Allgemeine Berichte | 15.08.2025, 08:44 Uhr

Forschungserfolge geben Hoffnung, doch weitere Herausforderungen bleiben

220.000 Euro für die Kinderkrebsforschung durch die VOR-TOUR der Hoffnung

Delegation bei der Tour der Hoffnung.Foto: VOR-TOUR der Hoffnung
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Waldbreitbach. Seit 29 Jahren engagiert sich die VOR-TOUR der Hoffnung für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder. Entstanden aus einem Besuch der „Tour der Hoffnung“ im Jahr 1995 im Ahrtal, rollt die Benefizradgruppe seit 1996 Jahr für Jahr für den guten Zweck. Als starker Partner und „Ast“ der Tour der Hoffnung übergibt die VOR-TOUR traditionell ein Drittel ihrer Spendenerlöse an die Tour der Hoffnung – mit dem klaren Ziel, die Kinderkrebsforschung voranzubringen.

Am vergangenen Wochenende konnte die VOR-TOUR im Rahmen der 42. Tour der Hoffnung, die in diesem Jahr vom 7. - 9. August durch Hessen rollte, 220.000 Euro für diesen Zweck übergeben. Damit trägt sie maßgeblich zum diesjährigen Gesamtergebnis der Tour der Hoffnung in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro bei.

Ein bewegender Halt in Gießen

Im Rahmen der Tour der Hoffnung besuchten die Benefizradler auch das Universitätsklinikum in Gießen. Dort berichteten der Elternverein sowie betroffene Eltern aus erster Hand von den Herausforderungen, Sorgen – aber auch den Hoffnungen – im Kampf gegen Kinderkrebs. Diese persönlichen Begegnungen haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer tief bewegt und ihre Entschlossenheit, sich weiter für die Kinderkrebsforschung einzusetzen, noch einmal gestärkt.

Erfolge, die Mut machen

Die Kinderkrebsforschung hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte erzielt: Die Heilungschancen bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL), der häufigsten Krebsart im Kindesalter, liegen heute bei über 85 %. Fortschritte in der Präzisionsmedizin ermöglichen eine individuell angepasste Therapie, die Nebenwirkungen reduziert und die Lebensqualität verbessert.

Neue Immuntherapien zeigen beeindruckende Erfolge, bedürfen jedoch noch weiterer Forschung und klinischer Studien, um die Behandlung weiter zu verbessern und sicherer zu machen. Verbesserte Nachsorgeprogramme helfen Spätfolgen besser zu vermeiden oder frühzeitig zu behandeln.

Wo noch geforscht werden muss

Trotz dieser Erfolge bleibt viel zu tun: Für seltene und besonders aggressive Krebsarten wie das diffuse intrinsische Ponsgliom (DIPG), ein bösartiger Hirntumor, der insbesondere im Kindesalter auftritt, gibt es bislang keine heilende Therapie.

Kinderkrebsarten unterscheiden sich biologisch stark von Erwachsenenkrebs – viele Medikamente sind daher nicht ausreichend erprobt oder zugelassen. Langzeitfolgen der Behandlung, etwa Herzschäden, Wachstumsstörungen oder Beeinträchtigungen des Nervensystems, erfordern verbesserte Therapiekonzepte.

Mehr Forschung ist nötig, um Rückfälle zu verhindern und Therapien noch zielgerichteter und schonender zu gestalten.

„Jeder Kilometer, den wir radeln, bringt uns nicht nur der Ziellinie, sondern auch einem großen Ziel näher: eine Welt, in der hoffentlich kein Kind mehr an Krebs sterben muss“, sagt Bernhard Sommer, 1. Vorsitzender der VOR-TOUR der Hoffnung. „Unsere Spende ist ein Beitrag dazu, dass die Forschung weitergeht – und dass die Erfolge von heute zur Normalität von morgen werden.“

Über die VOR-TOUR der Hoffnung

Die VOR-TOUR der Hoffnung ist seit 1996 jedes Jahr mit zahlreichen engagierten Radlerinnen und Radlern in Rheinland-Pfalz unterwegs, um Spenden für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder zu sammeln. Ein Drittel der jährlichen Spendensumme wird an die Tour der Hoffnung übergeben, um gezielt die Kinderkrebsforschung zu unterstützen.

Die feierliche Spendenübergabe.Foto: Pierre Johne

Die feierliche Spendenübergabe. Foto: Pierre Johne

Delegation bei der Tour der Hoffnung. Foto: VOR-TOUR der Hoffnung

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