Kreatives Projekt an der Leo Stausberg Schule in Brohl-Lützing
Jedem Kind seine Kunst
Brohl-Lützing. Im Rahmen des Landesprogramms „Jedem Kind seine Kunst“ wurde mit Schülerinnen und Schülern der Leo Stausberg Schule in Brohl-Lützing unter Anleitung der Künstlerin Karin Meiner das Projekt „Bildhauerisches Arbeiten mit Ton und Gips“ durchgeführt. Kulturelle Bildung ist ein elementarer Bestandteil in der Förderung junger Menschen. Sie regt Kinder und Jugendliche dazu an, selbst kreativ zu werden, setzt ihre schöpferischen Kräfte sowie Stärken frei und wirkt sich somit positiv auf deren Persönlichkeitsentwicklung aus. Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung beschlossen, das Landesprogramm „Jedem Kind seine Kunst“ zu realisieren.
Hieran nehmen professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz oder künstlerischer Wirkungsstätte in Rheinland-Pfalz teil. Mithilfe des Landesprogramms sollen Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen sowie aus allen sozialen Schichten an Kunst und Kultur herangeführt werden. Die freischaffende und medienübergreifend arbeitende Künstlerin Karin Meiner mit Atelier in Burgbrohl bot in der Datenbank des Landesprogramms das Projekt „Objekte und Skulpturen in Ton und Gips“ an. Mit den Schülerinnen und Schülern der 3. Klasse von Sabine Heinemann-Gross und der 2. Klasse von Cindy Glauer arbeitete Karin Meiner dreidimensional, d.h. bildhauerisch mit Ton und Gips. In der ersten Phase wurden kreative Gehversuche mit dem Material „Ton“ gemacht. Die Kinder formten aus dem weichen Ton frei und sehr spielerisch Objekte und Figuren. Für die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse war der nächste Schritt der Umgang mit dem Material „Gips“. Gips wurde angerührt, in flüssigem Zustand in Tüten gegossen, um ihn dann in den Tüten erstarren zu lassen. Mit der hartgewordenen „Zufallsform“ wurde anschließend weitergearbeitet. Bohren, Schaben, Ritzen, Kratzen und Sägen war angesagt. Die Kinder erprobten die verschiedensten Werkzeuge. Zum Schluss kam zur Vervollständigung und Betonung der entstandenen Fantasieformen außerdem noch Farbe zum Einsatz. Das Ergebnis waren Brezeln, Steinzeittassen, Stiftehalter, sehr skurrile Wesen, Köpfe und „Objekte einer anderen Art“. Zufrieden sagte Karin Meiner: „Ich inspiriere und unterstütze die Kinder dabei, ihre je eigenen Formen zu finden und helfe ihnen mit dem fachlich richtigen Umgang der Werkzeuge.“
Die Zeit vergessen
Das Kreativangebot ergänzt die Lernstrukturen im Unterricht und hat zum Ziel, das ganzheitliche Lernen mit allen Sinnen zu fördern. Die Kinder freuten sich bereits vor Beginn des Projekts auf das Werkeln und wussten, dass sie hierbei frei experimentieren und ihrer Fantasie freien Lauf lassen könnten. Das schönste Feedback der Kinder war, dass sie bei ihrer künstlerischen Tätigkeit teilweise komplett die Zeit vergaßen, gar nicht aufhören, sondern vielmehr noch einige Stunden weiterarbeiten wollten. Auch die Schulleiterin Tatjana Massion freute sich: „Projekte dieser Art fördern die Schülerinnen und Schülern auf eine ganzheitlich kreative Art und Weise. Sie ermöglichen den Kindern, sich emotional auszudrücken.“ Zu sehen sind die entstandenen Objekte in der Vitrine der Schule.
