Neujahrskonzert mit weihnachtlichen Melodien in St. Marien
Viele Stimmen bejubelten die Geburt des Herrn
Bad Breisig. Zu einem erlebenswerten Neujahrskonzert hatte der Chor der Bad Breisiger Pfarrgemeinde St. Marien in die barocke Pfarrkirche eingeladen, und der Besuch übertraf alle Erwartungen. Die Vortragsfolge des Marienchors, des mitwirkenden Kinderchors „Happy Voices“, der Solistinnen Andrea Ernst (Sopran) und Christel Nietgen (Alt) sowie des Pianisten Hubert Blaum umfasste teils volkstümliche, teils anspruchsvolle Kompositionen mit ausschließlich weihnachtlichem Flair; sie waren von der musikalischen Leiterin Carmen Scheuren mit Akribie einstudiert und wurden unter ihrer Leitung von den Chören und Solisten mit Enthusiasmus und Können vorgetragen. Pastor Günter Marmann schlug mit besinnlichen Gedanken zum Weihnachtsfest die Brücken zwischen den einzelnen Musikblöcken. Eingangs wurden von den „Happy Voices“ kindgemäße Weihnachtslieder vorgetragen, von Carmen Scheuren am Klavier begleitet. Da waren unter anderem so lustige Lieder dabei, wie die beiden von Peter Schindler geschaffenen „Was ist das für ein Saustall hier?“ oder „Ich wärme Dich und Du wärmst mich.“ Außerdem: „Denn es ist Weihnachtszeit“, eine populäre Melodie von John Hairston, und „Weihnacht muss leise sein“ von Paul Burkhard. Jetzt waren die Großen an der Reihe. Der Marienchor sang „Adeste fideles“ im Satz von Albert Krupp und „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Praetorius. In der „Christrose“ von Robert Stolz kam auch die Dirigentin Carmen Scheuren mit ihrer Sopranstimme solistisch zur Geltung. Viel musikalische Pracht strahlte das „Graduale“ aus der Hirtenmesse von Jan Jakub Ryba aus. Mit ihrer das Kirchenschiff füllenden Sopranstimme und prächtigem Timbre trug Solistin Andrea Ernst „Mariäs Wiegenlied“ von Max Reger vor. Im folgenden Duett „Drei Könige wandern“ wurde sie von Christel Nietgen in der Stimmlage Alt begleitet. Immer wieder tat sich in der gefühlvollen Begleitung der Sänger Hubert Blaum am Piano hervor. Beim Lied „Zumba hört das Läuten“ im Satz von Manfred Bühler wirkten beide Chöre - der „große“ und der „kleine“ - zusammen, und die damit verbundene Freude sprang auf das Publikum über. Überhaupt: Die Dankbarkeit des Auditoriums drückte sich in rauschendem Beifall nach jedem der Programmblöcke aus - eine durchaus positive Anregung für weitere Konzertereignisse in diesem Gotteshaus, ist doch das spontane Lob eine besonders gern entgegengenommene Anerkennung. Anspruchsvoll wurde es im letzten Programmblock. Der Marienchor sang zunächst das „Lied zur Weihnacht“ von Wilhelm Heinrichs, dann das prachtvolle „Cantique de Noel“ des Franzosen Adolphe Adam, und schließlich die „Klänge der Freude“, eine dem Anlass entsprechende, durchaus gelungene Umtextung einer populären Komposition des englischen Klassikers Edward Elgar. Da blieben nur noch die Dankesworte des offensichtlich beeindruckten Hausherrn Pastor Günter Marmann und ein gemeinsam gesungenes „Oh du föhliche…“. Es war tatsächlich ein fröhlicher Abend mit großer musikalischer Verherrlichung der Geburt Jesu Christi.
