SG Bad Breisig fährt zwei Siege ein und erreicht 40 Punkte in der Tabelle
Erfolgreiche Osterwoche
SG Bad Breisig - SG Ellscheid 2:1 - SG Bad Breisig - SG Badem/Kyllburg 3:0
Bad Breisig. Mit sieben Siegen bei einem Unentschieden führt die SG Bad Breisig die Rückrundentabelle der Fußball-Rheinlandliga an. Und was noch viel wichtiger ist: Mit dem hart umkämpften 2:1 unter der Woche bei der SG Ellscheid in Strohn und dem 3:0 gegen die SG Badem/Kyllburg wurde die magische Grenze von 40 Punkten erreicht und damit der Verbleib in der höchsten Spielklasse des Fußballverbandes Rheinland wohl endgültig gesichert. Ein kleines Fragezeichen bleibt in dieser Hinsicht zwar immer noch, da aus den höheren Klassen ein vermehrter Abstieg droht, der sich schlimmstenfalls für die Rheinlandliga mit fünf Absteigern auswirken könnte. Aber wer die Auftritte der Badestädter in diesem Jahr gesehen hat, der kümmert sich um die Zukunft, und in dieser Saison nicht mehr um die Vergangenheit. Eine Vergangenheit, in der sich ein potenzieller Abstiegskandidat zum Tabellendritten hochgespielt hat, der sich als kämpferische und spielstarke Einheit präsentiert: Die Defensive engt geschickt die Räume ein, das Mittelfeld produziert die Ideen, die die Offensivabteilung um Rheinlandliga-Torjäger Jan Rieder zu den Erfolgen nutzt. Und dahinter steht mit Michael Prangenberg ein Torwart, der sich im Zuge der Gesamtentwicklung der Mannschaft zu einem der besten Keeper der Rheinlandliga gemausert hat. Diese Entwicklung ist für Trainer Thomas Remark eine Sache der gewandelten Einstellung: „Heute ist einer für den anderen da. Hinzu kamen in der Winterpause mit Giovanni Lubaki, Aykut Acar und dem wieder genesenen Alper Dogan Spieler, die den Kader sinnvoll verstärkt haben. Das alleine jedoch genügte sicherlich nicht. Aber wir haben alle zusammen auch aus einer witterungsbedingt bescheidenen Vorbereitung das Beste gemacht. Alle haben mitgezogen - sowohl, wenn es um Laufeinheiten oder Muskelaufbautraining ging, wie bei den Einheiten mit dem Ball. Das hat die Einheit geprägt und letztlich zum heutigen Erfolg geführt“. War in Koblenz bei der TuS-Reserve ebenso wie in Ellscheid beim jeweils knappen 2:1 mehr das kämpferische denn das spielerische Element gefordert, so gönnte sich die Mannschaft um Kapitän am Ostersamstag gegen die SG Kyllburg eine schöpferische Auszeit. 20 bärenstarke Minuten genügten, um die Eifeler mit einem 0:3-Rückstand in die Pause zu schicken. Danach ließen dann die Spieler etwas die Luft raus und verwalteten den Erfolg mit spielerischen Elementen, aber ohne den nötigen Zug zum Tor. Dies ist jedoch nach den anstrengenden Wochen zu Beginn dieses Fußballjahres verständlich.
Nächstes Spiel am Sonntag
Jetzt heißt es zunächst einmal, acht Tage lang durchzuschnaufen, die Blessuren auszukurieren und dann in Trier bei der Reserve der Eintracht wieder anzugreifen. Bis dahin bleibt noch Zeit bis zum kommenden Sonntag, 7. April, wenn um 12.45 Uhr ab Edeka-Parkplatz ein Fanbus Richtung Moselmetropole Trier aufbricht. Nur ungern erinnern sich Trainer und Spieler an das Hinspiel gegen die Eintracht-Reserve. Da bestimmten die Badestädter die Partie, doch vergaßen sie dabei die Abwehrarbeit. 2:3 hieß es nach 90 Minuten und mit diesem Spiel begann für die SG der Abstiegskampf, der jetzt vorzeitig beendet sein dürfte. Und mit der Erfolgswelle im Rücken reist die Mannschaft auch guten Mutes an die Mosel und will dort beweisen, dass der Zwischenspurt nicht nur ein Zwischenhoch war.
Den Führungstreffer erzielten die Platzherren durch einen berechtigten Elfmeter. Foto: rü
