Eifelverein Bad Breisig
Mit der Hunsrückbahn unterwegs
Bad Breisig. Für die aktiven Wanderer des Eifelvereins Bad Breisig hieß es zuletzt: Nun fahren wir mal den Rhein hinauf nach Boppard, um dort einen Wanderweg rund um die Hunsrückbahn zu erkunden. Der Tag fing mit Nieselregen an, doch dies hält keinen echten Wanderer ab. Unterwegs stiegen an der Tankstelle an der B9 noch weitere Wanderer zu, um 10.45 Uhr war der Wanderparkplatz in Boppard erreicht. Danach ging es zum Bahnhof. Hier stiegen die Wanderer in die blau-weißen Triebwagen der Hunsrückbahn ein. Mit 60,9 Prozent Steigung ging es den Berg hinauf.
An der Station Buchholz, nach sechs Kilometern und einer Fahrzeit von 13 Minuten, war die Fahrt schon zu Ende. Auf dieser Strecke durchfährt die Bahn sechs Tunnel: den Kalmut-Tunnel, den Talberg-Tunnel, den Rauerberg-Tunnel und dann über das Hubertus-Viadukt und das Rauschenloch-Viadukt mit einer Höhe von 50 Metern und einer Länge von 125 Metern, durch den Hinterburden-Tunnel 1 und den Hinterburden-Tunnel 2, um dann an der ersten Station Boppard-Buchholz anzukommen.
Ab hier machten sich die Wanderer auf Schusters Rappen erstmals auf einem kleinen kurzen Stück Wanderweg entlang der Schienen abwärts auf den Weg. Unterwegs wurde ein Fotostopp an einer Skulptur aus Holz eingelegt, um dann die erste Rast in der Lieserfeldhütte um 12.30 Uhr einzulegen. Eine Rast, bei der die Wanderer belohnt wurden mit einem herrlichen Blick auf das Hubertus-Viadukt, 175 Meter lang und 50 Meter hoch. Ein gigantisches Bauwerk aus Ziegelsteinen aus dem Jahr 1900.
Nach der Mittagspause führte nun der Weg nach einer Spitzkehre an einem neben dem Weg fließenden Bach entlang unter dem Hubertusviadukt hindurch in die Hubertusschlucht zu einem weiteren Aussichtspunkt mit Blick auf den Rauherberg-Tunnel. Dies ist der längste Tunnel, den die Bahn durchfährt. Dann, nach einem kurzen steilen Anstieg, erreichten die Teilnehmer einen weiteren Aussichtspunkt mit einem Blick auf den Talbergtunnel. Weiter führte der Wanderweg auf schönen Waldweg-Serpentinen hinauf mit fantastischen Ausblicken.
Die markanten Punkte der Wanderung sind Bürgern aus Boppard gewidmet, die sich um den Naturschutz verdient gemacht haben. An diesen Punkten stehen Infotafeln, die hierüber informieren. Das Wetter meinte es an diesem Wandersonntag doch noch gut mit den Wanderern des Eifelvereins, denn es hatte sich etwas aufgeklart. Zu einer Schlusseinkehr fuhren alle an den Rhein nach Koblenz, um den Sonntags-Wandertag ausklingen zu lassen.
