Allgemeine Berichte | 08.09.2014, 10:44 Uhr

Offizielle Amtszeit von Abt Benedikt Müntnich endete nach 12 Jahren

Pater Dr. Albert Sieger OSB wurde zum Prior-Administrator gewählt

Abt Benedikt Müntnich erfreute sich bei vielen Gläubigen aus nah und fern großer Beliebtheit. -FRE-
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Maria Laach. „Die Mönche von Maria Laach haben am 2. September P. Dr. theol. Albert Sieger OSB zum Oberen von Maria Laach gewählt. Der neue Obere hat Abt Benedikt Müntnich im Namen des Konventes für seinen treuen Dienst über 12 Jahre gedankt. Der Dank gilt für den Dienst am Hause und an der Mönchsgemeinschaft, aber auch für sein vielfältiges Wirken darüber hinaus. Nach dem Ende der Amtszeit von Abt Benedikt stand regulär die Neuwahl eines Oberen an, bei der alle Priestermönche wie auch Abt Benedikt gewählt werden konnten. Die Wahl eines Administrators ist im Kirchenrecht und im Recht der Beuroner Kongregation als möglich vorgesehen. Diese Möglichkeit ist von Rom approbiert und in anderen benediktinischen Kongregationen ebenfalls üblich. Der Beschluss des Konventes, einen Administrator zu wählen, erfolgte, wie im Kirchenrecht vorgesehen, mit einer 2 / 3 Mehrheit, ebenso die Wahl des neuen Prior-Administrators. Von daher kann von einer Zerrissenheit des Konventes keine Rede sein. Die Wahlleiter haben den vom Konvent gewählten Oberen in seinem Amt im Namen der Kirche bestätigt. In den letzten 40 Jahren wurde die Mehrheit der Klöster der Beuroner Kongregation, zu der Maria Laach gehört, vorübergehend von Administratoren geleitet. Auch das Erzkloster Monte Cassino, das Kloster des hl. Benedikt, wird derzeit von einem Administrator geführt. Die Mönche haben den Beschluss über die Administratur und die Wahl eines Administrators in der Person von P. Albert Sieger nach bestem Wissen und Gewissen gefasst. Dass Außenstehende darüber nachdenken, was die Gründe gewesen sein könnten, ist verständlich. Die Mönche werden aber zu Spekulationen aller Art keine Stellung nehmen, da es sich um interne Vorgänge handelt, die dem Wahlgeheimnis unterliegen.“ Diese von dem Kloster Maria Laach am 4. September veröffentlichte Pressemitteilung überraschte nur wenige, da die Neuigkeit, welche bei vielen Freunden und Bewunderern des nunmehr ausgeschiedenen Abtes Benedikt Müntnich großes Bedauern und Betroffenheit auslöste, bereits am 2. September auf der Facebook - Seite der Benediktinerabtei bekanntgegeben wurde. Benedikt Müntnich, der am 20. Oktober 1952 in Treis-Karden geboren wurde, war der 49. Abt von Maria Laach. Er besuchte nach der Hauptschule zwei Jahre die Handelsschule in Cochem und ging dann nach Neuss, um am Erzbischöflichen Abendgymnasium das Abitur zu machen (1973). Nach dem Eintritt in Maria Laach 1974 studierte er in Trier und Salzburg Philosophie und Theologie (Diplom 1980). 1981 wurde er von Bischof Hermann-Josef Spital in Maria Laach zum Priester geweiht und war dann 20 Jahre lang Novizenmeister (1982-2002). Daneben war er Vorsitzender der Novizenmeisterkonferenz der deutschsprachigen Klöster. Nach dem Rücktritt von Abt Anno Schoenen im Jahre 2002 wurde er für zwölf Jahre zum Abt der Benediktinerabtei Maria Laach gewählt. Pater Dr. Albert Sieger OSB, der neue Prior-Administrator der Abtei Maria Laach, wurde 1962 in Mönchengladbach geboren und wuchs in Bonn auf. Sein Studium der Theologie absolvierte er in Bonn, Würzburg und Rom. 1992 trat er in die Abtei Maria Laach ein, wo er 1995 seine zeitliche und 1998 seine ewiðge Profess ablegte und dort auch 1999 die Priesterweihe empfing. In der Folge war er in verschiedenen Bereichen des Klosters tätig, zuletzt als Chefredakteur der Gebetszeitschrift Te Deum. Pater Dr. Albert Sieger OSB wurde 2012 zum Prior und 2013 zum Novizenmeister der Abtei ernannt.

Abt Benedikt Müntnich erfreute sich bei vielen Gläubigen aus nah und fern großer Beliebtheit. Foto: -FRE-

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