Große Erpeler Karnevalsgesellschaft 1905 e.V.
Absage aller Veranstaltungen der Session 2022
Erpel. Noch im Oktober 2021 haben die Karnevalsvereine der Verbandsgemeinde Unkel verkündet, dass es eine Session 2021/2022 geben wird und auch die GEK ist tatkräftig in die Planung der Veranstaltungen eingestiegen. Die Garden hatten bereits damit begonnen, neue Tänze einzustudieren und im November wurde in einer 2G+ Veranstaltung das neue Prinzenpaar Petra und Joachim Waldmann mit ihrem Prinzenteam Brigitte und Jörg Buchmüller und Sabine und Georg Wambach proklamiert. Groß war die Freude bei allen Mitgliedern und Gästen, dass endlich wieder Karneval stattfinden kann; natürlich unter allen gebotenen Vorsichtsmaßnahmen.
Zu diesen Zeitpunkten hat noch niemand absehen können, wie heftig die „Omikron-Welle“ Deutschland überrollt und dass sich das Infektionsgeschehen noch einmal so drastisch verschlimmern würde. Es steht außer Frage, dass der Gesundheitsschutz aller Mitgliederinnen und Mitglieder sowie potenzieller Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltungen an oberster Stelle steht.
Da die Vereine von der Landesregierung mit dieser Verantwortung komplett alleine gelassen wurden, sieht der Vorstand der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft keine andere Möglichkeit, als die geplanten Veranstaltungen ausnahmslos abzusagen. Sie schließen sich den Worten ihrer Hünnijer Freunde an, dass nur so „immaterielle Schäden“ vom rheinischen Karneval abgewendet werden können.
Seit über 117 Jahren tragen die Erpeler den Karneval im Herzen und feiern dieses Jahr die närrischen Jubiläen 88 Jahre Stadtsoldaten und 66 Jahre Prinzengarde... „vielleicht ein bisschen stiller“. Seit der Gründung der GEK haben die Närrinen und Narren bereits einige schwierige oder schlimme Zeiten über- und durchgestanden. Und der Vorstand ist sich sicher, dass der Karneval auch Corona überdauern wird, denn die Rheinländer wissen, dass er ein Lebensgefühl ist.
Dennoch möchte der Vorstand ausdrücklich bemerken, dass eine klare Stellungnahme der Landesregierung in Mainz gewünscht war, bzw. ist. Diese enorme Verantwortung auf die Vereine, Kleine wie auch Große, abzuwälzen, ist in seinen Augen ein Unding. Von den enormen finanziellen Einbußen einmal ganz abgesehen, welche alle Veranstalter, Künstler und Vereine treffen. Auch der GEK steht das zweite Jahr mit Kosten aber ohne Einnahmen bevor. An diesem Punkt kann nur gehofft werden, dass alle Vereine auch in Zukunft weiter bestehen können.
Auch die MitgliederInnen der GEK lassen sich nicht unterkriegen und der Vorstand wird mit vollem Tatendrang in die Planung der Session 2022/2023 einsteigen.
