Allgemeine Berichte | 07.03.2018, 13:36 Uhr

Landeskriminalamt warnt vor dem Betrug an der Haustür

Betrüger sind kreativer denn je

Betrüger kommen oftmals als „falsche Handwerker“ um ahnungslose Bürger an der Haustüre über das Ohr zu hauen. LKA
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Mainz. Der Einfallsreichtum von Betrügern kennt scheinbar keine Grenzen. Insbesondere arglose, ältere Menschen werden an der eigenen Haustür mit einer Vielzahl von Betrugsmaschen konfrontiert. Die Täter geben sich als vermeintliche Handwerker, Geschäftsmänner, Spendensammler, Firmenmitarbeiter, Versicherungsvertreter oder Polizisten aus, um die Opfer zu täuschen und zu bestehlen. Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben Tipps, wie man sich vor aktuellen Betrugsmaschen schützen kann.

Wie gehen die Betrüger vor?

Die Kriminellen klingeln zunächst an der Haustür und versuchen sich unter einem Vorwand Eintritt zu verschaffen. Mit immer neuen Varianten von Lügen und Täuschungen soll Vertrauen zum Opfer aufgebaut werden. Verkleidet als Bauarbeiter, Amtsträger oder Mitarbeiter einer Firma wird beispielsweise vorgegeben, Strom- oder Wasserstände abzulesen oder Post-, Krankenkassen-, Kirchen- oder Institutsumfragen zu tätigen. Andere spielen vermeintliche Notlagen wie eine Schwangerschaft oder dringende Hilfsbedürftigkeit vor und versuchen mit der Bitte, um einen Schluck Wasser in die Wohnung zu gelangen. Alles hat das Ziel, schnell an Wertgegenstände und Bargeld zu kommen. Es kam bereits schon zu Gewaltanwendungen und teils gefährlichen Verletzungen durch die Betrüger.

Falsche Handwerker suchen nach Geldübergabe das Weite

Auch „falsche Handwerker“ bieten Leistungen wie Dach-, Geländereparaturen wie zum Beispiel Pflaster- und Teerarbeiten oder Malerleistungen an. Auffällig ist hierbei, dass die Arbeiten immer mit Vorkasse verbunden sind. Nach der Geldübergabe suchen die Täter das Weite, ohne die Arbeit zu vollenden. Andere Betrüger entlocken ihren Opfern eine Unterschrift für ein späteres Abonnement oder einen Telefontarif, obwohl die Betroffenen diese Angebote gar nicht wollen. In diesen Fällen ist es wichtig zu wissen, dass Verträge, die bei solchen Haustürgeschäften abgeschlossen werden, innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen und ohne irgendwelche weiteren Verpflichtungen schriftlich widerrufen werden können.

Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz klären in den sozialen Medien unter dem #GenugBetrug über weitere Betrugsmaschen auf.

Tipps des LKA

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, sich gegen Betrug an der Haustür zu schützen: - Öffnen Sie die Tür nur mit einer Türsperre oder nutzen Sie eine Türsprechanlage. - Verzichten Sie auf Haustürgeschäfte. - Lassen Sie niemals Fremde beziehungsweise unglaubwürdige Personen in Ihre Wohnung. - Reichen Sie bei einer angeblichen Notlage das Gewünschte hinaus oder bieten Sie an Hilfe zu rufen. Lassen Sie dabei Ihre Türe durch eine Sperre gesichert. - Rufen Sie bei öffentlichen Behörden/Polizeidienststellen an und fragen nach ob es ein Anliegen gibt. - Sind Sie allein und verunsichert auch bei angekündigten Terminen (z.B. Stromablesung), dann bitten Sie einen Nachbarn vorab hinzu um sich gegenseitig beizustehen. - Bei verdächtigen Personen oder Anliegen informieren Sie sofort die Polizei:Notrufnummer 110.

Weitere Informationen finden Interessierte in den Broschüren „Sicher leben“ und „Sicher zu Hause“ im Internet bestellbar/downloadbar unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/haustuerbetrug/ und unter: http://www.vorsicht-trickbetrug.de/an-der-haustuer/

Pressemitteilung

Landeskriminalamt

Rheinland-Pfalz

Betrüger kommen oftmals als „falsche Handwerker“ um ahnungslose Bürger an der Haustüre über das Ohr zu hauen. Foto: LKA

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