Allgemeine Berichte | 01.04.2026, 13:34 Uhr

Klaus Fey und Peter Bettendorf waren einst Einst Flugschüler und Lehrer

Bad Neuenahr: Nach 50 Jahren wieder gemeinsam in der Luft

Klaus Fey hatte einen außergewöhnlichen Jubiläumsflug.  Foto: privatt
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Bad Neuenahr. Klaus Fey und Peter Bettendorf haben am Flugplatz Bad Neuenahr-Ahrweiler ein außergewöhnliches Fliegerjubiläum gefeiert: Vor einem halben Jahrhundert saßen die beiden zum ersten Mal gemeinsam im Cockpit.

Als sich am 15. März 2026 die C42 – das ultraleichte Schleppflugzeug des Luftsportvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler – mit der vereinseigenen ASK 21 B am Seil in den Himmel über der Ahr erhebt, ist das für die beiden Insassen des Seglers ein ganz besonderer Moment: Fast auf den Tag genau 50 Jahre zuvor waren Klaus Fey und Peter Bettendorf zu ihrem ersten gemeinsamen Flug gestartet.

Begonnen hatte alles am Flugplatz Trier-Euren (EDRD) in den 1960er- und 1970er-Jahren: Klaus Fey hatte dort 1968 im Alter von 16 Jahren im Aeroclub Trier mit dem Segelflug begonnen. 1976 stieß Peter Bettendorf über seinen Vater dazu. Nach psychologischem Gutachten, einer Sondergenehmigung der Bezirksregierung und mit reichlich Bleiballast im Cockpit durfte „Pittchen“ am 14. März 1976 seinen ersten Schulflug absolvieren. Auf dem hinteren Sitz des Schulseglers MÜ 13 E, besser bekannt als „Bergfalke“, saß ein junger Pilot namens Klaus. Für ihn war es nach dem Lehrgang in Bad Sobernheim der erste Einsatz als Fluglehrer – und für seinen Schüler der erste Schritt in die Fliegerei.

Wenige Jahre später trennten sich die Wege der beiden Piloten aus Trier. Peter wurde im Januar 1983 zur Bundeswehr eingezogen und erhielt dort die Zusage zur Jetausbildung. Er flog zunächst die McDonnell Douglas Phantom, bildete von 1991 bis 1995 in Texas Jetpiloten auf dem zweistrahligen Trainer Northrop T-38 aus und schulte 1996 in England auf den Panavia Tornado um. Seit seiner Pensionierung Ende 2003 ist er als Kapitän bei einem namhaften Betreiber von Business Jets tätig – im Cockpit einer Bombardier Global 6000 ist er weltweit im Einsatz.

Ganz zivil verlief die fliegerische Laufbahn von Klaus Fey: Nach seinem Studium in Bonn arbeitete er zunächst als Pädagoge, dann in der Werbung und schließlich als Verleger für Luftfahrtliteratur und -zeitschriften. Das Segelfliegen blieb dabei stets seine große Leidenschaft. Viele Jahre war er als Gastfluglehrer im Haus der Luftsportjugend in Hirzenhain aktiv. Seit 1988 ist der LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler seine fliegerische Heimat. Hier ist er bis heute als Lehrer für Segelflug und Motorsegler aktiv. Zudem fliegt er regelmäßig Oldtimer im Vintage Glider Club.

So unterschiedlich die fliegerischen Biografien auch verlaufen sind, eine Zahl eint sie: 11.000. Bei Peter sind es die Flugstunden – rund 4200 in militärischen sowie etwa 6800 in zivilen Jets, ergänzt durch etliche Stunden im Motor- und Segelflug. Ganz so viele Stunden hat Klaus Fey zwar nicht, dafür kommt er auf etwa 11.000 Starts, davon rund 9000 an der Winde im Schulbetrieb.

Auch der Schlepppilot an diesem Tag hat jahrzehntelange Erfahrung: Thomas Marr brachte die beiden Jubilare sicher in die Thermik. Bei bestem Wetter genossen sie ihren lautlosen Flug und tauschten Erinnerungen aus 50 Jahren Fliegerei aus. Zwei Lebenswege, die einst gemeinsam im Segelflug begonnen haben.

Klaus Fey hatte einen außergewöhnlichen Jubiläumsflug. Foto: privatt

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