Allgemeine Berichte | 17.06.2016, 15:28 Uhr

Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V.

ABBA

In Begleitung von Maria Müller vom ÖFH-Vorstand nahmen auch diese beiden Flüchtlinge an der Beratung teil.privat
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Kreis Ahrweiler. Eine gut besuchte Aufführung der Gruppe ABBA gab es bei der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein–Ahr e.V. (ÖFH) im Mehrgenerationenhaus des Kreises Ahrweiler. ABBA jedoch ist keine Revival-Band der legendären schwedischen POP-Gruppe der 70er- und 80er-Jahre; ABBA steht für „Arbeitsgruppe Beruf, Beschäftigung und Arbeit“. ABBA heißt die ÖFH-Arbeitsgruppe, die sich schwerpunktmäßig mit der Beschäftigung und Ausbildung von Asylbewerbern, Asylberechtigten und Flüchtlingen befasst. Anknüpfend an die „Meseberger Erklärung“, die eine Vielzahl an Integrationsmaßnahmen beinhaltet und von der Bundesregierung vor wenigen Tagen erfolgreich auf den Weg gebracht wurde, haben die Berater der ÖFH alles getan, die betreuten Personen zu fördern, damit sie auf die neuen, zu erwartenden Möglichkeiten vorbereitet sind. Bislang hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der ÖFH ihre Beratungsgespräche wegen fehlender räumlicher und personeller Ressourcen eigenverantwortlich geplant und dokumentiert. Das aber geht nicht mehr. Die ständig zunehmenden Flüchtlingszahlen verlangen einen erhöhten Koordinierungsbedarf. So hatte ÖFH-Büroleiterin Jessica Ulrich eine konzertierte Aktion vorbereitet. Fünf Berater trafen sich an einem Wochenende mit insgesamt 41 „Kunden“. Neben der Aufnahme aller relevanten Daten stand die Absprache der nächsten Schritte im Vordergrund: Verbesserung der sprachlichen Kompetenzen und Vorbereitung von aussagekräftigen Lebensläufen. Flüchtlinge im Kreis Ahrweiler sollen zudem an den laufenden Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters teilhaben. Auch müssen die Schritte für eine Studienaufnahme sowie für eine Ausbildung oder ein Praktikum eingeleitet werden. Notwendig ist die Verbesserung der Dokumentenlage. Zeugnisse und Bescheinigungen müssen von den Flüchtlingen besorgt und von befugten Stellen in ein in Deutschland verwertbares Dokument übersetzt werden. Bei den zentralen Beratungspunkten wurden auch gegebenenfalls bestehende zeitkritische Handlungsoptionen besprochen, die eine Unterstützung verlangen. Die ÖFH-Berater dokumentierten alle Beratungsergebnisse und vereinbarten Folgegespräche. Jetzt werden sie die nächsten, individuell nötigen Schritte koordinieren und eine Umsetzung einleiten. So hilft ABBA Flüchtlingen, auch beruflich in Deutschland anzukommen.

In Begleitung von Maria Müller vom ÖFH-Vorstand nahmen auch diese beiden Flüchtlinge an der Beratung teil.Foto: privat

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