Politik | 19.02.2015, 10:51 Uhr

Tarifregelung für Gebäudereiniger im Kreis Ahrweiler

Sauberes Lohn-Plus

IG BAU fordert 80 Cent mehr pro Stunde

Wienern, wischen, wringen: Viele Gebäudereinigerinnen putzen immer mehr Fläche - ohne mehr Geld. Jetzt soll das „Turbo-Putzen“ am Tariftisch geregelt werden. IG BAU
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Kreis Ahrweiler. Saugen, fegen, wischen: Die rund 450 Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer im Kreis Ahrweiler sollen mehr verdienen. Das fordert die IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft will ein „sauberes Lohn-Plus“ von 6,4 Prozent durchsetzen - für die Innenreinigung sogar 80 Cent mehr pro Stunde. Damit würde der Tarif-Mindestlohn der Branche auf einen Stundenlohn von 10,35 Euro steigen. Mit dieser Forderung will die IG BAU in die bevorstehende Tarifrunde gehen. Davon würden neben den rund 210 regulär beschäftigten Gebäudereinigern auch rund 240 Mini-Jobber, die in der Gebäudereinigung im Kreis Ahrweiler arbeiten, profitieren.

„Der Lohn würde für das Reinigen von Büros und Schulen genauso gelten wie für das Saubermachen in Fabrikgebäuden“, sagt Walter Schneider. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach will darüber hinaus „vernünftige Spielregeln gegen den enorm wachsenden Leistungsdruck“ in der Gebäudereinigung. „Im Moment beherrscht ein Prinzip die Branche: Immer mehr Fläche putzen - ohne mehr Zeit, ohne mehr Geld. Das ist ‚Turbo-Putzen‘ pur“, so Schneider. Reinigungskräfte würden häufig Überstunden zum Null-Tarif leisten, um die ihnen zugeteilten Büroräume, Klassenzimmer oder Altenheime überhaupt zu schaffen. Lohnerhöhungen seien so „durch umsonst geleistete Mehrarbeit verpufft“. Damit müsse jetzt Schluss sein. Die IG BAU will den Leistungsdruck am Tariftisch regeln.

Pressemitteilung

IG BAU Koblenz - Bad Kreuznach

Wienern, wischen, wringen: Viele Gebäudereinigerinnen putzen immer mehr Fläche - ohne mehr Geld. Jetzt soll das „Turbo-Putzen“ am Tariftisch geregelt werden. Foto: IG BAU

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