Nach drei Jahren Bauzeit hat die Kreissparkasse Ahrweiler nun eine moderne Zentrale
Mit Zuversicht in die Zukunft
Hauptstellengebäude der Kreissparkasse Ahrweiler wurde feierlich eröffnet
Ahrweiler. Am vergangenen Freitag wurde die neue Hauptstelle der Kreissparkasse Ahrweiler (KSK) nach einer dreijährigen Bauzeit ihrer Bestimmung übergeben. Die Feier vor rund 300 Gästen mit Vertretern aus der heimischen Wirtschaft, dem Handwerk, dem gesellschaftlichen Leben und der Politik endete mit der Einsegnung des neuen Gebäudes durch Dechant Dr. Johannes-Georg Meyer als Vertreter der katholischen Kirche und durch den evangelischen Pfarrer Rüdiger Stiehl. Durch das Festprogramm des Abends führte Mandy Großgarten als routinierte Moderatorin und das Sextet Rondo Vocal sorgte für die musikalischen Akzente. Die Einweihung der neuen Hauptstelle hat für die Kreissparkasse Ahrweiler einen hohen Stellenwert, zumal dies neue Gebäude die Geschäftsphilosophie der Bank in besonderer Weise verdeutlicht. „Den Um- und Erweiterungsbau haben wir auf die Erwartungen und Bedürfnisse unserer Kunden an ein modernes und zukunftsgerichtetes Kreditinstitut ausgerichtet“, betonten Dieter Zimmermann und Guido Mombauer für den Vorstand der Kreissparkasse Ahrweiler. In seiner Ansprache an die Gäste wies Dieter Zimmermann darauf hin, dass sich die Erwartungen der Kunden an das Bankgeschäft geändert hätten und eine kompetente und vertrauenwürdige Beratung einen zentralen Stellenwert im Selbstverständnis der Bank einnehme. „ Die qualifizierte Beratung hat immer mehr an Bedeutung gewonnen“, betonte Zimmermann und verdeutlichte, dass sich diese Einsicht im neuen Gebäude widerspiegele. „ Mit der neuen Hauptstelle bieten wir an zentraler stelle des Kreises Ahrweiler ein auf die Kundenbedürfnisse abgestimmtes Raumkonzept und attraktive Arbeitsplätze“, erklärte er. Der besondere Dank des Vorstandes galt den Architekten, Innenarchitekten und bauausführenden Firmen, die dies Bauprojekt, für das die KSK 14 Millionen ausgegeben hat, realisiert haben.
„Die Kreissparkasse vertraute auf das Know-how des heimischen Handwerkes“, erklärte Zimmermann. So habe man auch die Wirtschaftskraft vor Ort und sein Profil als regional agierendes Kreditinstitut gestärkt. Nach diesen positiven Erfahrungen werde die Sparkasse noch mehr als bisher die Hausbank des Handwerkes sein. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Guido Mombauer dankte Dieter Zimmermann Dieter Distelrath, dem Projektkoordinator und Leiter der Bauabteilung der KSK, für die geleistete Arbeit.
Dank ans Handwerk
Da dieser am Tag der Einweihung sein 30-jähriges Dienstjubiläum feierte, wurde an diesem Tag die Gratulation zu einer besonderen Ehrung. Anerkennung ernteten die Verantwortlichen der Kreissparkasse von der Präsidentin des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, Beate Läsch-Weber, für die die neue Hauptstelle ein „Vorzeigeprojekt“ für das ganze Land sei. Sie lobte die gelungene städtebauliche Konzeption dieses Projektes, das gerade unter diesem Aspekt beeindrucke. „Der Neubau ist ein Beweis für die Zuversicht, die in der Kreissparkasse herrscht und eine gelungene Verbindung von Tradition und Moderne“, betonte die Präsidentin.
Zukunftweisend gebaut
Dass das neue Gebäude unter den Gesichtspunkten der Ökologie, der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz neue Maßstäbe gesetzt hat, wird auch daran deutlich, dass das Gebäude mit dem „GreeBuilding Status“ ausgezeichnet wurde. Für den Verwaltungsratsvorsitzenden der Kreissparkasse, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, zeigt dies die innovative Ausrichtung der Bank. „ Wir sind stolz darauf, als eines der ersten Kreditinstitute in ganz Deutschland, für unserer nachhaltige Bauweise mit dem „Gree-Building-Zertifikat “ der EU ausgezeichnet worden zu sein“, erklärte er.
Ein Plädoyer für Europa
Das aus energetischer Sicht wegweisende Bauprojekt lobte auch EU-Kommissar, Günther Oettinger, der als Festredner zur Einweihungsfeier erschienen war. Oettinger, der in der EU-Kommission für die Energiepolitik Verantwortung trägt, nutze diese Gelegenheit, um mit dem Blick auf die globalen Strukturen der Weltwirtschaft eine Lanze für Europa und den Euro zu brechen. „Nur in Europa hat Deutschland eine Chance die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, betonte der Politiker, der mit Nachdruck darauf hinwies, dass sich nur ein einiges Europa sich auf der weltpolitischen Bühne Gehör verschaffen und seine vitalen Interessen vertreten könne. Daran müsse man vor allem denken, da man davon auszugehen habe, dass die wirtschaftliche Leitungsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich ein Niveau erreicht habe, das auch durch den fortschreitenden demografischen Wandel nicht mehr zu steigern sei. In absehbarer Zeit würden die Deutschen nur noch ein Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Eine wirkungsvolle Vertretung nationaler deutscher Interessen könne nur auf der europäischen Bühne gelingen. Oettinger hob hervor, dass es ein politisches Gebot der Stunde sei, dass Europa seine wirtschaftliche Probleme eingenständig löse. Der Rückfall in nationale Sonderwege sei keine echte Alternative. Dies müsse man auch bei den Staatsschuldenkrisen in einigen europäischen Staaten im Blick haben. Europa könne nur geeint die Konkurrenz mit den Wirtschaftsräumen in Asien, Indien und Nord- und Südamerika bestehen. Wenn manch einer in Deutschland glaube, man könne als eine „Schweiz“ in Europa besser seine wirtschaftliche Interessen vertreten, der irre. Zum Prozess der europäischen Integration gebe es keine Alternative.
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v.l. KSK-Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann, KSK-Vorstand Guido Mombauer, die Präsidentin des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz , Beate Läsch-Weber, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Burgundia Carolin Groß und EU-Kommissar Günther Oettinger bei der Einweihungsfeier der neuen HauptstelleFotos: Fix
EU-Kommissar Günther Oettinger kam als Festredner zur Einweihung der neuen Hauptstelle der Kreissparkasse Ahrweiler
Der KSK-Vorstandsvorsitzende Dieter Zimmermann ( 1.v.r ) und sein Vorstandskollege Guido Mombauer (mitte) gratulierten dem Projektkoordinator Dieter Distelrath zum 30-jährigen Dienstjubiläum.
