Allgemeine Berichte | 12.11.2025

Zusätzlich fordert die Organisation ein deutschlandweites Haltungsverbot von Wildtieren

12.11.: Großkatzen-Sichtung bei Altenahr: PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

PETA hat eine Belohnung für Hinweise zu diesem unbekannten Tier ausgelobt. Foto: VG Altenahr

Altenahr. Medienberichten zufolge wurde mutmaßlich eine Großkatze in einem Waldgebiet bei Altenahr gesehen. Ein Jäger entdeckte und fotografierte das Tier am Dienstagabend von einem Hochsitz aus. Um welches Tier genau es sich handelt, ist auf Grundlage dieser Schwarz-Weiß-Aufnahmen nicht eindeutig feststellbar. Ein Fährtensucher soll nun anhand möglicher Spuren die Tierart näher bestimmen. Die Verbandsgemeinde Altenahr rät Waldbesuchern, auf den Wegen zu bleiben, Hunde anzuleinen und bei Sichtung Abstand zu halten. PETA fordert Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf, Handel und Haltung von „exotischen“ Wildtieren für Privatpersonen zu verbieten.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären und den Halter des Tieres zu ermitteln, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die den Halter oder die Halterin zweifelsfrei identifizieren. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – bei Bedarf auch anonym.

„Selbst wenn sich die vermeintliche Großkatze wie der Puma vom Geiseltalsee oder die Löwin in Kleinmachnow als andere Tierart entpuppen sollte, zeigt der Fall erneut, dass der unregulierte Handel mit gefährlichen Wildtieren in Deutschland erschreckende Ausmaße angenommen hat. Sogar Großkatzen wie Tiger und Löwen können im Internet gekauft werden und in vielen Bundesländern ist ihre private Haltung legal“, so Björn Thun, Fachreferent bei PETA. „Zum Schutz von Mensch und Tier fordern wir ein generelles Haltungs- und Verkaufsverbot von Wildtieren.“

PETA fordert generelles Haltungsverbot von Wildtieren in Privathaushalten

Die Tierrechtsorganisation kritisiert, dass der Kauf von gefährlichen und anspruchsvollen Tieren unabhängig von dringend erforderlichem Fachwissen noch immer erlaubt ist. In der Folge brechen jedes Jahr Hunderte wilde Tiere aus ihren Terrarien oder Gehegen aus oder werden von überforderten Personen einfach ausgesetzt. Tierheime und Tierauffangstationen sind häufig überfüllt mit „exotischen“ Wildtieren, die einen besonders großen Anspruch an ihren Lebensraum haben. Viele von ihnen leiden daher unter mangelhaften Haltungsbedingungen und sterben verfrüht.

Das Ergebnis einer Studie, welche vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) 2020 vorgestellt wurde, bestätigt zudem, dass der Handel mit „exotischen“ Wildtieren zum weltweiten Artensterben beiträgt und dass besonders aus Gründen des Arten- und Naturschutzes dringend entsprechend gehandelt werden muss.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

Pressemitteilung PETA

PETA hat eine Belohnung für Hinweise zu diesem unbekannten Tier ausgelobt. Foto: VG Altenahr

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Schmitz, P: Die illegale Abfallentsorgung nimmt leider Überhand. Habe schon mehrere Male Firmenmitarbeiter von ausländische klingenden Firmen bei mir am Glas Container in der Straße aufgefordert ihren Müll wieder au zu laden.

Immer mehr Vandalismus in Bad Neuenahr-Ahrweiler

  • Schmitz, P: Leider gibt es in Deutschland viel zu wenige Kameras zur Videoüberwachung von öffentlichen Einrichtungen. Überall sonst in Europa ist das kein Problem.
  • Jürgen Stark : Diejenige, die es betrifft lesen den Artikel eh nicht und es ist ihnen egal.
  • MädchenMom: Aus pädagogischer, gesellschaftlicher und gleichstellungsbezogener Perspektive halte ich eine geschlechtsbezogene Ausgrenzung in der Kinder- und Jugendarbeit für problematisch. In einer modernen Gesellschaft,...
Gesundheitsmagazin Kreis AW
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Kirmes in Weißenthurm
Mitarbeiter/in Patientenanmeldung
Tag der offenen Tür der FFW Oberwinter, 30.05.26
JGV-Fest Ringen-Bölingen
Anzeige KW 21
Imageanzeige
Stellenanzeige Verkäufer/in
Empfohlene Artikel
Die Kläranlage in Sinzig wurde nach der Flut provisorisch repariert und soll ihren Dienst noch bis etwa 2032 versehen. Foto: GS
315

Remagen/Sinzig. 300 Meter Luftlinie von Kripp entfernt wird auf einem Areal von sieben Hektar im südlichen Stadtgebiet von Remagen eine der modernsten und nachhaltigsten Abwasserreinigungsanlagen Europas neu gebaut. Bauherr ist der Abwasserzweckverband (AZV) Untere Ahr, dem die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Stadt Remagen, Stadt Sinzig, Teile der Gemeinde Grafschaft sowie der Verbandsgemeinde Altenahr und die Verbandsgemeinde Bad Breisig angehören.

Weiterlesen

Der hochkarätige Cast der ARD-Produktion zur Flutkatastrophe.  Foto: SWR/307 Production/Willy Dettmeyer
2324

Ahrtal. Die fiktionale Serie „Im Tal“ (AT) erzählt in vier Episoden von der Jahrhundertflut, die am 14. Juli 2021 das Leben der Menschen im Ahrtal unwiderruflich verändert hat. Auch für die beiden Freundinnen Lena und Nicola und ihre Familien ist alles, was bislang sicher schien, in Frage gestellt: ihre Freundschaft, ihre Zukunft, ihr Leben. Gedreht wird die Serie seit dem 19. Mai in Belgien und später im Ahrtal.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Kaikoro – Adobe Stock
403

Köln. Auf der A4 in Richtung Heerlen/Aachen zwischen Köln-Klettenberg und dem Kreuz Köln-West ist die Fahrbahn zurzeit auf zwei Fahrstreifen verengt. Wie der ADAC meldet, ist ein Feuerwehreinsatz ursächlich für die Sperrung eines der Fahrstreifen. BA

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
47

45-Jähriger wehrte sich gegen polizeiliche Maßnahmen und Behandlung durch Rettungsdienst

23.05.: Neuwied: E-Scooterfahrer stürzt und zieht sich schwere Kopfverletzungen zu

Neuwied. Am Samstagmittag, 23.05.2026, wurde der Polizei Neuwied ein Verkehrsunfall mit einem alleinbeteiligten E-Scooter-Fahrer im Bereich Neuwied-Niederbieber gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass der 45-jährige Neuwieder ohne Fremdbeteiligung zu Fall gekommen und auf den Kopf gestürzt sein dürfte.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
35

Mechernich. Am Freitagnachmittag (22. Mai) fiel ein 25-jähriger mechernicher Fahrzeugführer auf, nachdem er von Zülpich kommend in Richtung Kall in Schlangenlinien fahrend angehalten und kontrolliert werden konnte. Hierbei stellte die kontrollierende Streifenwagenbesatzung fest, dass der junge Mann nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war und unter Drogeneinfluss stand.

Weiterlesen

Dienstleistungen
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige 2026
Regionales aus Ihrem Hofladen
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin Kreis AW
Anlagenmechaniker
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Show Alive
Kirmes in Weißenthurm
Koblenzer Fashion Show
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0313#
Koblenz Fashion Show
Media-Auftrag 2026/27
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  - CommodityNahe_BA_Rheinschiene
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0313#