Politik | 22.07.2013, 10:22 Uhr

Koordinierung der Windenergie im Kreis AW

„Strategie Fehlanzeige“

Wirtschaftsministerin muss in die Pflicht genommen werden

Kreis AW. „Jetzt soll anscheinend der Landrat die Probleme lösen, die die Wirtschaftsministerin verursacht hat“, kommentiert der Sprecher der FDP im Kreistag Ulrich van Bebber die Forderung der Grünen an den Landrat, den Ausbau der Windenergie im Kreis Ahrweiler zu koordinieren. „Hierfür haben der Kreis und damit der Landrat überhaupt keine Zuständigkeit. Offenkundig wollen die Grünen davon ablenken, dass die Landesregierung und die zuständige grüne Wirtschaftsministerin Eveline Lemke ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben,“ stellt der Liberale fest. Statt den Ausbau der Windenergie in geordnete Bahnen zu lenken, habe Frau Lemke einen Zustand landesplanerischer Anarchie geschaffen. Da sie nicht einmal versucht habe, den Ausbau der erneuerbaren Energien planerisch zu gestalten, drohe Rheinland-Pfalz nun ein regelrechtes Windradchaos. „Alles, was Frau Lemke bisher zur Energiewende beigetragen hat, war, die Verantwortung an die Kommunen zu delegieren“, so van Bebber. Die fehlende Strategie der Landesregierung führe dazu, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht geplant, sondern in Wild-West-Manier erfolge. Nun werde in jeder Kommune in Rheinland-Pfalz über den Ausbau der erneuerbaren Energien gestritten. „Der dezentrale und vor allem unkoordinierte Ausbau der Windkraftanlagen führt zur unorganisierten „Verspargelung“ unserer hochwertigen Kultur- und Naturlandschaft. Dabei schaden wir sowohl dem Naturschutz als auch maßgeblich einem unserer wichtigsten Wirtschaftsfaktoren - dem Tourismus. Es muss unser Ziel sein, die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolges zu schützen und einen behutsamen Umgang mit unseren Potenzialen zu kultivieren,“ erklärt der FDP-Kreisvorsitzende. Van Bebber empfiehlt den Grünen in Remagen und im Kreis Ahrweiler, sich mit Ihrem Anliegen unmittelbar an die Parteifreundin und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke in Bad Bodendorf zu wenden.

Pressemitteilung der

FDP im Kreis Ahrweiler

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