Konzert der Postmusikkapelle Koblenz e.V. in der Rhein-Mosel-Halle
Bitte recht blau!
Besucher sollen am 29. April teil der Inszenierung werden
Koblenz. Dass Konzertbesucher für den Erfolg eines Konzerts unverzichtbar sind, gilt ohnehin.
Aber am 29. April soll um 19.30 Uhr die Rhein-Mosel-Halle nicht nur dank der vorzüglichen Lichttechnik ganz in Blau erstrahlen, sondern das Publikum selbst soll Teil der Inszenierung werden und zumindest ein blaues Accessoire tragen. Das Anliegen der Koblenzer Musiker an ihr treues Publikum passt zum titelgebenden Stück, das 1924 selbst als Experiment das Licht der Welt erblickte – und sich durchsetzte.
Schmerzhafte Erinnerungen an die erste „Rhapsody in blue“
Manche der Experimente in diesen sogenannten „Cross-over“-Konzerten seien in der Versenkung verschwunden, andere hätten sich wie die „Rhapsody in blue“ im Konzertleben durchgesetzt. Von Beginn an bis heute sei die „Rhapsody in blue“ ein Publikumsrenner und damit sei das Experiment geglückt, findet der Pianist Prof. Walter Ratzek, der nach einer umjubelten Aufführung mit dem Luftwaffenmusikkorps in Erfurt nun seit Januar mit den Koblenzer Musikern arbeitet und der schmerzhafte Erinnerungen mit seiner ersten Rhapsody verbindet: „Ich konnte kaum laufen, weil ich als Soldat einen Tag zuvor noch einen Leistungsmarsch über 30 Kilometer absolviert hatte. Es war aber eine gute Aufführung in der Version der Uraufführung: Jazz-Band-Besetzung mit Streichern.“
Und damit stellt Ratzek auch klar, was viele kulturinteressierte Menschen überraschen dürfte: Die Version mit einem Sinfonieorchester ist genauso eine so genannte Transkription wie diese mit sinfonischem Blasorchester.
Und sie steht im Rahmen eines wie immer bunten Konzertprogramms, das neben klassischen Stücken (Ouvertüre Egmont, Dornröschen Tschaikowsky) auch Unterhaltungsliteratur aus Disney-Filmen der letzten sieben Jahrzehnte präsentiert.
Noch gibt es gute Karten über www.ticket-regional.de und die üblichen Vorverkaufsstellen.
Pressemitteilung
Postmusikkapelle Koblenz e.V.
