Allgemeine Berichte | 26.10.2023

VDI Mittelrheinischer Bezirksverein e.V. verleiht Förderpreise

Auszeichnung an vier Absolventen der Hochschule Koblenz

Während des Sommerfestes des VDI Mittelrheinischer Bezirksverein e.V., das in diesem Jahr im Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen stattfand, erhielten vier junge Absolventen der Hochschule Koblenz den VDI-Förderpreis für ihre herausragenden wissenschaftlichen Abschlussarbeiten. V.li. Dipl.-Ing. Werner Schumacher (Stellv. Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins), die Preisträger Luca Thönnes B.Eng., Victoria Arend-Dillig B.Eng., Ronja Fischer M.Sc., Philipp Koberg M.Eng. und Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins Dr. Thomas Kinsky.  Foto: VDI - Marianne Lotz

Koblenz. Die gut besuchte Förderpreisverleihung des VDI Mittelrheinischer Bezirksverein e.V. fand im hellen und modernen Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen statt. Der Vorsitzende Dr. Thomas Kinsky gratulierte den Preisträgern und überreichte ihnen eine Urkunde und ein Preisgeld für ihre hervorragenden Leistungen. Er zeigte sich beeindruckt von den kreativen technischen Lösungen, die in unserer Region vom wissenschaftlichen Nachwuchs der Fachhochschule Koblenz erarbeitet werden. Unter dem Beifall des Publikums stellten die Preisträger ihre Abschlussarbeiten vor:

Ronja Fischer M.Sc. hat speziell für die Notfallmedizin einen Sauerstoffsensor entwickelt, der die ausgeatmete Luft des Patienten analysiert. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf den Zustand des Patienten zu, was eine schnellere und möglicherweise lebensrettende Behandlung ermöglicht. Das Besondere an dem neu entwickelten Gerät ist, dass es im Gegensatz zu Sensoren, die in der Intensivmedizin eingesetzt werden, die besonderen Anforderungen des Rettungsdienstes wie Stoßfestigkeit und Kompaktheit erfüllt. Ihre Masterarbeit entstand an der Hochschule Koblenz (Rhein-Ahr-Campus) in Kooperation mit der Firma Weinmann Emergency Medical Technology.

Luca Tönnes B.Eng. beteiligte sich am Projekt der Hochschule Koblenz für den geplanten Neubau des Hallenbades Lahnstein in Holzbauweise und überzeugte die Jury in seiner Bachelorarbeit mit einem anspruchsvollen Entwurf. Bei seiner Konstruktion und statischen Berechnung konzentrierte er sich auf die Hallenbereiche der Wasserbecken und des Freizeitbereichs. Sein Ergebnis ist eine völlig stützenfreie Überdachung in Holzbauweise, mit der er an die Grenzen der technischen Machbarkeit von Holztragwerken gegangen ist. Sein anspruchsvoller Entwurf leistet durch Materialeinsparung auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und CO2-Reduzierung im Bauwesen.

Victoria Arend-Dillig B.Eng. beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit an der Hochschule Koblenz mit der Erstellung eines digitalen Zwillings des Stadteingangs Bingen-West. Dazu nutzte sie verschiedene Vermessungsmethoden, um die bestehende innerstädtische Infrastruktur zu erfassen. Drohnenaufnahmen für oberirdische Bereiche wie Straßen und Plätze und Laserscanneraufnahmen für unterirdische Bereiche wie Treppen und Unterführungen wurden mit der klassischen Vermessungsmethode kombiniert. In der Weiterverarbeitung der Daten entstand so ein exaktes Abbild des realen Bestandes als digitaler Zwilling. Der kombinierte Einsatz verschiedener Aufnahmemethoden wird in Zukunft die 3D-Bestandserfassung verbessern.

Philipp Koberg M.Eng. hat in seiner Masterarbeit an der Hochschule Koblenz eine alternative Methode zur Herstellung von keramischen Mahlperlen untersucht und weiterentwickelt. Diese Mahlperlen kommen in Mühlen zum Einsatz, in denen hochreine Rohstoffe zu feinem Pulver zerkleinert werden, das beispielsweise für die Herstellung von Isolatoren in der Batterietechnik benötigt wird. Üblicherweise werden Mahlperlen durch mechanisches Pressen hergestellt. Kobergs Verfahren basiert dagegen auf einem chemischen Tropfverfahren, das durch geringere Investitionskosten eine deutliche Kostenersparnis bei gleichzeitig höherer Materialausbeute gewährleistet.

Dr. Thomas Kinsky und Dipl.-Ing. Werner Schumacher bedankten sich bei den Preisträgern für die kurzweiligen Erläuterungen ihrer Abschlussarbeiten und luden alle Gäste zu einem Rundgang durch die interessante Ausstellung mit historischen und zeitgenössischen Keramikobjekten ein, bevor die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklang.

Mit der Förderpreisverleihung zeigt der VDI Mittelrhein jedes Jahr, womit sich der akademische Ingenieurnachwuchs beschäftigt und welche Forschungsgebiete in unserer Region besondere Innovationen hervorbringen. Darüber hinaus engagiert sich der VDI auf vielfältige Weise, um Kinder und Jugendliche mit zahlreichen Aktionen an die Technik heranzuführen und sorgt mit vielen Vortragsveranstaltungen dafür, dass Technik und Wissenschaft für ein breites Publikum erlebbar werden.

Mehr Infos unter www.vdi-koblenz.de und www.facebook.com/sujkoblenz. BA

Während des Sommerfestes des VDI Mittelrheinischer Bezirksverein e.V., das in diesem Jahr im Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen stattfand, erhielten vier junge Absolventen der Hochschule Koblenz den VDI-Förderpreis für ihre herausragenden wissenschaftlichen Abschlussarbeiten. V.li. Dipl.-Ing. Werner Schumacher (Stellv. Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins), die Preisträger Luca Thönnes B.Eng., Victoria Arend-Dillig B.Eng., Ronja Fischer M.Sc., Philipp Koberg M.Eng. und Vorsitzender des VDI-Bezirksvereins Dr. Thomas Kinsky. Foto: VDI - Marianne Lotz

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