Politik | 23.05.2015, 13:29 Uhr

Junge Union Kreisverband Ahrweiler

Junge Union informiert sich über Konzept der IGS

Von links nach rechts: Florian Schneider, Christian Nett, Niclas Schell, Schulleiter Marcus Wald und Tobias Schneider im Gespräch über die IGS Remagen. privat
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Kreis Ahrweiler/Remagen. Eine Delegation des Kreisverbandes der Jungen Union besuchte die Integrative Gesamtschule in Remagen, um sich dort über das Konzept und Lehrangebot zu informieren. Im Gespräch mit Schulleiter Marcus Wald diskutierten die Jungpolitiker über aktuelle Bildungsfragen und wie die Integrative Gesamtschule eine Antwort darauf findet. Wald erklärte sehr anschaulich, wie sich das Gesamtkonzept der IGS grundlegend von den klassischen Schulformen unterscheidet. Beispielsweise werden die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich von der 5. bis zur 10. Klasse durchgängig von zwei gleichgestellten Klassenleitern unterrichtet. Dies ermögliche laut Wald eine sehr intensive pädagogische Betreuung. Weiterhin pflegt das Lehrerkollegium einen sehr engen Kontakt zu den Eltern der Kinder und Jugendlichen. Auch die bauliche Trennung der einzelnen Jahrgangsstufen fördere das Lernklima und schöpfe Synergien. Darüber hinaus ist jeder Klassenraum mit modernen Smart-Boards ausgestattet. Der Schulleiter betonte jedoch, dass solche wertvollen Maßnahmen entscheidend davon abhängen, dass entsprechende Gelder dafür zur Verfügung stehen.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler und die CDU-Kreistagsfraktion stehen hinter dem Projekt, das im Kreis Ahrweiler bisher einmalig ist. Damit bildet der Kreis Ahrweiler nun das komplette rheinland-pfälzische Schulangebot ab. Die CDU will auch weiterhin nachhaltig in Ausbau, Sanierung und Modernisierung der Kreisschulen investieren.

Im Anschluss diskutierte die Junge Union weitere Bildungsfragen: Nach wie vor kritisiert wird die Einführung der Realschule plus unter der SPD-Landesregierung. „Der schleichende Übergang zur Einheitsschule ist so nicht hinnehmbar“, erklärt der JU-Kreisvorsitzende Niclas Schell. „Bildungsabschlüsse verlieren ihren ursprünglichen Wert, wenn sie inflationär ausgegeben werden.“

Auch der Umgang mit angestellten Lehrern sorgt für großen Unmut unter den jungen Christdemokraten. „Lehrer leisten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft. Daher ist es unverständlich, dass die rot-grüne Landesregierung angestellte Lehrer immer wieder mit befristeten Arbeitsverträgen vertröstet und vor den Sommerferien massenhaft Kündigungen verschickt“, kritisiert Florian Schneider, Vorsitzender der JU Grafschaft. „Mit den 450 Millionen Euro, die am Nürburgring verbrannt wurden, hätten 600 neue - dringend benötigte - Lehrerstellen geschaffen werden können“, so Schneider weiter. Bemängelt wurde auch Ungleichbehandlung von verbeamteten und angestellten Lehrern. „Wenn SPD und Grüne von der Wirtschaft immer wieder ’gleiches Geld für gleiche Arbeit‘ fordern, dann sollten sie bei den eigenen Beschäftigten damit anfangen.“

Pressemitteilung der Jungen

Union Kreisverband Ahrweiler

Von links nach rechts: Florian Schneider, Christian Nett, Niclas Schell, Schulleiter Marcus Wald und Tobias Schneider im Gespräch über die IGS Remagen. Foto: privat

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