Allgemeine Berichte | 28.05.2026, 11:32 Uhr

Innovationen ländlich fördern

Innovationsdialog zwischen Linz am Rhein und Ahrtal stärkt ländliche Regionen

(Vorstandsmitglieder des Förderkreises der Fachhochschule im Kreis Ahrweiler e.V., vlnr: Bernhard Inden, Jens Kröger, Tino Hackenbruch. Nicht im Bild: Achim Gemein, Matthias Wolff, Thomas Wolff).

Remagen. Innovation braucht Beteiligung. Remagener Campus Gespräche bringen Linz und das Ahrtal in den Dialog.

Wie gelingt Innovation in ländlichen Regionen? Diese Frage stand am 8. Mai 2026 im Mittelpunkt der Remagener Campus Gespräche am RheinAhrCampus.

Die Hochschule Koblenz und der Förderkreis der Fachhochschule im Kreis Ahrweiler e.V. brachten Fachleute aus kommunaler Verwaltung und regionaler Entwicklung mit Studierenden und Gästen ins Gespräch.

Den Auftakt machte Christian Schlüter, Projektmanager der Smarten Region Linz. Linz am Rhein ist eines von bundesweit 73 vom Bund geförderten Smart-City-Modellprojekten und zugleich eines der kleinsten. Schlüter zeigte, was von großen Smart-City-Konzepten in einer ländlich geprägten Verbandsgemeinde funktioniert, etwa die Beteiligungsplattform und der Mängel-Melder. Mit dem Beginn der Schlussphase des Förderprojekts steht die Frage im Raum, welche Ansätze in den Regelbetrieb übergehen.

David Bongart, Geschäftsführer der Zukunftsregion Ahr e.V., schloss mit der regionalen Perspektive an. Der Verein hat sich nach der Flutkatastrophe 2021 zur Plattform für die aktive Mitgestaltung des Ahrtals entwickelt. Aktuelle Projekte reichen von Mobilität und nachhaltiger Infrastruktur über Agri-Photovoltaik bis zu Bildung und Digitalisierung. Über das Fachkräftezentrum Kreis Ahrweiler besteht ein direkter Bezug zur Hochschule Koblenz und zum RheinAhrCampus.

Die wissenschaftliche Einordnung übernahm das Team der Studiengangsleitung Management, Führung und Innovation. Prof. Dr. Fee Steinhoff legte das Rogers-Modell der Innovationsadoption an die Praxisbeispiele an. Prof. Dr. Magdalena Stülb brachte die Perspektive der partizipativen Sozialforschung ein. Wissenschaftliche Mitarbeiterin Princilia Weber ergänzte die politikwissenschaftliche Dimension. Ihr Credo: „Beteiligung darf nicht simuliert werden, sondern muss reale Konsequenzen haben. Nur dann erreichen solche Formate auch diejenigen, die sich bislang nicht angesprochen fühlen.“

Moderator Jens Kröger fasste die Veranstaltung in drei Botschaften zusammen. Innovation beginnt mit Bedarf. Beteiligung ist Erfolgsfaktor. Ländliche Regionen brauchen eigene Wege bei gleichbleibend hohen Ansprüchen.

Die nächste Ausgabe der Remagener Campus Gespräche findet am Freitag, 12. Juni 2026, von 11:00 bis 13:00 Uhr am RheinAhrCampus statt. Thema: „Gesundheit und Soziales zwischen Sparzwang und sozialem Auftrag“.

(Vorstandsmitglieder des Förderkreises der Fachhochschule im Kreis Ahrweiler e.V., vlnr: Bernhard Inden, Jens Kröger, Tino Hackenbruch. Nicht im Bild: Achim Gemein, Matthias Wolff, Thomas Wolff). Foto: Thomas Wolff

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