Das Zentrum Operative Kommunikation ist in Dienst gestellt
Feierlicher Appell in der General Delius-Kaserne
Mayen. Am vergangenen Freitag wurde mit einem feierlichen Appell das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw) in der General-Delius-Kaserne auf dem Mayener Kürrenberg feierlich in Dienst gestellt. Die Zusammenführung des dort beheimateten und gleichzeitig aufgelösten Zentrums Operative Information (ZOpInfo) und des kürzlich bereits in Koblenz aufgelösten Bataillons 950 für Operative Information macht personell den Standort und damit die Stadt Mayen zu einem der wenigen Gewinner der Bundeswehrreform. Das seinen Dienst aufnehmende neue Zentrum wird gut 900 Kräfte haben, inklusive der zivilen Beschäftigten. An der sich nahezu verdoppelnden Zahl der Offiziere kann der Stellen- und Aufgabenwert des neuen Zentrums ermessen werden. Bei dem von Oberst Michael Mattes kommandierten und vom Heeresmusikkorps Koblenz musikalisch umrahmten feierlichen Appell stellte Generalmajor Hans-Werner Wiemann als Kommandeur Territoriale Aufgaben das neue Zentrum als dessen Vorgesetzter offiziell in Dienst. Dazu entrollte General Wiemann die Truppenfahne neuen Zentrums und überreichte sie an Oberst Christian Bader, dem ehemaligen Chef des ZOpInfo und Kommandeur des neuen Zentrums. Zu dieser Zeremonie waren auf dem großen Platz vor dem Kasino die Soldaten sowie die zivilen Angestellten des ehemaligen ZOpInfo und des Bataillon 950 für Operative Information angetreten. Etwa 60 Kürrenberger Soldaten waren jedoch aktuell im weltweiten Einsatz tätig, vorwiegend in Afghanistan. „Aus der Abfolge der Bezeichnungen Psychologische Kampfführung, Psychologische Verteidigung, Operative Information, Informationsoperationen und schließlich Operative Kommunikation wird deutlich“ so General Wiemann in seiner Ansprache „wie sehr sich das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr, abgeleitet aus dem Wandel des sicherheitspolitischen Umfelds und aus knapp 20 Jahren Erfahrungen in Auslandseinsätzen, verändert hat.“ Aufgrund der mitgebrachten Kompetenzen führte General Wiemann weiter aus, lag es bei der Neustrukturierung der Bundeswehr nahe, dem neuen Zentrum drei Unterstützungsaufgaben zuzuordnen oder zu belassen, die nicht zu den Instrumenten der Operativen Kommunikation gehören: 1. Das Dezernat Einsatzkamera dokumentiert Einsätze der Bundeswehr für Zwecke der politischen und militärischen Führung der Truppe. Hierzu wird vor Ort journalistisch sauber recherchiert und gefilmt. 2. Als schon bisher bekannteste Einrichtung des aufgelösten Zentrums das Dezernat Betreuungsradio, weltweit bekannt als Radio Andernach, wo diese Einrichtung ihren Anfang nahm und 3. Das Bundeswehr-Betreuungsfernsehen bwtv, das als Pendant zu Radio Andernach in Kürrenberg aufgebaut wird. Oberst Christian Bader sprach als ehemaliger und neuer Kommandeur zu seinen Soldaten sowie den zivilen Angestellten. Oberst Bader lies im Blitzdurchgang die vergangenen Jahre Revue passieren und unterstrich damit die Erfolgsgeschichte des Zentrums. „Sie alle, die Sie ihren Beitrag für die Entwicklung unseres Aufgabenbereichs in den Einsätzen geleistet haben, sind unser wichtigstes Potenzial, dem ich zu großem Dank verpflichtet bin und auf das ich sehr stolz bin“ machte Oberst Bader Mut für die Zukunft. Bevor das Heeresmusikkorps den Appell mit der Nationalhymne beendete, enthüllten General Wiemann und Oberst Bader gemeinsam das Wappen der neuen Einheit im klassischen Blau als eine der Grundfarben der Heraldik gehalten. Die Traditionslinien zu Vorgängerorganisationen werden durch einen Pfeil mit zwei parallel verlaufenden Linien symbolisiert und bilden gleichzeitig das Barettabzeichen des Aufgabenbereichs. Das Eiserne Kreuz symbolisiert die Operative Kommunikation als bundeswehrgemeinsame Aufgabe. Der Standort Mayen wird durch den Maienbaum und den Schlüssel als Teile des Stadtwappens repräsentiert. Die tiefe Verankerung des Standortes im Wappen der neuen Einheit mag darauf hoffen lassen, dass dem neuen Zentrum, den Soldaten sowie deren Familien ein langes Verbleiben am Standort Mayen möglich ist.
Das Heeresmusikkorps Koblenz, der Ehrenzug und die Truppenfahne auf dem Weg zum Festplatz vor dem Ebbi-Riedel-Haus, dem Ort des feierlichen Appells. Fotos: WE
Generalmajor Hans-Werner Wiemann (r.) und Oberst Christian Bader haben das künftige Wappen des Zentrums Operative Kommunikation enthüllt.
Kommandeur Oberst Christian Bader (l.) blickt optimistisch in die Zukunft, auch wenn sein Vorgesetzter Generalmajor Hans-Werner Wiemann die Truppenfahne des Zentrums Operative Information für immer einrollt.
Generalmajor Hans-Werner Wiemann (r.) und Oberst Christian Bader schreiten gemeinsam mit Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis und MdB Mechthild Heil die Formation der angetretenen Soldaten sowie der zivilen Mitarbeiter des ehemaligen Zentrums Operative Information und des aufgelösten Bataillon 950 für Operative Information aus Koblenz ab.
