Politik | 26.05.2013

CDU fragt nach

Lehrer als Leiharbeiter

Abgeordnete Horst Gies und Guido Ernst (CDU): Nur zufriedene Lehrer sind gute Lehrer

Kreis Ahrweiler. In den Bürgersprechstunden der Landtagsabgeordneten Gies und Ernst häufen sich die Schilderungen von Lehrern, die Sorge um ihre Zukunft haben. „Viele junge Lehrkräfte leben nur noch von Kurzzeitvertrag zu Kurzzeitvertrag, weil die Landesregierung in Mainz als Arbeitgeber befristete Verträge abschließt. Bis zu acht Kettenverträge hintereinander sind dabei keine Seltenheit“, erklärt Ernst. Unter solchen Rahmenbedingungen sei es schwierig, Souveränität vor einer Klasse auszustrahlen, eine Familie zu gründen und Wurzeln zu schlagen. Nur zufriedene Lehrer könnten ihren Beruf unbefangen und gut ausüben. Lehrer, die als moderne Leiharbeiter unter einer rot-grünen Landesregierung arbeiten, seien verständlicherweise auch mit eigenen Sorgen belastet, wie sie beispielsweise in den Ferien ihre Krankenversicherungsbeiträge zahlen sollen.

„Die Landesregierung setzt Lehrer über die Sommerferien auf die Straße, um Kosten zu sparen“, erklärt der örtliche Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion, Horst Gies MdL. Laut Bundesagentur für Arbeit steige die Lehrerarbeitslosigkeit auch in Rheinland-Pfalz über die Sommerferien sprunghaft an. Auch im Kreis Ahrweiler drohe vielen Lehrern mit befristeten Verträgen die Sommerarbeitslosigkeit.

Gies fragt nach und möchte von der Landesregierung wissen, wie viele Lehrer im Kreis von dieser Praxis betroffen sind. „Die Landesregierung muss die Zahlen offen legen, nicht schön reden“, erklärt Gies.

„Die Ministerpräsidentin misst hier mit zweierlei Maß. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wettert sie gegen Leiharbeit und Kettenverträge in der Wirtschaft, aber selbst, als Arbeitgeberin der Landesbediensteten, schickt sie die Lehrer ohne Vertrag am 1. Juli arbeitslos nach Hause. Wer Glück hat, bekommt kurz vor Ferienende dann einen Anschlussvertrag. Das ist Leiharbeit, das sind befristete Kettenverträge“, ärgert sich Guido Ernst.

Die Landesregierung habe bewusst diese Form der Beschäftigung gewählt, die zu prekären Arbeitsverhältnissen für Lehrer ohne Festanstellung führe, um die Sozialkosten in den Ferien zu sparen. Wenn das ein Unternehmer in der Wirtschaft mache, gebe es zu Recht einen Aufschrei. Warum bleibe hier aber der Aufschrei der Ministerpräsidentin aus?

„Die CDU-Landtagsfraktion legt Wert darauf, dass mit Lehrern ordentlich umgegangen wird und setzt sich seit Jahren für einen festen Vertretungslehrerpool ein, der befristete Verträge für Vertretungslehrer nahezu überflüssig macht“, erklären Ernst und Gies.

Pressemitteilung Büro der MdL‘s Horst Gies, Guido Ernst (CDU)

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