Kolpingsfamilie Remagen

Antisemitismus – Wie ihn erkennen und wie ihm begegnen?

22.10.2021 - 14:48

Remagen. Im Rahmen das Bundesprogramms „Demokratie leben“ hatte die Kolpingsfamilie Remagen den Beauftragten der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen Dieter Burgard zum Vortrag eingeladen. Vor einer ansehnlichen Zahl von interessierten Zuhörenden stellte Dieter Burgard zunächst sich selbst und seine Aufgaben als Beauftragter vor. Dann gab er einen Überblick über die Geschichte des Antisemitismus von der Römerzeit bis heute mit vielen Beispielen. Er sprach über das Leben der Juden im heutigen Deutschland und über die zunehmende Angst der Juden vor Übergriffen. Der Antisemitismus tritt in vielen Formen auf, von verbalen Angriffen bis zu den Morden an jüdischen Mitbürgern. Schüler brauchen zunehmend „Du Jude“ als Schimpfwort, ohne selbst Juden begegnet zu sein. Verschwörungstheorien nehmen zu: So sollen Juden die Pandemie verschuldet haben oder die „Weltherrschaft“ anstreben. Auch die Kritik am Staat Israel nimmt immer mehr radikale Formen an.


Aber wie sollen wir dem Antisemitismus begegnen? In erster Linie ist die Bildung wichtig: angefangen in den Schulen bis in die breite Gesellschaft soll über jüdisches Leben informiert und gesprochen werden. Die Juden wollen nur Ihre Religion ausüben können und wie Angehörige anderer Religionsgemeinschaften toleriert werden. Dann sollen Übergriffe auf Juden angezeigt und ggf. bestraft werden. In einer sehr lebendigen Frage- und Diskussionsrunde wurden Fragen gestellt und eigene Erfahrungen im Umgang mit Juden oder beim Besuch Israels vorgetragen.

Auch der Wunsch offen über das Verhältnis zwischen Juden und Palästinensern reden zu können wurde geäußert.

Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie bedankte sich bei Dieter Burgard und den Teilnehmenden und endete mit einem kurzen Gebet für den Dialog der Religionen.

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Kommentare

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Gabriele Friedrich:
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Gabriele Friedrich:
Da meldet sich doch kein Mensch. Vor allem wenn so einer vor Gericht kommt und man als Zeuge aussagen muss, dann wird man nach Name und Wohnort gefragt- öffentlich. Während der Zeuge nicht erfährt, wo der Angeklagte wohnt, evtl. nicht mal den Namen erfährt. Findet den Fehler. .... !...
Gabriele Friedrich:
Unfassbar, wie dämlich die Leute sind. Alkohol riecht man und wenn die 82 jährige nüchtern war, hätte sie nicht einsteigen sollen. Verantwortung liegt auch beim andern, das er einen gar nicht erst fahren lässt. Ich habe in solchen Fällen, wenn einer betrunken fahren wollte, den Schlüssel weggenommen....
 

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