Tierschutzverein Andernach und Umgebung e.V.
1. Treffen der Vorstände regionaler Tierschutzvereine
Weitere Treffen sollen folgen
Andernach. Auf Anregungen der 1. Vorsitzenden des Tierschutzvereins Andernach u. U. e.V. Dr. Monika Hildebrand fand ein erstes Treffen der Vorstände der regionalen Tierschutzvereine statt. Im vereinseigenen Tierheim in Andernach konnten Dr. Monika Hildebrand, Liane Hoffmann und Dorothee Schünemann-Diederichs die Gäste begrüßen. Vertreterinnen und Vertreter der Tierschutzvereine Koblenz, Mayen und Remagen hatten ihr Kommen zugesagt.
Nach einem Rundgang durch das Tierheim setzte man sich zu einem ersten Kennenlernen zusammen. Kaum zu glauben, dass es diesen Anstoß des Tierheims Andernach brauchte, damit sich engagierte Tierfreunde, die sich alle dem Tierschutzgedanken verpflichtet sehen und ehrenamtliche Vorstandsarbeit leisten, zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch treffen. Schon bald wurden wichtige Aspekte sachkompetent diskutiert.
Katzenschutzverordnung dringend notwendig
Im Mittelpunkt stand die dringende Notwendigkeit einer Katzenschutzverordnung. Nur durch eine Kastrationspflicht sowie eine Kennzeichnung und Registrierung freilaufender Katzen kann das Katzenelend endlich eingedämmt werden. Der Appell für eine Kastration einzutreten, gilt auch für Katzenbesitzer, die ihr Tier nur im Haus halten. Ein Drittel des „ungewollten“ Nachwuchses stammt nämlich von diesen Katzen. Durch ein lautes Geräusch oder das Vergessen die Verandatür zu schließen, kann jede Katze einmal ungewollt entwischen. Leider sind zu viele Kommunen noch nicht bereit, eine tragfähige Verordnung im Sinne des §13b des Tierschutzgesetzes für ihren Bereich zu erlassen.
Unseriöser Tierverkauf über das Internet
Ein weiterer Schwerpunkt war die bedenkliche Zunahme des unseriösen Tierverkaufs über das Internet sowie Zeitungsanzeigen über dubiose Tiervermehrer aus dem Inland und Ausland.
Auch in diesem Fall muss weitere intensive Aufklärungsarbeit betrieben werden. Die oft kranken Tiere verursachen enorme Tierarztkosten. Weder das Muttertier noch die geborenen Jungen wurden ordnungsgemäß tierärztlich versorgt, artengerecht untergebracht und gefüttert. Eine Profitrechnung auf Kosten der armen Tiere und des gutgläubigen Käufers. Der vermeintliche „Schnäppchenpreis“ kommt beiden teuer zu stehen. Wie immer, wenn sich ein Tierheim verantwortungsbewusst beste Arbeit und Betreuung für die Tiere leisten will, wird auch die Finanzierungsfrage zum Gesprächsthema.
Die „Entsorgung“ kranker und alter Tiere, besonders von Katzen, stellt ein großes finanzielles Problem dar. Ein Tierheim versorgt seine anvertrauten Tiere 365 Tage im Jahr. Personalkosten, Tierarztkosten und Futterkosten sowie die Instandhaltung der Gebäude sind Posten, für die jedes Jahr das Zittern beginnt, ob die Beträge reichen. Nicht zu vergessen ist, dass der Tierschutz über das Betreiben eines Tierheims hinausgeht. Alle Beteiligten stimmten überein, dass ein solches Treffen nicht einmalig sein darf und die Kooperation bei gemeinsamen Zieldimensionen sinnvoll und wünschenswert ist. So wurde bereits ein neues Treffen im Sommer in Koblenz vereinbart.
