Allgemeine Berichte | 07.04.2017, 16:41 Uhr

Der Architekturpreis des Denkmalvereins geht an den Start

Auszeichnung kann die Identität der Bewohner von Sinzig steigern

Jeder Bürger darf bis zum 30. Juni Vorschläge einreichen – Plakette wird nach den Sommerferien verliehen

Wolfgang Kroeger (l.) ist Schirmherr des Architekturpreises, den Hardy Rehmann (v. r.), Karl-Friedrich Amendt und Matthias Röcke vom Denkmalverein vorstellten.  HG (1), Denkmalverein Sinzig (1)
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Sinzig. Bauwerke in Sinzig und bauliche Gestaltungen unterschiedlichster Art sind ab sofort dazu angetan, erhöhte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Denn der Architekturpreis für Sinzig geht an den Start. Das teilte als Auslober der Förderverein Denkmalpflege und Heimatmuseum in Sinzig in einem Pressegespräch mit. Entstanden war die Idee, wie Initiator Hardy Rehmann, Schatzmeister des Vereins, erklärte, während er und Vorstandsmitglied Matthias Röcke gemeinsam das Buch „Architektur in Sinzig - Bauliche Entwicklung einer Kleinstadt am Mittelrhein ab 1827“ erarbeiteten.

Die vom Denkmalverein 2016 herausgegebene Veröffentlichung war in Vorbereitung auf das aktuelle Jubiläumsjahr „750 Jahre Stadtrechte“ hin konzipiert worden, das nun einen markanten Zeitpunkt für den Start des Architekturpreises bietet.

Mit dem Schirmherrn des Preises, Bürgermeister Wolfgang Kroeger, und im Beisein des Vereinsvorsitzenden Karl-Friedrich Amendt erläuterten Rehmann und Röcke das Projekt. Um das Stadt- und Ortsbild zu verschönern, will der Verein mit dem Preis besonders gelungene Restaurierungen, auch Umbauten, architektonisch hervorragende Neubauten und andere bauliche Beiträge wie Platzgestaltungen auszeichnen.

Preis für Sinzig und Stadtteile

Der Preis bezieht sich auf das gesamte Stadtgebiet, also auf Sinzig, Bad Bodendorf, Franken, Westum, Löhndorf und Koisdorf.

„Wir haben viel Wert auf eine hochkarätige Jury gelegt“, betonte Rehmann. Zum unabhängigen Gremium, dessen Mitglieder sich beruflich und ehrenamtlich mit Architektur und Denkmalpflege befassen, zählen Peter Berg, international bekannter Garten- und Landschaftsbau-Designer, Wilfried Eraßmy, Außen- und Innenarchitekt und Mitglied im Stadtrat (beide aus Sinzig) sowie Landesdenkmalpfleger Dr. Ing. Markus Fritz-von Preuschen, Leiter des Fachbereichs Praktische Denkmalpflege in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.

Ebenfalls dabei sind der aus Remagen-Kripp stammende Architekt Dr. phil. Florian Hertweck, der unter anderem nach Forschungsarbeiten zum Verhältnis von Architektur, Infrastruktur und Regionalplanung am Pariser Institut LIAT eine Professur für Architektur an der Universität von Luxemburg hat, sowie der ehemalige Sinziger Johannes Herbert Schroeder, Professor der Geologie, Fachgebiet Sedimentologie und Quartärgeologie an der Technischen Universität Berlin.

Die Bindung zur Stadt stärken

„Sehr gerne“ hat Wolfgang Kroeger die ihm angetragene Schirmherrschaft angenommen: „Mit vollem Herzen stehe ich dahinter“, sagte der Stadt-Chef bei der Vorstellung im Sinziger Schloss. Schon das Buch des Autoren-Duos Rehmann-Röcke hatte seinen Beifall gefunden. Dem Vorhaben, die Architektur auszuzeichnen, ist der Bürgermeister insbesondere deshalb so gewogen, weil er darin nun nicht nur die Chance für einen Anreiz erkennt, das Stadtbild attraktiver zu machen: „In Abwandlung von Ludwig Sebus‘ Lied ‚Jede Stein vun Kölle is e Stück von deer‘ kann die Verbundenheit mit den Bauten die Identität der Bewohner von Sinzig, die Bindung zur Heimat steigern.“

Eine Plakette für den Sieger

Der Sieger erhält kein Geld. Gleichwohl hat der Denkmalverein Geld in die Hand genommen, um eine eigens für den Wettbewerb zu schaffende Bronzeplakette in Auftrag zu geben, die sich am Haus anbringen lässt. Entworfen und gefertigt wird sie vom Grafschafter Metall-Künstler Friedhelm Pankowski.

Ab sofort beginnt die Nominierung. Vorschläge zu Objekten in der Kernstadt oder in den Stadtteilen mit Begründung „kann jeder Bürger unabhängig vom Wohnort formlos einreichen“, erklärte Röcke. Eingereicht können nur solche Objekte werden, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden. Bis zum 30. Juni sollten sie eingegangen sein, damit nach den Sommerferien die Verleihung erfolgen kann. Zu richten sind die Vorschläge an den Denkmalpflegeverein, Kalkturmstraße 22, 53489 Sinzig, oder per E-Mail an architekturpreis@museum-sinzig.de oder auf der Homepage des Vereins www-museum-sinzig.de.

HG

So sieht die Plakette aus, die der Künstler Friedhelm Pankowski entworfen hat.

So sieht die Plakette aus, die der Künstler Friedhelm Pankowski entworfen hat.

Wolfgang Kroeger (l.) ist Schirmherr des Architekturpreises, den Hardy Rehmann (v. r.), Karl-Friedrich Amendt und Matthias Röcke vom Denkmalverein vorstellten. Foto: HG (1), Denkmalverein Sinzig (1)

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