Politik | 16.09.2014, 08:59 Uhr

Trinkwasserverunreinigung in der Grafschaft und der Kreisstadt

Erstmals keine Grenzwertüberschreitungen

Weitere Proben notwendig

Kreisstadt. Bei der Trinkwasserverunreinigung in der Gemeinde Grafschaft und den östlichen Stadtteilen von Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt es seit Samstag (13. September) erstmals keine bakteriellen Grenzwertüberschreitungen im gesamten Leitungsnetz mehr. Das hat das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung am Montagabend (15. September) gemeldet, nachdem die Laborergebnisse der Samstags-Proben vorlagen und ausgewertet werden konnten. Die Laborproben von Sonntag und Montag lagen noch nicht vor.

Wie geht es weiter?

Die Laborproben zu einer möglichen Bakterienbelastung müssen zur Sicherheit noch an mehreren Tagen an allen der mehr als 50 Entnahmestellen den vorgeschriebenen Grenzwerten der Trinkwasserverordnung entsprechen. Gleiches gilt für die Chlorung des 400 Kilometer langen Leitungsnetzes; sie muss in ausreichender Menge und Dauer flächendeckend nachgewiesen werden. Nur so kann ein Wiederaufkeimen der Bakterien vermieden werden.

Das bedeutet, dass das Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz und dem Hygiene-Institut der Universität Bonn frühestens in einigen Tagen grünes Licht geben und das Abkochgebot für die Bevölkerung aufheben kann. Es gelte nach wie vor: Die Sicherheit und der Gesundheitsschutz hätten Priorität.

Bis einschließlich Montag hat das Gesundheitsamt den beiden Wasserversorgungsunternehmen in 14 schriftlichen Verfügungen umfangreiche Schutzmaßnahmen auferlegt. Bisher liegen mehr als 2.200 Einzelergebnisse aus den Trinkwasserproben vor. Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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