Weiterbildung „Rußbrandbekämpfung“ in Hohenleimbach
Wehrleute lernten „aus der Praxis für die Praxis“
Hohenleimbach. Die Entstehung eines Schornstein- oder Rußbrands wird meist durch Entzündung von Glanz- oder Hartruß im Ofenrohr ausgelöst. Neben der Neigung zu Teer- und Pechbildung der Brennstoffe Holz, Torf und Rohbraunkohle sind Sauerstoffmangel und falsches Heizverhalten, das meist auf Unwissenheit und falsch verstandenem Energiesparen beruht, die Ursachen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren bekämpfen bei einem solchen Schornstein- oder Rußbrand aber nicht nur den Schornsteinbrand selbst, sondern müssen auch auf Gefahren für Personen, Tiere und Gebäude um den Schornstein herum achten. Kürzlich führte Schornsteinfegermeister und Innungsobermeister Michael Arndt im Gemeindehaus Hohenleimbach deshalb auf Einladung der Wehren des oberen Brohltals eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema „Rußbrandbekämpfung“ für die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Hohenleimbach, Kempenich, Spessart, Weibern und Schelborn durch. Die fast 40 Teilnehmer wurden zunächst von Ortsbürgermeister Thorsten Kabuth begrüßt.
Dieser freute sich „dass es immer noch Freiwillige gibt, die für den Bürger in Not buchstäblich ‚durch das Feuer‘ gehen.“ „Es muss darum stets bereitwillig eine Lanze für dieses Ehrenamt gebrochen werden“, fuhr der Hohenleimbacher Ortschef fort, bevor er das Wort zunächst an den stellvertretenden Wehrleiter Nils Schroer übergab, der im Namen der Wehren dann den Referenten des Abends willkommen hieß.
Michael Arndt, der mit über 37 Jahren Berufserfahrung als Schornsteinfegermeister sowie als Innungsobermeister auch für die berufliche Aus- und Weiterbildung des Schornsteinfegernachwuchses mitverantwortlich zeichnet, ist selbst langjähriger - ehemals aktiver - Feuerwehrkamerad. Auf der Grundlage seiner Erfahrungen aus vielen Einsätzen bei solchen Bränden konnte Arndt nun seine Sachkunde zu diesem Thema, stets gewürzt mit einigen Anekdoten und wertvollen Hinweisen „aus der Praxis für die Praxis“ vermitteln.
Von den Ursachen von Schornsteinbränden über den falschen oder unsachgemäßen Betrieb von Feuerstätten zum Beispiel mit ungeeigneten Brennstoffen, den Erscheinungsbildern von Kaminbränden, zu nutzenden Gerätschaften und Werkzeugen für die Bekämpfung eines Kaminbrands und die Gefahren für die Kräfte am Einsatzort wusste Arndt kurzweilig und interessant zu berichten. Auch blieb am Ende des knapp 90-minütigen Vortrags noch genügend Raum, die Fragen aus dem Zuhörerkreis zu beantworten. Die Wehrführer Nils Schroer, Hans Peter Bell, Alwin Nett und Björn Schulz waren sich bei der abschließenden „Manöverkritik“ mit Michael Arndt dann auch einig: eine Veranstaltung die man unbedingt, wenn immer möglich auch bei einer praktischen Einsatzübung, wiederholen sollte.
Pressemitteilung der
Ortsgemeinde Hohenleimbach
