Allgemeine Berichte | 30.04.2013

Wecken in Sayn

„Piffjer un‘ die Drumm“

Formation „Tradition“ spielte das Kirmeswecken

Mit Musik zog man durch die Sayner Straßen. PS

Sayn.Sie haben auf einem Bierdeckel unterschrieben die Tradition hoch zu halten und am Kirmessonntag standen sie aus der Konsequenz daraus pünktlich um sechs Uhr vor dem Sayner Schloss, um als traditionelles Weckkommando durch „Ahl Sään“ zu ziehen mit ihrem Flöten und Trommeln. Und da sie zwei Tage zuvor beim „Lebend-Kicker-Turnier“ den Wanderpokal gewonnen hatten, wurde der symbolisierte Kirmesbaum mit Eierkrone auf der „dicken Trommel“ festgezurrt und morgens mitgenommen. „Für uns ist es eine Ehre, diese Tradition fortzuführen“ und daraus ergab sich dann schließlich auch der Formationsname, der in weißen Buchstaben auf blauen Pullovern prangte: „TRADITION“. Eine bunt gemischte Truppe um Alois, Claudia, Dennis, Klaus, Mark, Markus, Rainer, Ralf, Sabine, Stefan und Tobi. Auch, wenn man sich nicht immer ganz über Tonlage und Einsätze einig war, bot die muntere Truppe ein tolles Spiel und manche Bewohner standen schon wartend an den Fenstern, um den Marschmusik-Klängen zu lauschen - „Gruß an Kiel“, „Hoch Heidecksburg“, dem „Yorkscher Marsch“ oder vielen anderen. Währenddessen dachten die Musiker wohl schon an ihre erste Station in „dä Vierstadt“, als sie am Pestkreuz von einer „Erfrischung“ in Destillatform „überrascht“ wurden. Vorbei am Schloss, „zwischen den Mauern“ und den drei Kanonen kehrten sie dann zu einem Umtrunk auf der Engerser Landstraße ein, natürlich wurden hier einige Melodien zum Besten gegeben. Wortwitz und die neuesten Neuigkeiten aus dem Ort wurden ausgetauscht, Erinnerungen an Weckeinsätze der zurückliegenden Jahrzehnte aufgefrischt. „Wäs de noch?“, hieß es dabei mal ganz schnell und so kam das Wort auch wieder auf Kameraden, die heute nicht mehr mit dabei sein können. Ein letzter Gruß und weiter ging es zur Kirmespräsidentin Tanja Hoppen, die mit ihren „Sääner Mädels“ den Kirmesjahrgang 2013 stellte.

Sie hatten zum Frühstück eingeladen und sogar Kaffee wurde hier gereicht, eine Stärkung natürlich auch. Die „Mädels“ reihten sich in die Formation mit ein und so ging es durch das „Fritz-Pohlmann-Gedächtnis-Gässchen“ weiter Richtung „Musikerviertel“ zur Händelstraße. Hier wiederholte sich die herzliche Erfrischungseinladung, ebenfalls, als man zur nächsten Station in der Fürstin-Leonilla-Straße eintraf.

Hier formierte sich der „Jahrgang 2009“ und die Bar war schnell erfüllt von Jahrgangsmitgliedern, Musikern, Instrumenten und Klängen. Den Gassenweg hoch zur nächsten Station. Nach weiterer flüssiger Stärkung wurden die Wege länger, der Formationsschritt schwieriger, aber die Aktiven hielten sich tapfer und erfreuten auch weiterhin mit ihrer Marschmusik. Nun ging es durch den Schlosspark zu weiteren Stationen in „Ahl Sään“, bevor die „Tradition“-Formation unter Beifall im Festzelt einmarschierte. „Toll, dass sich Menschen heute noch bereit erklären, die Tradition nicht sterben zu lassen und das in vielerlei Facetten rund um das Brauchtum der ‚Sääner Kermes‘“

-PS-

Mit Musik zog man durch die Sayner Straßen. Foto: PS

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