Allgemeine Berichte | 31.03.2026

Neue Nutzung in Diskussion. Bürgergespräch soll Planungen unterstützen.

Bad Neuenahr: Umgestaltung des Verteilerkreisels „An den Ulmen“

Wird umgestaltet – der bislang zweispurige Verteilerkreis.  Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Fokus steht die innere Spur des großen Verteilerkreisels. Sie soll im Herbst einer neuen Nutzung zugeführt werden, so war nun aus zuverlässiger Quelle des Verkehrsministeriums in Mainz zu vernehmen, das sich derzeit in Abstimmung mit den unteren kommunalen Behörden (Kreis und Stadt) befindet. „Die Deutschen sind Kreiselfahren nicht gewohnt“, so die kritische Äußerung eines Sachbearbeiters. Permanent kleben sie auf der äußeren Spur und hindern damit die zufließenden Verkehrsteilnehmer daran, sich zügig einzufädeln.

Dabei war es einmal anders gedacht. Der großzügig dimensionierte Kreisel wies zwei Spuren auf, damit sich die, die nicht direkt an der nächsten Abfahrt ausscheren müssten, in den inneren Kreis ziehen und zeitig vor ihrer Ausfahrt wieder in die äußere Spur wechseln. Das machen aber, so zwei Zählungen, die im Herbst 25 und Februar 26 durch den ADAC durchgeführt wurden, nur 7% der Autofahrer. „Vermutlich haben die meisten Panik, sie kämen nie mehr aus dem Kreisel raus“, so einer der Zähler mit Augenzwinkern gegenüber unserer Zeitung, „und müssten dort verhungern.“

Derzeit testet man im Verkehrsministerium unter Leitung von Ministerin Daniela Schmitt, FDP, neue Verkehrsstrategien. Am Kreisel „An den Ulmen“ will man ein Leuchtturmprojekt statuieren. Denn er stellt einen fulminanten verkehrstechnischen Knotenpunkt dar. Zum einen laufen hier vielbefahrene kommunale Wege zusammen, zum anderen bildet er die Zufahrt zu Bundesstraßen und zur A61.

Staatssekretär Andy Becht: „Eine ungenutzte Spur verursacht Kosten und versiegelt Fläche. Mit den Experten der Hochschule Biberach (u.a. Bauwesen) überlegen wir, die innere Spur für den Gegenverkehr freizugeben, um so einen schnelleren Verkehrsabfluss zu organisieren.“

Hier allerdings regt sich bereits Widerstand in den Reihen der Grünen. Dr. Lea Heidbreder, Mitglied des Faktionsvorstandes: „Das setzt doch mal wieder die falschen Anreize. Ziel muss es sein, den Autoverkehr einzudämmen und die Menschen auf umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel zu bringen.“ Die Grünen schlagen daher vor, die innere Spur für Fahrräder und Rollatoren freizugeben. Dies begrüßt auch, nach unseren Recherchen, der benachbarte Erdbeerstand. Je nach Umwidmung kann er sich gut vorstellen, sich nach dort in das grüne Innere zu verlagern oder eine Nebenstelle zu eröffnen. Überraschend haben sich auch Karnevalsfreunde der Deichmarine Hemmessen zu Wort gemeldet. Sie planen eine Anfrage an die Behörden, um die Innenfläche gemeinsam mit der KG Schinnebröder für größere Veranstaltungen zu nutzen. Es gebe ausreichend Parkmöglichkeiten und man störe niemanden im Umfeld.

Ein weichenstellendes Bürgergespräch haben Vertreter des Verkehrsministeriums und der Kreisverwaltung für den kommenden Mittwoch, 01.04., 18:00 angesetzt, um die unterschiedlichen Planungen vorzustellen und zu diskutieren. Das ist auch die Gelegenheit, Fragen, Ideen oder Bedenken zu äußern, Treffpunkt ist am Platz des Erdbeerverkaufs, Einmündung Heerstraße.

Wird umgestaltet – der bislang zweispurige Verteilerkreis. Foto: privat

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