Weiterlesen

Walking Acts und Stelzenläufer ziehen durch die Straßen.
395

Mayen. Wenn Hexen durch die Straßen ziehen, geheimnisvolle Gestalten auftauchen und Kürbisse gruselige Gesichter bekommen, ist es wieder Zeit für das „Festival der Magie“ in Mayen. Am Samstag, 31. Oktober 2026, laden die Stadt Mayen, die MY-Gemeinschaft und die Brückengemeinschaft e.V. von 10 bis 16 Uhr zu einem erlebnisreichen Tag für die ganze Familie ein.

Von Pressestelle Stadt Mayen aus Mayen

Weiterlesen