Allgemeine Berichte | 20.01.2022

Die Beseitigung der Schäden an der öffentlichen Infrastruktur infolge der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 wird eine Mammutaufgabe.

Bad Neuenahr-Ahrweiler: 1600 Maßnahmen für den Wiederaufbau

Das Thermal-Badehaus wenige Wochen nach der Flut.  Foto: ROB

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Die Beseitigung der Schäden an der öffentlichen Infrastruktur infolge der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 wird eine Mammutaufgabe.“ Hieran besteht aus Sicht der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler kein Zweifel. Auch wenn die finanziellen Mittel zur Umsetzung der Aufbaumaßnahmen aus dem Wiederaufbaufonds des Bundes und der Länder kommen werden, sind seitens der Verwaltung umfangreiche Vorarbeiten zu erledigen. So müssen etwa alle Projekte, die im Zuge des Aufbaus realisiert werden sollen, in einem sogenannten „Maßnahmenplan“ erfasst und über die Kreisverwaltung Ahrweiler an das Land gemeldet werden. In der Maßnahmenübersicht werden insbesondere die Art der Schäden, die notwendigen Aufbaumaßnahmen, die Schadenshöhe, die Priorisierung der Maßnahme sowie verschiedene Angaben über erfolgten Maßnahmenbeginn, Förderung in früheren Jahren und Angaben über etwaige Drittmittel zu erfasst. An diesem Maßnahmenplan hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten, mit umfassender Unterstützung zahlreicher Architektur-, Ingenieur-, Planungs- und Projektbüros intensiv gearbeitet.

Seit Dezember letzten Jahres, haben zudem sieben digitalen Einwohnerversammlungen für die unmittelbar von der Flut betroffenen Stadtteilen von Bad Neuenahr-Ahrweiler stattgefunden. Auf diesen Versammlungen wurden die Bürgerinnen und Bürger über die geplanten Projekte im Maßnahmenplan zum Aufbau der kommunalen Infrastruktur informiert. Insbesondere dienten die Versammlungen aber dazu, von den ortskundigen Bürgerinnen und Bürgern Rückmeldungen zur Vollständigkeit der Maßnahmenliste und zur Priorisierung der Maßnahmen zu erhalten. „Für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie für die engagierte Mitwirkung der Ortsbeiräte sind wir sehr dankbar“, zieht Bürgermeister Guido Orthen ein positives Resümee der Veranstaltungen. Die Präsentationen der Einwohnerversammlungen sind unter www.bad-neuenahr-ahrweiler.de/hochwasser/massnahmenplaene einsehbar.

Die Maßnahmenübersicht der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist inzwischen auf über 1.600 Einzelpositionen angewachsen. Auch diese Zahl wird jedoch noch nicht endgültig sein. Eine Fortschreibung des Maßnahmenplanes ist ausdrücklich möglich. Die städtischen Gremien werden sich nun abschließend mit der Maßnahmenliste befassen. Bis Ende des Monats wird die Liste der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler dann an die Kreisverwaltung Ahrweiler übermittelt, welche die Meldungen aller Kommunen des Kreises sammelt, prüft und zu einem Maßnahmenplan des Landkreises zusammengeführt. Anschließend wird der Maßnahmenplan dem Ministerium des Innern und für Sport (MdI) sowie dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) vorgelegt. Die Ministerien stellen den Maßnahmenplan fest und definieren daraus resultierend Schadensbudgets. Auf der Grundlage des Maßnahmenplans wird die Förderung von Einzelmaßnahmen beantragt.

Eine vorläufige, detaillierte Einsicht auf den Maßnahmenplan erhalten Interessierte unter www.bad-neuenahr-ahrweiler.de/bis2.

Pressemitteilung Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Das Thermal-Badehaus wenige Wochen nach der Flut. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige 2026
Kreishandwerkerschaft
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Kirmes Arzheim
Angebotsanzeige (Juli)
Empfohlene Artikel
So eine Standard-Kapelle ist bei den herkömmlichen Sightseeingtouren nicht unbedingt in den Top 10 mit dabei, schon gar nicht im Westerwald.
34

So eine Standard-Kapelle ist bei den herkömmlichen Sightseeingtouren nicht unbedingt in den Top 10 mit dabei, schon gar nicht im Westerwald. Aber wie gut, dass es die Kapelle am Heilborn gibt. Hier hat sich die Natur ihren Weg gebahnt und ein solider Baum wächst schnurstracks durchs Vordach. Offenbar hat dem Baum niemand erklärt, dass man normalerweise erst baut und dann pflanzt. Egal: Das Ergebnis ist jedenfalls spektakulär.

Weiterlesen

Weitere Artikel
(v.l.) Charlotte Jürgens (linke und rechte Hand) von Annette Bartsch (DSM-Direktorin)
1083

Bad Neuenahr. Ein sportlich erfolgreicher Turniertag fand seinen krönenden Abschluss bei einer besonderen Abendveranstaltung im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr. In stilvollem Ambiente kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Gäste sowie Organisatoren zusammen, um die besondere Atmosphäre des Turniers auch abseits der Tennisplätze zu genießen. Der Abend stand ganz im Zeichen regionaler Gastfreundschaft, langjähriger Verbundenheit und des gemeinsamen Blicks in eine erfolgreiche Zukunft des Turniers.

Von HTC Bad Neuenahr aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Mitglieder und Freunde des VdK Ortsverbandes Mayen.Tagesausflug nach Luxemburg.
212

Mayen. Der Sozialverband VdK zählt in der Stadt Mayen mittlerweile über 1.000 Mitglieder und ist damit einer der größten Sozialverbände vor Ort. Die kompetente Beratung und Unterstützung der Mitglieder durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VdK-Geschäftsstelle sowie eine engagierte Mitgliederbetreuung durch den Vorstand gehören zu den zentralen Aufgaben des Ortsverbandes.

Von Stefan Müller aus Mayen

Weiterlesen

Symbolbild.
245

Tragische Unfälle in Köln: Zwei Menschen erliegen Verletzungen

Seniorin und Mann sterben nach schweren Unfällen in Köln

Köln. Die Staatsanwaltschaft und Polizei Köln haben mitgeteilt, dass die 89-jährige Fußgängerin, die am 8. Juli in Köln-Westhoven von einer Stadtbahn erfasst wurde, am Freitagmorgen, dem 24. Juli, im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen ist.

Weiterlesen