BUND: Klimawandel in Rheinland-Pfalz – regionale Auswirkungen
„Alle Kräfte für mehr Klimaschutz bündeln“
Region. Nichts für heimliche oder offene „Leugner des Klimawandels“: 2020 war in Rheinland-Pfalz mit einer mittleren Jahrestemperatur von 11,0° C das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Die mittlere Jahrestemperatur ist im Land seither um 1,6° C angestiegen. „Die hohe Anzahl an abgestorbenen Bäumen und der Rückgang der Grundwasserneubildung sind Alarmzeichen und zeigen: Der Klimawandel ist auch bei uns bereits bittere Realität“, kommentiert der Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Albert Dietz die wissenschaftlichen Daten. Noch bedrohlicher: Nach Daten des Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen ist bis Ende des Jahrhunderts ein weiterer Anstieg der mittleren Jahrestemperatur von bis zu 3,5° C möglich.
Was das bedeutet, lässt sich für Mensch und Umwelt nicht sicher einschätzen. Das Mittelmeerklima rückt dann immer näher, was aber keineswegs zu überschwänglichen Urlaubsgefühlen Anlass geben kann. Wahrscheinlich werden sich mit der Erhöhung der Temperatur auch erhebliche Veränderungen im Wasserhaushalt ergeben: Der Niederschlag lag in Rheinland-Pfalz 2020 mit 686 l/m² deutlich unter dem Mittel der vergangenen 30 Jahre mit 779 l/m². „Wir müssen diese Signale ernst nehmen und jetzt alle Kräfte für mehr Klimaschutz bündeln“, mahnt Dietz klimaneutrales Agieren an und denkt weist dabei hin auf die vielen Fällungen von alten Bäumen mit nicht ausreichendem Ersatz der weggefallenen Biomasse durch junge Bäumchen in Bad Neuenahr für die Landesgartenschau 2022.
Nach Einschätzung von Wissenschaftlern ist eine Anpassungsstrategie für die verschiedenen, natürlichen Umweltbereiche „Luft, Wasser und Boden“ erforderlich, ebenso für die Bereiche, die der Mensch in seinem Wirkungsbereich, etwa in Siedlungen, unmittelbar nach seinen Vorstellungen und Interessen beeinflusst!
„Die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler setzt sich seit Jahrzehnten mit anderen Umweltverbänden in diesem Sinne für Mensch und Natur ein“, betont Vorstandsmitglied Winfried Sander aus Leimbach, der seit vielen Jahren in der Kreisgruppe seinen Sachverstand als Geograph einbringt. „Doch die Verbände können nur beraten und empfehlen - tätige Entscheidungen zum Handeln fallen in den politischen Gremien“, mahnt Stefani Jürries aus Remagen als stellvertretende Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe, die sich aus diesem Grund auch politisch im Kreis Ahrweiler und auf Landesebene engagiert. Pressemitteilung
BUND Kreisgruppe Ahrweiler
Adenauer Bach: Schon im Hitzesommer 2003 in einem Abschnitt im August trockengefallen.
