Rheineck räumt auf beim Dreck-weg-Tag
Viele Helfer säubern die Natur vom Wohlstandsmüll
Bad Breisig-Rheineck. Ausgesprochen eifrig und motiviert folgten 18 Bewohner des Dorfes dem Aufruf der beiden Rheinecker Vereine, des Bürgervereins- und des Schützenvereins, um den Unrat und Müll aus der Untermark, jener grünen Oase des Ortes und entlang der Rheinecker Straße aufzusammeln und damit einen großen Container zu füllen. Besonders heftig und intensiv war ein Grundstück zu säubern, das vor Jahren von einer Familie mit einem kompletten Hausstand bestückt und dann in einer Nacht- und Nebelaktion verlassen wurde. Über Matratzen, Fußboden in PVC-Qualität und Teppiche, Schuhe und Stiefel, Planen und Socken, Papier und Plastik, Fahrrad und Mülltonnen, Tische und Stühle war so alles vorhanden, um es sich in der Natur gemütlich zu machen und so manches rauschende Fest zu feiern. Hinzu kamen Autoreifen mit und ohne Felgen, Wassertonnen und morsche Tür- und Fensterrahmen, die achtlos in der wunderschönen Natur entlang eines Wanderwegs entsorgt wurden. „Wer macht so etwas?“, war die oft gestellte Frage der fleißigen Helferinnen und Helfer. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktion war die Befestigung des Wanderwegs aus Richtung Dorfmitte und hoch zum Friedhof mit grobkörnigem Splitt. Hier hatte sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr Gras und Lehm breit gemacht, so dass bei Regen die beiden Wege gefährlich glatt wurden. Manche Schubkarre Splitt musste transportiert, hochgeschoben und verteilt werden, um die beiden Wege in einen vernünftigen Zustand zu versetzen, so dass unbeschwertes Wandern und Spazieren wieder möglich ist.
Als der Regen gegen Mittag einsetzte, war die Arbeit getan und die „Müllsammler“ und „Splittverteiler“ trafen sich in einer gemütlichen Garage zu einem stärkenden Imbiss und Umtrunk und ließen die gemeinschaftliche Aktion, an der Jung und Alt beteiligt war, in froher Runde ausklingen. Zufrieden stellte der Vorsitzende des Bürgervereins Helmut Höhr fest, dass es doch noch möglich ist, Menschen für eine gemeinschaftliche Aktion zu mobilisieren, um dem Wohlstandsmüll den Garaus zu machen. Das lässt für die Zukunft hoffen.
Jahreshauptversammlung Bürgerverein Rheineck
Mitte März hatten sich die Bürger Rheinecks in der Schützenhalle zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung getroffen, in der die Ereignisse des Jahres 2012 vorgestellt und diskutiert wurden. Höhepunkte sind jährlich der Rheinecker Pfingstlauf, bereits zum 15.Mal mit großem caritativen Erfolg ausgetragen, das gemeinsame Kirmeswochenende mit dem Schützenverein St.Hubertus im November sowie die Weihnachtsfeier in geselliger Runde mit dem Besuch des Nikolaus. Daneben sind es die vielen kleinen Aktivitäten, die das Dorfleben prägen: sei es der monatliche Kaffeetreff der Seniorinnen in der Schützenhalle, die Aktionen der Kinder und Jugendlichen, die u.a. die Mauern am alten Dorfplatz in der Ortsmitte mit schönen Bildern von Unter- und Obergermanien, deren Grenze in früher Zeit der Vinxtbach bildete, bemalten. Aber auch kleine Wanderungen rund um Rheineck in einer herrlichen Landschaft gehörten zum Programm des Vereins. Eine Vorschau auf das Jahr 2013 mit dem 16. Rheinecker Pfingstlauf am 19.Mai, dessen Vorbereitung auf Hochtouren läuft, einem Straßenfest am 24.August am neuen Dorfplatz in der Mühlenstraße, Kirmes und Weihnachtsfeier, aktiver Besuch des Backes in Westum, Wanderungen, Dreck-weg-Tag, monatlicher Kaffeetreff, Spielenachmittag für die Jugend, eine Überraschungsveranstaltung für die 88 Mitglieder des Vereins, eine ausgeglichene bescheidene Kassenlage und weitere Ideen von Mitgliedern rundeten eine harmonische Versammlung ab. Doch wie heißt es schön: „Ein Verein kann nur so aktiv und erfolgreich sein, wie es seine Mitglieder sind und sich in die Vorbereitungen und Durchführungen mit einbinden lassen. Da würde sich der Verein über Verstärkung besonders aus der jüngeren Generation sehr freuen!“, wie der Vorsitzende Helmut Höhr bilanzierte. Engagiert und motiviert wird dieses Ziel im Jahr 2013 angegangen.
