Feuerwehr-Präsident Frank Hachemer mahnt zu Besonnenheit bei Flut-Diskussion

„Auswertung der Flutkatastrophe muss nüchtern und sachlich erfolgen“

„Auswertung der Flutkatastrophe muss nüchtern und sachlich erfolgen“

Fahrzeug der Feuerwehr in Dernau. Foto: ROB

20.01.2022 - 09:46

Kreis Ahrweiler. In der aktuellen öffentlich medialen Diskussion über die Verantwortlichkeiten der Flutkatastrophe wirbt der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, für mehr Besonnenheit: „Ich rate dazu, keine voreiligen Schlüsse aus den Ausführungen von Experten in den Untersuchungsgremien zu ziehen. So sind zum Beispiel die Beiträge von Meteorologen hoch wertvoll. Zu der Frage jedoch, wann, wo und wie mit dem Wissen über bestimmte Wetterereignisse Evakuierungen möglich waren, sollte man auch diejenigen Fachleute hören, die tatsächlich mit der Planung und Durchführung von Evakuierungen vertraut sind.“ Der Präsident ist selbst beruflich als Sachverständiger für Vorbeugenden Brandschutz mit der Planung von Evakuierungen vertraut: „Eine Evakuierung auch nur von einzelnen Gebäuden ist komplex und ungeplant kaum schnell und sicher durchführbar. Das muss berücksichtigt werden, wenn man ganze Landstriche betrachten will.“ Daher appelliert der Präsident weiter, dass „die Auswertung nach der Flutkatastrophe nüchtern und sachlich erfolgen“ muss und verweist auf die Fachebenen wie etwa die Brand- und Katastrophenschutzinspekteure seines Bundeslandes. Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz und der Deutsche Feuerwehrverband fordern bereits seit vielen Jahren eine breitere Befassung mit der Planung des Bevölkerungsschutzes. Der Landesfeuerwehrverband wertet aktuell Schilderungen und Aussagen von Einsatzkräften aus, die in der Flut tätig waren. „Die Ergebnisse werden wir den Untersuchungsgremien zur Verfügung stellen. Allerdings müssen dann daraus auch klare Ableitungen geschlossen werden, die den Katastrophenschutz für zukünftige Ereignisse auf bessere Füße stellt. Da darf der Rückzug auf irgendwelche Riegel bei den Finanzen keine Rolle spielen, denn hier geht es um die Sicherheit der Feuerwehrleute und anderen Organisationen sowie um Leib, Leben, Hab und Gut der Menschen im Land!“, so der LFV-Präsident.


Pressemitteilung

Landesfeuerwehrverbandes (LFV)

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Tempo 30 für Andernach?

Katie:
Aufgrund des desolaten Zustandes sämtlicher Straßen im Innenstadtbereich kann man sowieso vielerorts keine 50 km/h fahren, weil man sich dann sein Fahrzeug auf Dauer "zerschießt". Ich als mitten in der Stadt lebende Anwohnerin hoffe seit über 25 Jahren (!!!), dass hier mal was passiert und zum Beispiel...
juergen mueller:
Ist immer wieder eine Freude zu lesen, mit welchem Einfallsreichtum man sich mit dem Ausschmücken der deutschen Sprache bedient, anstatt ein Problem einfach, kurz u. bündig, auf den Punkt zu bringen. Nadeln im Heuhaufen. Darauf muss man erst einmal kommen. Da werden sich diejenigen aber freuen, deren...
Hans-Joachim Schneider:
Es ist schön, dass Optimismus im Ahrtal wieder Platz hat. Das ist wohl die wichtige Botschaft dieses Artikels. Die genannten Ideen sind ja alle nicht neu, sondern waren auch schon vor der Flut in den Köpfen derer, denen das Ahrtal und seine touristische Zukunft am Herzen liegt. Allerdings sind Hängeseilbrücken...
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