Historische Dorfgeschichten
Hausnamen, Originale mit Anekdoten und abenteuerliche Geschichten rund um Kempenich
aus Kempenich
Mayen. 1839 heiratete der Blaufärber Lothar Klee aus Mayen die Metzgerstochter Maria Anna Kreuzberg aus dem Hinterdorf. Die damalige Bäckerei von seinem Sohn Heinrich ist heute noch als „Kliehs Haus“ bekannt. Hochzeiten unter Einkaufsläden war damals gang und gebe, weil auch viele im Dorf waren. So unter anderem auch die frühere Verbindung von den heute noch existierenden Bäckerei Spillmanns und der Metzgerei von Dagmar Groß.
Aus der von Gappenach zugezogenen Familie Noll ist heute noch der Name „Nolle Krengel“ bekannt. Engelbert hatte krankheitsbedingt einen unrunden Gang und „krengelte“ sich an den Wirtschaftstheken. In der Familie Windheuser, die ursprünglich aus Arft stammte, gab es unter anderem „Durte Pitter“. Er war ein Erfinder und nebenbei Friseur und Uhrmacher. Auch einen „Stemmi“ gab es in der Familie – er stemmte mit seiner kräftigen Figur bei verschiedenen Anlässen die anwesenden Mädchen.
Originale, die beim letzten Mal zu kurz kamen, sind ebenfalls Gesprächsthema. Informationen gibt es zu der Herrschaft Kempenich v. 1551-1562 mit den damaligen Grenzpunkten, die heute noch in der Örtlichkeit markiert sind. Im Zusammenhang dazu wird auch die Kohlstraße angesprochen und insbesondere die damit verbundene Herkunft des Ortsnamens „Schelborn“. 1810 – 1815 gab es in unserer Gegend eine Zigeunerbande, die im Wald hauste und extreme Methoden hatte. Ein weiteres Thema ist die Gründung des Imkervereins 1897. Es wird spannend am 13. Oktober 2026 ab 18 Uhr im Gasthof Bergweiler.
Kliehs Haus Foto: Jochen Seifert