Allgemeine Berichte | 15.04.2026, 12:33 Uhr

Historische Flurnamen und Anekdoten

Thomas Rommerskirchen

Kempenich. Viele der Anwesenden konnten sich noch gut erinnern an die Personen aus den Familien Schmitz und Schäfer mit ihren Haus- und Spitznamen, sowie zahlreichen Anekdoten, die, unterlegt mit Bildern, für Verständnis und Erheiterung sorgten. Dabei ging es unter anderem um den Diebstahl eines Hahns vom damaligen Pastor und folgerichtig ergab sich daraus der Spitzname „Hännekobes“. Der setzte sich dann fort über die Nachkommen mit „Hännepitter“ und „Hänne Herbert“. Auf den Ort bezogen gab es den Namen „Müllesch“. Die Familie Schäfer wollte eine Mühle bauen, was aber höchstwahrscheinlich am niedrigen Wasserzufluss scheiterte, aber der Name war da und ist heute noch aktuell.

Berufsbezogen gab es den Namen „Schneidermattes“ für Matthias Schäfer. Auch die Figur spielte eine Rolle. So ähnelte ein Herr Schmitz auf der Beun, auch durch seinen Gang, einem Kalb mit 2 Beinen und wurde folgerichtig „Kalw“ genannt. Vorgetragen wurde auch die illegale Entnahme von Wasser zum Autowaschen aus Quellen im Keller – dadurch erlitt der WVZ erhebliche Verluste und ein Teil von Weibern war tagelang ohne Wasser. Der Fall kam sogar vor das (Narren) Gericht.

In Verbindung mit der Zugehörigkeit zum Königreich Preußen wurde auch die damalige Waldkrise angesprochen. Kempenich verlor dabei den Bezirk Wollrath und hat bis heute weniger Holzerlös wie die Nachbargemeinde Spessart, die sich damals weigerten Waldflächen an den Staat abzugeben.

Die erste Postanstalt wurde 1860 am Marktplatz eingerichtet. Danach in der Hardtstraße und später in der Bahnhofstraße. 2003 sollte dann diese Postfiliale geschlossen werden. Nach Einschaltung des damaligen Vorstandsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und Übergabe einer Resolution durch unseren Burgherrn Thomas Rommerskirchen in Washington vor dem Capitol, wurde dann mitgeteilt, dass am 30.11.2004 eine Partner-Filiale in der Straße „Zur Alten Burg 1“ (früher „Minwäjens“), eröffnet wird.

<span class=“\“ImTitle\““>Erklärungsbedarf zu Flurnamen<span class=“\“ImTitle\““> Spanienseifen – Spürkelsbuhr – Knätchessuhr – Kringelbuhr – Wollrath – Röhrdell – Däumches Feld.

Zum Schluss wurde noch der 1959 stattgefundene „Große Preis der Nationen“ für Alkoholgetränkte Maschinen bis zu 30 Liter, rund um Kempenich, erwähnt. Teilnehmer waren, bei der Rennleitung von „Pättches Bär“, unter anderem die Renngemeinschaften „Hase“ und „Nöckel“, „Krachmann“ und „Lempel“, „Wachulder“ und „Poststrolch“. Das nächste Treffen ist an Kirmesdienstag, 12. Mai. 2026, bereits um 17.00 Uhr.</span></span>

Thomas Rommerskirchen Foto: Gemeinde

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