Dernauer Bürger entscheiden über das Projekt „Umbau Weinbrunnenplatz“
Bürgermeister Sebastian: Ohnehin Kosten für notwendige Maßnahmen
Bürgerentscheid soll im Herbst durchgeführt werden
Dernau. Ein Ratsbegehren lässt die Dernauer Bürger über den Ausbau des Weinbrunnenplatzes in Dernau entscheiden. Die Regularien zu diesem Bürgerentscheid werden in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 11. August, vom Dernauer Ortsgemeinderat festgelegt. Diese Entscheidung traf der Dernauer Gemeinderat in seiner aktuellen Sitzung jetzt einstimmig. Vorausgegangen waren längere Auseinandersetzungen zwischen Christlicher Demokratischer Union (CDU) sowie der Freien Bürgerliste Dernau (FBL). Auf beiden Seiten blieb hierbei mitunter die Sachlichkeit auf der Strecke. Danach war es in der Öffentlichkeit zu Fehlinterpretationen und zahlreichen Gerüchten - wegen mangelnder Information über das Vorhaben - gekommen. Beispielsweise ist es überhaupt nicht geplant, den an der DAGERNOVA vorbeiführenden Radweg von dort weg zu verlegen. Im Bereich des Festplatzes soll der Radweg nach außen verlegt werden und hier künftig neben der Bundesstraße verlaufen.
Auch zum Wegfall von Parkflächen äußerte sich Alfred Sebastian, der sich seinerzeit stark für die Einführung moderater Parkgebühren eingesetzt hatte. Demnach sind alle Parkplätze an maximal 20 Tagen im Jahr voll ausgelastet. Ansonsten gäbe es entlang der Schmittmannstraße genügend freie Parkflächen. „Insgesamt würden durch die Umgestaltung zehn Parkplätze wegfallen. An Spitzentagen können wir dann die Poller entfernen und diese Plätze so wieder nutzbar machen“, so Sebastian.
Wichtig ist für den Ortsbürgermeister auch, dass aus seiner Sicht auch nach der Umgestaltung die Durchführung des Junggesellenfestes, einschließlich Tauziehen, weiterhin möglich ist.
Bürger werden gefragt
„Wir fragen die Bürger zu dem gesamten Vorhaben am Weinbrunnenplatz. Zuvor werden wir für eine vernünftige Öffentlichkeit des Vorhabens sorgen“, äußerte sich Ortsbürgermeister Alfred Sebastian gegenüber „Blick aktuell“ zu der derzeit verfahrenen Situation. Sebastian selbst befürwortet das Projekt. Die Gesamtmaßnahme ist mit rund 390.000 Euro veranschlagt. Auf Grund von Zuschüssen vom Land und der Straßenbauverwaltung (diese übernimmt zu 100 Prozent die Verlegekosten des Radweges) verbleiben noch - inklusive Eigenleistung - Aufwendungen in Höhe von 135.000 Euro. Davon übernimmt der Verkehrsverein circa 85.000 Euro (einschließlich Eigenleistungen). Auf die Gemeinde Dernau entfiele letztlich ein Anteil etwa 50.000 Euro. „In Anbetracht der Tatsache, dass für das notwendige Fällen der Pappeln, für die Dacherneuerung der alten Pergola sowie für die dringend erforderliche Bühnenerneuerung ohnehin Umbaukosten anstehen, wäre es fatal, wenn wir die öffentlichen Zuschüsse nicht in Anspruch nehmen würden“, begründet Sebastian seine Position im Sinne der Dernauer Bürger.
Der Bürgerentscheid soll im Herbst durchgeführt werden. Die Förderzusagen bleiben bestehen. Diese wurden von den zuständigen Stellen bis Ende dieses Jahres verlängert.
