Allgemeine Berichte | 30.11.2021, 14:09 Uhr

BUGA-Freunde Koblenz richten ihren Blick auf den Friedhof und den Landschaftspark

200 Jahre Hauptfriedhof Koblenz

Auf dem Hauptfriedhof.Quelle: BUGA-Freunde Koblenz, Heinfried Rhoden

Koblenz. Eigentlich sollte das Jubiläum im Jahr 2020 mit vielfältigen Veranstaltungen begangen werden. Corona-bedingt war dies nicht möglich. Die BUGA-Freunde griffen das Thema in ihrer Reihe „Grüne Stadt am Wasser“ nun in diesem Jahr auf.

Gemeinsam mit dem Fotografen Michael Jordan entstand ein Video über den Koblenzer Hauptfriedhof. Es ist unter dem nachstehenden Link auf YouTube zu sehen https://www.youtube.com/watch?v=umM6Asg2Ns4

Manfred Böckling M.A., Germanist & Kunsthistoriker, begibt sich auf eine Zeitreise über den historischen Teil des Friedhofs. Inspiriert durch die Grabstätte von Karl Baedeker stellt er besonders gestaltete Grabsteine vor und erzählt so manch spannende Geschichte aus dem Leben der dort Ruhenden. Andreas Drechsler, Werkleiter des Eigenbetriebs Grünflächen und Bestattungswesens, spricht über den aktuellen Stand der Friedhofsplanung, neue Bestattungsformen und die zukünftige Entwicklung des Landschaftsparks Hauptfriedhof Koblenz. „Wir sind sicher, beim Anschauen des Videos entdeckt der Betrachter Neues und so nicht Bekanntes. Um unseren Mitgliedern die Möglichkeit weiterer Einblicke zu ermöglichen, führten wir im November 2021 drei Exkursionen mit Herrn Böckling und Frau Rita Reusch, Bereichsleiterin des Geschäftsbereichs Bestattungswesen des Eigenbetriebs Grünflächen und Bestattungswesen durch“, sagt Anna Maria Schuster, Geschäftsführerin der BUGA-Freunde Koblenz.

Bei zwei Führungen standen der historische Bereich des Hauptfriedhofs entlang der Beatusstraße und die unteren Terrassenfelder im Fokus. Anhand ausgewählter Grabstätten historischer Persönlichkeiten wurde die Geschichte des Hauptfriedhofs und der Stadt Koblenz lebendig. Auch der Wandel des Totengedenkens und der Bestattungskultur waren die Themen.

Der dritte Rundgang verlieft im Bereich des Hauptfriedhofs am Hüberlingsweg. Diese Führung zeigte die jüngeren Teile des Friedhofs. Neben den beiden Alliierten-Friedhöfen waren hier modernere Grabstätten zu entdecken, die wegen ihrer Form oder der dort bestatteten Personen von Interesse waren. Die aktuelle Entwicklung des Hauptfriedhofs bis hin zu neuen Grabfeldern mit besonderer Gestaltung wurde ebenfalls vorgestellt.

Der Koblenzer Hauptfriedhof, „Ein Park für die Lebenden und die Toten“ so beschriebt ihn das Buch zum 200-jährigen Jubiläum, dass 2020 von Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen herausgegeben wurde. Der Hauptfriedhof ist nunmehr seit 200 Jahren in erster Linie die Begräbnisstätte für die Toten und ein Ort für die Trauernden und Leidtragenden. Die Anlage der Grabfelder, umringt und gegliedert durch Bäume und Sträucher, verleiht dem Friedhofsgelände den Charakter eines waldartig angelegten Landschaftsparks. Der Hauptfriedhof ist ein innerstädtischer Grünzug, der auch den Lebenden als Ort der Stille und der Erholung im respektvollen Umgang mit der Würde der Stätte dient.

Die Friedhofskultur in Deutschland ist immaterielles Kulturerbe. Auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission hat die Kultusministerkonferenz die Aufnahme in das bundesweite Kulturerbe-Verzeichnis beschlossen.

Zum Immateriellen Kulturerbe ernannt wurde das, was Menschen auf dem Friedhof tun: Trauern, Erinnern und Würdigen genauso wie Gestalten, Pflegen und Weiterentwickeln. Das Ziel soll sein, das Bewusstsein zu schaffen, welchen Wert der Kulturraum Friedhof für die Menschen und unsere Gesellschaft hat.

Pressemitteilung der

BUGA-Freunde Koblenz

Auf dem Hauptfriedhof.Quelle: BUGA-Freunde Koblenz, Heinfried Rhoden

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