Denkmäler im Harterscheid-Waldgebiet
Sinzig. Die jüngste Exkursion des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig führte zu archäologischen Denkmälern im Harterscheid-Waldgebiet. Mitglieder und Gäste erkundeten den nördlichen Abschnitt des Harterscheid in Richtung Löhndorf und ließen sich dabei auch vom zunächst widrigen Herbstwetter nicht abschrecken. Unter der sachkundigen Führung von Gabriel Heeren, Leiter des städtischen Museum Schloss Sinzig, lernte die Gruppe bei der zweistündigen Wanderung eine Vielzahl unbekannter Siedlungsplätze der Römerzeit im Harterscheid kennen.
Das Spektrum der besichtigten Denkmäler reichte von römischen Villen über Grabanlagen bis zu einem spätrömischen Siedlungsplatz aus der Zeit des Untergangs des Römischen Reichs bei Löhndorf. Zugleich wurde der Standort der mittelalterlichen Wüstung Krechelheim, einem vergessen Dorf zwischen Löhndorf und Westum, erkundet. Spuren des mittelalterlichen Landgrabens, auf einer Karte des unteren Ahrtals als Grenzbefestigung noch im Jahr 1571 als „Landgrab“ bezeichnet, konnten ebenfalls im Gelände besichtigt werden.
Abschließend erläuterte Heeren, wie archäologische Quellen und historische Dokumente ausgewertet wurden, um die Hintergründe des Absturzes eines britischen Halifax-Bombers beim Beuler Hof im März 1944 zur Zeit des Zweiten Weltkriegs aufzuklären. Weitere Informationen zur Archäologie auf dem Gebiet der Stadt Sinzig sowie zu den besichtigten Denkmälern im Harterscheid finden Interessierte in dem jüngst von Denkmalverein und Museum Schloss Sinzig herausgegebenen Begleitband zur Ausstellung: „Steinbeil · Ziegel · Bilderschüssel, Archäologische Spurensuche an Rhein und Ahr“ erhältlich im lokalen Buchhandel oder unter: www.museum-sinzig.de
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