Ahrtal: Kritische Hochwasserstellen entschärft
Kreis Ahrweiler. Bei einem Winterhochwasser im Januar 2025 identifizierte die Kreisverwaltung zusammen mit den ahranliegenden Kommunen elf neuralgische Stellen, die bei Hochwasserlagen als kritisch betrachtet wurden. An diesen Punkten waren die Pegelstände unerwartet hoch im Vergleich zu ähnlichen Abflüssen vor der Flut 2021. Aus diesem Grund beauftragte der Kreis die bereits tätigen Ingenieurbüros, um die Gewässersohle in den betroffenen Abschnitten bevorzugt zu vermessen und mit den Daten vor der Flutkatastrophe zu vergleichen. In neun von elf Fällen bestätigte sich die Vermutung, dass sich das Gewässerbett aufgrund der Flut 2021 abgehoben hatte und punktuell eine dickere Sohlschicht aufwies.
An diesen Bereichen wurden daraufhin von Juni bis Ende Dezember 2025 Baumaßnahmen durchgeführt und kritische Stellen entsprechend entschärft. Dabei wurde entweder Material entfernt oder die Sohle so modelliert, dass diese an den dortigen Stellen wieder dem Höhenniveau vor der Flut 2021 entspricht. Zudem wurde oberhalb von Ahrbrück ein altes Brückenwiederlager abgerissen, um einen Rückstau auf die Bundesstraße 257 zu verhindern.
Mit den letzten Ausführungen Ende des Jahres 2025 konnten die Bauarbeiten an der Gewässersohle der Ahr an den neuralgischen Stellen somit erfolgreich abgeschlossen werden. Sie verliefen parallel zu den Maßnahmen, die die Kreisverwaltung im Zuge der Gewässerwiederherstellung durchführt.
Eine detaillierte Liste über die gezielten Bautätigkeiten nach dem Hochwasserereignis im Januar 2025 ist unter folgendem Link einsehbar: https://s.rlp.de/neuralgischePunkte
