Rückblick auf erfolgreiche Premiere
Wiederaufbau im Ahrtal ist auch Frauensache
aus Altenahr
Verbandsgemeinde Altenahr und Julius Berger International setzen Zeichen für Frauen in technischen Berufen
VG Altenahr / Bad Neuenahr-Ahrweiler. Technik, Planung, Verantwortung und Zukunft gestalten: Der Wiederaufbau im Ahrtal ist eine Mammutaufgabe, die vom Engagement starker Teams lebt. Dass dabei Frauen eine tragende Rolle spielen, ist in der Verbandsgemeinde Altenahr gelebte Praxis. Unter dem Motto „Wiederaufbau ist auch Frauensache“ zeigt die Verwaltung gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Julius Berger International, wie vielfältig, zukunftsorientiert und sinnstiftend Berufe im Bau- und Projektmanagement gerade für junge Frauen sind.
Wie nahbar diese Praxis ist, erlebten kürzlich acht Schülerinnen bei einer erfolgreichen Premiere. Die Verbandsgemeinde Altenahr nutzte den diesjährigen bundesweiten Girls‘ Day, um erstmals ihre Türen gezielt für den weiblichen Nachwuchs zu öffnen. „Der Wiederaufbau unserer Heimat ist ganz klar auch Frauensache“, betont Bürgermeister Dominik Gieler. „Gerade deshalb ist es mir wichtig zu zeigen, dass Frauen in der Bauverwaltung, in der Planung und im Projektmanagement eine zentrale Rolle spielen. Wer bei uns reinschnuppert, sieht schnell: Technik, Organisation und Verantwortung sind spannende Zukunftsfelder – auch und gerade für junge Frauen.“
Die Zahlen der Verbandsgemeinde unterstreichen dieses Statement: Von den derzeit 74 Mitarbeitenden sind 46 Frauen. Der Frauenanteil in der Verwaltung liegt somit bei 62 Prozent, in der Bauabteilung sogar bei beeindruckenden 66 Prozent. Viele von ihnen sind aktiv an der Umsetzung von rund 700 Sanierungs- und Wiederaufbaumaßnahmen beteiligt – von Schulen über Brücken und Straßen bis hin zu Gewässern.
Wie ein solches Großprojekt in der Realität aussieht
konnten die Schülerinnen unter anderem an der Brücke „Vor Kiehren“ in Hönningen erleben. Ab Mitte 2026 soll dort eine moderne Brücke die Ahr auf 49 Metern überspannen – ohne Mittelpfeiler, hochwassersicher und mit einem Unterbau aus klimafreundlich produziertem Beton. Vor Ort erfuhren die Teilnehmerinnen von Projektleiter Clemens Wecke aus erster Hand, worauf es bei der technischen Planung ankommt.
Ermöglicht wurde diese Praxis-Premiere durch die enge Zusammenarbeit mit dem Bau- und Projektentwicklungsunternehmen Julius Berger International. Im Regionalbüro auf dem Sprengnetter Campus in Bad Neuenahr-Ahrweiler erhielten die Mädchen tiefere Einblicke in das moderne Projektmanagement. „Mir ist es wichtig, Schülerinnen zu zeigen, welche spannenden Möglichkeiten dieser Bereich Frauen bietet“, erklärt Projektmanagerin Alina Hahn, bevor es zu einem Rundgang durch die einzelnen Büros ging. „Der Wiederaufbau zeigt ganz konkret, dass technische Berufe enorme Gestaltungsspielräume bieten – und dass Frauen dabei nicht die Ausnahme, sondern ein selbstverständlicher Teil des Teams sind.“
Die Aktion sollte vor allem eines: Lust auf die Zukunft machen. Die Verbandsgemeinde und Julius Berger International verstehen sich dabei nicht nur als Projektpartner, sondern auch als attraktive Arbeitgeber der Region – mit Angeboten für Praktika, Ausbildung und den Direkteinstieg. „In der Verbandsgemeindeverwaltung freuen wir uns über jede junge Frau, die sagt: Das könnte etwas für mich sein. Die Arbeit bei uns ist extrem vielfältig“, so Bürgermeister Gieler abschließend.
Wer sich für ein Praktikum oder eine Ausbildung bei der Verbandsgemeinde interessiert, meldet sich gern beim Personalamt der Verbandsgemeindeverwaltung per E-Mail an Personalamt@altenahr.de.
Zukunft im Blick: Schülerinnen informierten sich auf der Baustelle der Brücke „Vor Kiehren“ in Hönningen über den modernen Wiederaufbau im Ahrtal. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr
