Politik | 04.08.2015

Fahndung nach Pferderipper im Kreis Ahrweiler

Vier Pferde auf Weide in Grafschaft-Gelsdorf misshandelt

PETA setzt 1.000 Euro Belohnung aus

Symbolbild. Foto: benscherjon / pixabay

Gelsdorf. Von Ende Juni bis heute misshandelte ein unbekannter Täter vier Pferde auf einer Weide in Höhe des Industriegebiets Gelsdorf. Laut einer Polizeimeldung verätzte der Tierquäler den Pferden mit einer bisher unbekannten Substanz die Mundschleimhäute und verletzte ein Fohlen vermutlich mit einem spitzen Gegenstand am Auge. Auf der Weide wurden angespitzte Astzweige sowie ein Stück Stacheldraht gefunden. Ein Pferd wurde durch die Zweige an der Kruppe verletzt. Die Polizei in Bad Neuenahr-Ahrweiler bittet um Zeugenhinweise unter Tel. (0 26 41) 97 40. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Informationen aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Zeugen, die Hinweise beisteuern können, haben auch die Möglichkeit, sich telefonisch unter Tel. (0 15 20) 7 37 33 41 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym.

„Bitte helfen Sie mit, diese Tat aufzuklären“, appelliert Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Sadistische Täter belassen es häufig nicht bei Tierquälerei und vergehen sich später unter Umständen auch an Menschen. Pferdehalter und Tierfreunde in der Gegend sollten unbedingt verstärkt achtsam sein und ihre Tiere bestmöglich vor einer ähnlichen Misshandlung schützen.“ PETA weist darauf hin, dass insbesondere Taten, die von sogenannten „Pferderippern“ begangen werden, als Indikator für eine mögliche Vorstufe schwerer Sexual- oder Gewaltdelikte gelten. Zahlreiche Mörder vergingen sich zunächst an Tieren, bevor ihnen Menschen zum Opfer fielen. So ließ der als „Rhein-Ruhr-Ripper“ bekannte Serienmörder Frank Gust seine perversen Fantasien zunächst an Pferden, Schafen und Rindern aus, bevor er vier Frauen auf exakt dieselbe Weise tötete wie zuvor die Tiere. Bereits in den 1990er Jahren erschütterte eine Serie von „Pferderipper“-Taten die Republik: Damals wurden über 100 Pferde, vorzugsweise in Niedersachsen, gepeinigt.

Die Tierrechtsorganisation rät Pferdehaltern daher zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem werden die Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen auszuführen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind. Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Pressemitteilung PETA Deutschland e.V.

Symbolbild. Foto: benscherjon / pixabay

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Dienstleistungen
Titelanzeige KW 15
Mitarbeiter IT-Administrator
Wohnträume
Werksverkauf Anhausen
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Blütenfest Meckenheim
Anzeige Beratertage Schlafexperte
Empfohlene Artikel
Gewässerschutz an der Ahr erfordert umfangreiche technische Bauwerke
32

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie zurückliegend berichtet, hatten SPD-Ortsverein und Stadtratsfraktion Bad Neuenahr-Ahrweiler an Ministerpräsident Alexander Schweitzer gewandt, um auf eine größtmögliche Förderung der im Stadtgebiet notwendigen technischen Bauwerke zur Gewässerwiederherstellung zu erreichen. Geringere Probleme bereiten dabei die unmittelbar am Gewässer liegenden Baumaßnehmen, wie z.B. zur Wiederherstellung der Karl-von-Ehrenwall-Allee im Stadtteil Ahrweiler.

Weiterlesen

18

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Montag, 13. April, und Montag, 27. April, findet von 16 bis 18 Uhr wieder ein Reparatur-Treff im Haus der Familie / Mehrgenerationenhaus (MGH) in Bad Neuenahr statt. Organisiert wird das Angebot in Zusammenarbeit von MGH, der katholischen Familienbildungsstätte und dem Seniorennetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Anke Kern hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
0

Anke Kerns vielfältiges Engagement trägt wesentlich zum Zusammenhalt in Stebach bei

HeimatHelden: Anke Kern aus Stebach hat ein Herz für die Gemeinschaft

Kreis Neuwied/Stebach. In der BLICK aktuell-Reihe „HeimatHelden“ werden Menschen vorgestellt, die sich in besonderer Weise für ihr Umfeld einsetzen. Eine von ihnen ist Anke Kern aus Stebach, die sich seit vielen Jahren mit großem persönlichen Einsatz in das Dorfleben einbringt.

Weiterlesen

Der Zustand der L83 wird regelmässig bemängelt. Foto: GS
25

Viele wünschen sich einen Fahrradweg an der L83 - aber ist das auch realisierbar?

HeimatCheck: Kempenich/Hausten: Fahrradweg bleibt vorerst Wunschdenken

Kempenich/Weibern/Morswiesen. Immer wieder erreichen die Redaktion Hinweise von Leserinnen und Lesern zum Zustand der Mayener Straße (L83) zwischen Kempenich, Weibern und Hausten. Die Kritik: deutliche Fahrbahnschäden und der Wunsch nach einem sicheren Radweg entlang der Strecke. Im Rahmen der Reihe „HeimatCheck“ hat BLICK aktuell beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) nachgefragt.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
132

Eine unglaublich brutale Tat ereignete sich gestern an der Mosel:

12.04.: Mosel: Unbekannte enthaupten Schwan und stehlen Eier

Region. Am Morgen des 12.04.2026 wurde am Moselufer in Andel ein getöteter Schwan von Anwohnern aufgefunden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde dem Tier durch eine bislang unbekannte Person das Brustfleisch entnommen und der Kopf abgetrennt. Zudem wurden aus dem Nest eines brütenden Schwanenpaares sechs Eier entwendet.

Weiterlesen

Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Werbeplan 2026
Jörg Schweiss
Wir helfen im Trauerfall
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Titelanzeige KW 15
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Stellenausschreibung: Betriebshof
10 Jahre Bella Vita Frauenfitness
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26