Allgemeine Berichte | 20.03.2026, 13:14 Uhr

Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw)

ACTIVE VOLCANO 2026 – Die Macht der Informationen

Drohnen sind im militärischen Umfeld nicht mehr wegzudenken. Auch im ehemaligen JHQ in der Nähe von Mönchengladbach wurden Drohnen eingesetzt. Sie dienten zur Feinddarstellung und zur Eigensicherung.
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Mayen. Am Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw) ging die Übung „ACTIVE VOLCANO 2026“ zu Ende. Vom 9. bis zum 20. März trainierten die teilnehmenden Soldatinnen und Soldaten in und um Mayen.

„ACTIVE VOLCANO 2026“

Konkret wird bei „ACTIVE VOLCANO“ das Wirken und die Analyse im Informationsumfeld geübt. Insgesamt waren in diesem Jahr rund 300 Soldatinnen und Soldaten an dem Übungsvorhaben beteiligt. Das Besondere an „ACTIVE VOLCANO 2026“: auch 14 weitere befreundete Nationen nahmen mit Abordnungen an der Übung teil. Darunter beispielsweise Kanada, Tschechien oder die Niederlande.

Die übende Truppe war in verschiedene Elemente gegliedert, darunter taktische Direktkommunikation, Medienproduktion sowie Stabselemente. Diese waren für die Analyse des Informationsumfeldes und die Planung der zu erstellenden Medien zuständig. Durch enge Zusammenarbeit konnte der Systemverbund der Operativen Kommunikation selbst, sowie auch im internationalen Umfeld, erfolgreich beübt werden.

Neuheiten in 2026

In diesem Jahr lag der besondere Fokus auf dem Beüben der Arbeitsprozesse unter möglichst realistischen Einsatzbedingungen sowie auf der weiteren Verbesserung und Stärkung der Zusammenarbeit mit den befreundeten

Nationen.

„Bei unserer Übung „ACTIVE VOLCANO 2026“ wurde dieses Jahr auch erstmalig zivile Infrastruktur als Übungsgelände genutzt. Das hilft uns, die Szenarien realistischer darzustellen und auch den Aspekt der Landes- und Bündnisverteidigung mehr zu integrieren. Dadurch konnten die Soldatinnen und Soldaten üben, sich an reale Bedingungen anzupassen, die im Ernstfall auf sie zukommen könnten.“, erklärt Oberstleutnant Heiko L..

Er ist Leiter des Planungsteams der Übung. Als Beispiel dienten unterschiedliche Industriehallen für die verschiedenen Elemente als Aufenthalts- und Produktionsorte während der Übung. Die Produktion umfasst sowohl Print-, Audio-, Videound Digitale Medien.

Insgesamt erstreckte sich die Übung über Teile der Eifel, bis hin nach Mönchengladbach.

Taktische Direktkommunikation als Teil der Übung

In Mönchengladbach waren Einheiten der taktischen Direktkommunikation in einer ehemaligen Militärliegenschaft eingesetzt. Sie konnten dort trainieren, wie sie in einem möglichen Einsatzland Kontakt mit den Menschen vor Ort aufnehmen. Oberstleutnant Florian M. war mit seiner Einheit vor Ort und sieht das Ergebnis der Übung positiv: „Die Übung war ein Erfolg, weil wir unsere Taktiken in alten Militärliegenschaften super üben können und das sehr realistisch an gegenwärtigen Einsatzszenarien ist.“

Fazit des Kommandeurs ZOpKomBw

Bei einem Abschlussantreten richtete sich Oberst Thomas Böttger, Kommandeur des ZOpKomBw, an die Soldatinnen und Soldaten, die an der Übung teilnahmen. „ACTIVE VOLCANO 2026“ war die erste große Übung in seinem Amt als Kommandeur ZOpKomBw. Erst vergangenen Monat hat er die Führung über das Zentrum übernommen. „ACTIVE VOLCANO 2026 schlug gezielt die Brücke zwischen wissenschaftlicher, politischer und militärischer Expertise und stärkte so unser gemeinsames strategisches Verständnis.“, fasst er die Übung positiv zusammen.

Hintergründe der Übung

Die Übung „ACTIVE VOLCANO“ findet bereits seit mehreren Jahren statt.

Früher diente sie als die Abschlussübung der Offizierausbildung. In den vergangenen Jahren ist sie dabei kontinuierlich gewachsen und hat sich in ein internationales Umfeld ausgeweitet. „ACTIVE VOLCANO“ zeigt, dass das Informationsumfeld als Teil aktueller Kriege und Bedrohungen immer wichtiger wird.

Der Name „ACTIVE VOLCANO“ hat seinen Ursprung in der Region, in der die Übung stattfindet: der Vulkaneifel. Bei der Bundeswehr erhält jede Übung einen spezifischen Namen, welcher teilweise Rückschlüsse auf die Übung ziehen lässt. Übungsserien werden dabei auch um die Jahreszahl ergänzt, wie auch beim „ACTIVE VOLCANO 2026“. Seit diesem Jahr wird die Übung durch die wachsende Multinationalität in Englisch benannt.

Pressemitteilung Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr

In diesem Jahr wurde auch zivile Infrastruktur als Übungsraum genutzt. Dies ist vor allem dafür wichtig realitätsnah im Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung zu üben.

In diesem Jahr wurde auch zivile Infrastruktur als Übungsraum genutzt. Dies ist vor allem dafür wichtig realitätsnah im Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung zu üben. Foto: Bundeswehr / Maiwald

Die Soldatinnen und Soldaten sind Tag und Nacht arbeitsfähig. Im Gefechtsstand werden alle Informationen ausgetauscht, damit der Chef einer Einheit den genauen Überblick behält.

Die Soldatinnen und Soldaten sind Tag und Nacht arbeitsfähig. Im Gefechtsstand werden alle Informationen ausgetauscht, damit der Chef einer Einheit den genauen Überblick behält. Foto: Bundeswehr / Maiwald

Fotogalerie: Active Volcano Mayen 2026

Am Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw), in Mayen, ist die Übung „Active Volcano 2026“ zu Ende gegangen. Wir haben ein paar Bilder für Euch.

Foto: Bundeswehr / Maiwald

Foto: Bundeswehr / Salzer

Foto: Bundeswehr / Maiwald

Foto: Bundeswehr / Maiwald

Foto: Bundeswehr / Maiwald

Foto: Ministrie van Defensie Bureau Communicate NLD/Zuijderduin

Foto: Bundeswehr / Maiwald

Drohnen sind im militärischen Umfeld nicht mehr wegzudenken. Auch im ehemaligen JHQ in der Nähe von Mönchengladbach wurden Drohnen eingesetzt. Sie dienten zur Feinddarstellung und zur Eigensicherung. Foto: Bundeswehr / Maiwald

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