Investition in die Zukunft: LfBK erweitert Kapazitäten für Ehrenamtliche
Baubeginn in Koblenz: Ein Meilenstein für den Katastrophenschutz
Koblenz. Mit einem feierlichen Spatenstich haben Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sowie Innenminister Michael Ebling auf dem Gelände des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz (LfBK) in Koblenz den Beginn der Bauarbeiten für ein neues Unterkunftsgebäude markiert.
Durch den Neubau soll die Kapazität der Akademie von derzeit knapp 110 auf nahezu 200 Zimmer erweitert werden.
Finanz- und Bauministerin Ahnen betonte die Bedeutung dieses Projekts als Meilenstein für das Land und das LfBK. Besonderes Augenmerk wird auf den Bau nach nachhaltigen Prinzipien gelegt, mit dem Ziel eines klimaneutralen Gebäudebetriebs über den gesamten Lebenszyklus.
Hierbei werden energieeffiziente Bauweisen und der Einsatz erneuerbarer Energien im Vordergrund stehen. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 11 Millionen Euro.
Innenminister Ebling unterstrich die Wichtigkeit der Erweiterung, die dem Bedarf der Kommunen und der ehrenamtlichen Einsatzkräfte in Feuerwehren und Hilfsorganisationen entspricht. Durch die gezielte Ausweitung des Lehrgangsangebots wird das Ehrenamt als zentrale Säule des Brand- und Katastrophenschutzes gestärkt. Gut ausgebildete Helferinnen und Helfer können so im Ernstfall schnell und effektiv agieren. Der Neubau des Unterkunftsgebäudes stellt den ersten Schritt in einer Reihe von Erweiterungen dar, die auch neue Hörsäle und Übungsflächen umfassen werden.
LfBK-Präsident René Schubert bezeichnete den Spatenstich als sichtbares Zeichen für die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes in Rheinland-Pfalz. Das Projekt sei mehr als nur ein Bauvorhaben; es sei eine Investition in die Einsatzfähigkeit durch die qualitative und quantitative Verbesserung der Ausbildung der Verantwortlichen für die Sicherheit des Landes. Die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten stehe im Mittelpunkt dieses gemeinsamen Starts.
Guido Brennert, stellvertretender Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB, äußerte sich optimistisch, dass das neue Unterkunftsgebäude innerhalb von drei Jahren bis Ende 2027 fertiggestellt wird. Dank der koordinierten Bemühungen aller Beteiligten konnte eine funktionale Leistungsbeschreibung entwickelt werden, um ein Unternehmen zu finden, das sowohl Planung als auch Bau aus einer Hand leistet und dabei hohe Standards in puncto Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erfüllt. Die Genehmigungsprozesse verliefen weitgehend parallel zur Ausschreibung, und die Stadt Koblenz bearbeitete die Bauvoranfrage in Rekordzeit.
Unter der Leitung des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) entstehen moderne, teilweise barrierefreie Zimmer für die Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Diese Erweiterung ist Teil einer langfristigen Strategie der Landesregierung, die Kapazitäten am LfBK erheblich zu steigern. Ziel ist es, das Lehrgangsangebot, das vor allem von ehrenamtlichen Einsatzkräften genutzt wird, zu verdoppeln und damit die Leistungs- und Reaktionsfähigkeit des Brand- und Katastrophenschutzes im Land nachhaltig zu stärken. BA
