Politik | 07.11.2015, 11:40 Uhr

Senioren-Union der CDU Kreisverband Ahrweiler wählt neuen Vorstand und informiert über Gesundheitspolitik

Wolfgang Kanter bleibt Kreisvorsitzender

Der neue Vorstand der Senioren-Union Kreisverband Ahrweiler. privat
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Kreis Ahrweiler. Die Senioren-Union Kreisverband Ahrweiler, mit knapp 200 Mitgliedern, der viertstärkste Kreisverband in Rheinland-Pfalz, hatte zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung ins Hotel Krupp in Bad Neuenahr eingeladen. Der gesamte Vorstand sowie zehn Beisitzer standen zur Neuwahl an. Ebenfalls neu besetzt werden mussten die Delegierten zur Bezirksdelegiertenversammlung. Wolfgang Kanter, bisheriger und einstimmig wiedergewählter Kreisvorsitzender, hatte zuvor den Tätigkeitsbericht über die Arbeit der vergangenen zwei Jahre vorgetragen. Der ebenfalls wiedergewählte Schatzmeister Manfred Niesig, bescheinigte der Senioren-Union eine ausgeglichene Kassenlage. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden die drei stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Lukas, Manfred Kolling und Viktor Ziegler. Schriftführer bleibt Manfred Wistuba. Günther Armbruster, Ingeborg Heuser, Heinz-Josef Kreusch, Wolfgang Söller und Rolf Stöcker, wurden als Beisitzer wiedergewählt. Rita Lauter, Horst Mostard, Kurt Nelles, Dieter Ulrich und Eleonore Vanelli wurden als Beisitzer neu in den Vorstand gewählt.

Im Mittelpunkt muss der Mensch stehen

Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Dr. med. Fred-Holger Ludwig, stellvertretender Landesvorsitzender der Senioren-Union Rheinland-Pfalz und Mitglied des Bundesvorstandes. Er referierte zum Thema: „Patient zwischen Bürokratie, Recht und Hoffnung“. Dr. Ludwig betonte, dass das moderne effiziente Gesundheitswesen in Deutschland weltweit zu den Leistungsfähigsten gehört. Dennoch steht unser Gesundheitswesen derzeit vor immensen Herausforderungen, wobei auch immer wieder die Diskussionen über Einheitsversicherung, Bürgerversicherung und staatsdirigistische Maßnahmen angestoßen werden. Im Mittelpunkt aller Maßnahmen muss der Mensch stehen. Ziel muss es sein, sowohl Jung und Alt eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung im ambulanten und stationären Bereich zu bieten. Besonders im ländlichen Bereich sind jedoch zunehmend Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Arztstellen feststellbar. Mit Gesetzesänderungen in 2012 und 2014 soll die Versorgung der Patienten vor Ort und die Versorgungsstruktur auf dem Lande flexibler, wohnortnahe und bedarfsgerecht gestaltet werden. Zum Thema individuelle Gesundheitsleistungen (IGL-Leistungen) erläuterte Dr. Ludwig, dass diese erst dann angewandt und vom Arzt vorgeschlagen werden können, wenn er alle ihm gemäß Leistungskatalog zur Verfügung stehenden diagnostischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat.

Zweitmeinung ist Kassenleistung

Eine Leistung, die nicht im Leistungskatalog ausgewiesen ist, der Arzt aber zur exakteren Diagnose benötigt, kann er erst dann anwenden, wenn der Patient aufgeklärt, ihm genügend Zeit zur Entscheidung gegeben wurde und er gegebenenfalls die Möglichkeit einer Zweitmeinung, die nun auch Kassenleistung ist, genutzt hat. Die Leistungen müssen nach der Gebührenordnung der Ärzte mit einer Quittung abgerechnet werden. Feste, willkürliche Beträge sind nicht gestattet.

Patienten gesteuerte Diskussion

Zum Schluss seines Vortrags hob Dr. Ludwig hervor, dass alle Bürger und Patienten in der Mitgestaltung der Gesundheit und der Maßnahmen, die jeder dazu benötigt, aktiver werden müssen. Es braucht eine, auch vom Patienten gesteuerte Diskussion, um Lösungs- und Umsetzungsmöglichkeiten für die anstehenden Herausforderungen im Gesundheitswesen in Deutschland zu finden.

Pressemitteilung

Senioren-Union

Kreisverband Ahrweiler

Der neue Vorstand der Senioren-Union Kreisverband Ahrweiler. Foto: privat

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