Allgemeine Berichte | 20.12.2018, 13:18 Uhr

Drei Jahre stationäres Hospiz im Ahrtal

Viele Spendensteine bauten das Haus

Ohne breite Unterstützung hätte das Projekt nicht verwirklicht werden können - Dankabend für die Spender

Zahlreiche Gruppen, Institutionen und Privatpersonen haben das Hospiz in den letzten Jahren mit größeren Spenden unterstützt. Dieses Engagement wurde nun vom Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V. im Rahmen eines Dankabends gewürdigt. Foto: DU
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Vor ziemlich genau drei Jahren, im Dezember 2015, wurde das stationäre Hospiz im Ahrtal feierlich eröffnet. Der Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V., mit seiner Vorsitzenden Ulrike Dobrowolny arbeiteten lange und hart daran, eine stationäre Einrichtung für schwerstkranke und sterbende Menschen im Ahrtal zu schaffen. „Ohne die Unterstützung aus der Bevölkerung und ihr bürgerschaftliches Engagement wäre es uns nicht möglich gewesen, diese Einrichtung zu bauen und heute hier zu stehen“, erklärte Dobrowolny in ihrer Ansprache zur jährlichen Spendensteinehrung. Das Hospiz im Ahrtal hatte gemeinsam mit dem Hospiz-Verein alle, die in den letzten Jahren mit einer größeren Spendensumme einen Baustein für das Hospiz „gesetzt“ haben, eingeladen, um ihnen für ihre Unterstützung zu danken.

Dass es wert war, 25 Jahre für den Bau zu kämpfen, zeigt die Belegungsquote der zehn wohnlich gestalteten Gästezimmer. So sei in diesem Jahr eine Auslastung von 95,2 Prozent erreicht worden. „Unser Team aus 21 Pflegefachkräften, drei Kolleginnen in der Hauswirtschaft, einer Mitarbeiterin in der Verwaltung, einer Mitarbeiterin im Sozialdienst, zwei Seelsorgerinnen, einer FSJ-lerin und 14 unverzichtbaren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat in diesem Jahr 105 Menschen aufgenommen und betreut. Insgesamt konnten wir seit der Eröffnung 307 Gäste mit ihren An- und Zugehörigen auf ihrem letzten Lebensweg begleiten“, erläuterte Hospiz- und Pflegedienstleiterin Yasmin Brost den Spendern eindrucksvoll.

Dass die ehrenamtliche Mitarbeit im Hospiz im Ahrtal unverzichtbar ist, machte Christoph Drolshagen, Geschäftsführer der Hospiz im Ahrtal gGmbH deutlich: „Hospizliches Zuhören öffnet für das Fremde und ist ein starkes Signal in die Gesellschaft für die Haltung der Gastfreundschaft. So zum Beispiel backen wir jetzt in der Adventszeit Plätzchen mit unseren Gästen und deren Angehörigen, singen Weihnachtslieder und lauschen Blaskonzerten, während wir gemeinsam basteln oder das Hospiz dekorieren.“ Brost fügte an: „Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre uns dies einfach nicht möglich.“

Abschließend berichtete Drolshagen von der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“, die sich für Menschen einsetzt, die aufgrund einer fortschreitenden lebensbedrohlichen Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch. „Wir suchen Unterstützer der Charta, die durch ihre Unterschrift dem gesellschaftlichen und politischen Anliegen der Charta noch mehr Gewicht verleihen“, so Drolshagens Appell. Eine Unterschriftenliste liegt in der Begegnungsstätte des Hospiz-Vereins und auch im Hospiz im Ahrtal aus.

Zahlreiche Gruppen, Institutionen und Privatpersonen haben das Hospiz in den letzten Jahren mit größeren Spenden unterstützt. Dieses Engagement wurde nun vom Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V. im Rahmen eines Dankabends gewürdigt. Foto: DU

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