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Im fünften Anlauf gelang dem Dierdorfer der Erwerb der Schützenkönigswürde in Giershofen

Auf „2 Uhr“ setzte Stephan Conradi den Königsschuss

Auf „2 Uhr“ setzte
Stephan Conradi den Königsschuss

Die drei Majestäten (v.li.): Jugendkönig Tim Schätzel, König Stephan Conradi und Königin Sabine Höger. Foto: -KER-

07.05.2018 - 09:38

Giershofen. 15 Männer der Schützengilde Giershofen traten am entscheidenden Tag um 14 Uhr zum traditionellen Königsschießen auf dem Schießstand im Vereinshaus an. Bis fast halb sechs Uhr am Abend sollte es dauern, bis einer von ihnen den entscheidenden Treffer setzen konnte. Das war Stephan Conradi, der überglücklich über seinen Titelgewinn war: „Das war für mich der fünfte Anlauf, Schützenkönig zu werden. Endlich habe ich es geschafft! Bisher habe ich immer vor und nachdem der Vogel gefallen ist geschossen. Diesmal hat es genau gepasst!“ Nach den ersten Gratulationen durch die Mitbewerber und gespannt beobachtenden Vereinsmitglieder wurde die Leistung analysiert. Eine Schützenkameradin kam auf Stephan Conradi zu und fragte fachfraulich nach, wie der Sieger seinen Erfolgstreffer kalkuliert hatte. Mit ihrer Vermutung lag sie richtig, Conradi bestätigte: „Ja genau, ich hab‘ den auf 2 Uhr gesetzt!“

Zunächst war auf die anderen Körperteile des Holzadlers angelegt worden. Um 14.45 Uhr erwischte Sebastian Weise den linken Flügel, um 15.20 Uhr Daniel Kaul den rechten. Um 15.55 Uhr gelang Hans-Jürgen „Potti“ Potreck-Kroppach - der letztjährige Schützenkönig - der Treffer auf den Kopf. Um 16.20 Uhr fiel nach einem Schuss Tobias Weises der Schweif, bevor dann Stephan Conradi der Majestätsschuss gelang. Vier Schützen hatten noch am Wettbewerb um die Königskrone teilgenommen.


Schützenkönig Stephan Conradi


Der neue Giershofener Schützenkönig ist 53 Jahre alt und gehört seit sieben Jahren der Schützengilde an. Als Fitnesstrainer und Betreiber eines Studios in Dierdorf ist Stephan Conradi weit über die Vereinsgrenze hinaus in der Region bekannt. Seit 1994 wohnt und lebt er mit seiner Ehefrau Ursula in Giershofen. Er sagt: „Es macht mir total viel Spaß hier in diesem Verein, das ist eine tolle Sache.“ Im Schießen ist der neue König geübt. Mit dem Gewehr umzugehen hat er schon bei der Bundeswehr gelernt: „Ich war dort Richtschütze. Ein Luftgewehr habe ich mir später zugelegt, um hier im Verein mitmachen zu können. In erster Linie geht es mir um den Spaß und die Geselligkeit.“ Auf die jetzt vor ihm liegenden Verpflichtungen freut sich die neue Majestät: „Ich werde mir größte Mühe geben, den Verein als König würdig zu vertreten.“ In dieser Funktion wird er auch an den Wettbewerben gegen die Schützenkönige der anderen Vereine teilnehmen. Stephan Conradi: „Schau’n wir mal, wie es ausgeht. Auf jeden Fall freue ich mich darauf!“

Bereits am frühen Morgen dieses Tages hatten die Schützenfrauen ihren „Alfred“ genannten Adler an der Wand des Schießstands befestigt und die Gewehre geladen. Königin wurde Sabine Höger. In den zwei Stunden zuvor hatten Anne Mertgen den linken Flügel getroffen, Sabine Höger den rechten, Manuela Otto den Kopf und Anja Kroppach den Schweif.


Tim Schätzel ist der neue Jugendkönig


Am Königsschießen der Jugendlichen nahmen sechs Jungschützen teil. Hier ergatterte sich Tim Schätzel, ein absoluter Newcomer in diesem Wettbewerb, den Jugend-Königstitel. Erst seit „ein paar Monaten“ gehört Tim der Schützengilde Giershofen an und steht schon im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Vereins. Luftgewehr schießen, findet Tim nicht so schwer. Eher mache es Spaß: „Man muss sich schon ziemlich konzentrieren. Am Anfang habe ich noch ein bisschen gezittert. Aber dann konnte ich relativ ruhig anvisieren.“ Auch die Jugendlichen legen schon freihändig auf ihre Ziele an. Weil Tim noch kein eigenes Luftgewehr hat, stellt ihm der Verein eine Waffe für Training und Wettbewerb zur Verfügung. Tim hat vielleicht ein paar gute Gene als Luftgewehr-Schütze mitbekommen. Denn sein Vater Matthias Schätzel war vor genau 25 Jahren ebenfalls Jugendschützenkönig in Giershofen geworden.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Dazu passend ein Bericht in der "Jüdischen Rundschau": Wieder auf gepackten Koffern - Wegen des zunehmenden Antisemitismus fürchten junge Juden um ihre Zukunft in Deutschland. [Link v. d. Redaktion entfernt]
juergen mueller:
Ob Konrad-Adenauer-Ufer oder Kornpfortstraße - alles ist - und noch mehr - sanierungsbedürftig.Sich immer wieder als Kümmerer darzustellen und auf seinen Spaziergängen Probleme, die wir zuhauf in Koblenz haben, aufzuzählen, sollte man mit offenen Karten spielen, was heisst, wer soll das bezahlen. Es hapert überall, dazu brauchen wir keine Spaziergänger, die anscheinend nichts anderes u tun haben, Defizite aufzudecken, die lange bekannt sind u.nur darauf bedacht sind,sich immer wieder selbst in den Fokus zu setzen, was keine löst.Wer Forderungen stellt u. selbst im Stadtrat sitzt (oder dahin will, gell Herr Blank) sollte sich bei seinen Forderungen erst einmal Gedanken darüber machen, wie das bezahlt werden soll. Diese immerwährende Selbstdarstellung ist scheinheilig und täuscht über den wahren Hintergrund hinweg.
juergen mueller:
Das ist ja in der Politik nichts neues u. gehört einfach zu der Mentalität eines jeden Politikers, Dinge für sich in Anspruch zu nehmen, auch wenn sie nicht auf dem eigenen Mist gewachsen sind u.sich wohldurchdacht in den Vordergrund zu stellen. Das gehört neben Reden ohne wirklichen Inhalt einfach zum Handwerkszeug. Jeder Politiker sollte ein Präsent mit auf seinen Weg bekommen - ein LABER-Glas.Wenn ihm keiner zuhört: Deckel öffnen,reinlabern,Deckel schließen.Wenn keiner mit ihm spricht: Deckel öffnen,sein altes Gelaber anhören.Und das Ding mit den hygienischen Argumenten ist wirklich zweitrangig u.vorgeschoben.Da gibt es Beispiele,bei denen das Wort "Schwein" schon eine Beleidigung dieser Tiergattung darstellt.Und was die Grundwerte betrifft,so dürften gerade diejenigen,die sich damit gerne idendifizieren,erst einmal in Klausur gehen um zu verinnerlichen,was sie selbst damit verbindet.Denn Detailkenntnisse gehören ja nicht unbedingt zu einem Muss eines jeden Politikers.
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