Allgemeine Berichte | 20.07.2021

Pressesprecher des DRK-Kreisverbands Thorsten Trütgen informierte kurz

„Bitte vorläufig keine Sachspenden und kein Spontanhelfertourismus“

Tonnen von Hilfsgütern stapeln sich. Foto:Torsten Trütgen

Remagen/Kreis Ahrweiler. Zu einer kurzen und spontanen Pressekonferenz hatte am Montag der Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Thorsten Trütgen, zuständig für Kommunikation und Medienarbeit, vor die Räumlichkeiten des DRK-Ortsvereins eingeladen. Neben einer ganzen Reihe von persönlichen Schilderungen aus dem Katastrophengebiet Kreis Ahrweiler, speziell aus Ahrweiler, lag Trütgen, der betonte, wie gut der DRK-Kreisverband mit der Kreisverwaltung Ahrweiler Schulter an Schulter agiere, wohl vor allem eines am Herzen: „Bitte bringen sie keine Sachspenden mehr. Wir sitzen auf einem Riesenberg an Sachspenden, den wir nicht mehr bewältigen können“. Auch in Remagen, so wie in anderen Städten auch, gebe es Lager, die überquellen. In Remagen habe Gartenbau Nalca bereits drei Gewächshäuser zur Verfügung gestellt, die voller Lebensmittel, Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs seien. Das sei sicher alles gut gemeint, aber derzeit nicht zu bearbeiten. Die vielen Menschen ohne Obdach würden derzeit nur begrenzt solche Dinge benötigen. Wenn die Sachspenden nicht katalogisiert werden können aufgrund der Menge, mache dies keinen Sinn. Auch für Spontanhelfertourismus sei jetzt nicht die Zeit. „Wir brauchen jetzt Bürger und Menschen, die mitdenken und Helfer koordiniert zum Einsatzort bringen, beispielsweise mit einem Transportbus“, so Trütgen. Alle anderen Privatfahrzeuge würde Raum einnehmen, der aufgrund der vielen zerstörten Straßen nicht ausreichend vorhanden sei. Dankbar zeigte sich Trütgen für Privatfirmen, die Stromerzeuger zu Einsatzorten gebracht hätten, ebenso wie kleine Bagger. Dankbar sei man vor allem auch der Bundeswehr für die wichtige Hilfe. Das DRK mit Fahrzeugen in Sinzig, Bad Neuenahr, Niederzissen, Adenau und Grafschaft und die ehrenamtliche Besatzung arbeite seit Samstag wieder im Regelbetrieb, in der Logistik, auch zuständig für allgemeine Notrufe, wie beispielsweise bei einem Herzinfarkt. Abschließend betonte Trütgen noch kurz, dass er nie gedacht hätte, eine solche Katastrophe einmal in Deutschland sehen zu müssen.

AB

Alle zur Verfügung stehenden Räume werden als Lager genutzt.Foto: Torsten Trütgen

Alle zur Verfügung stehenden Räume werden als Lager genutzt. Foto: Torsten Trütgen

Die Spendenbereitschaft der Menschen ist überwältigend.Foto: Torsten Trütgen

Die Spendenbereitschaft der Menschen ist überwältigend. Foto: Torsten Trütgen

Das DRK versucht, die Menge der Spenden zu kanalisieren.

Das DRK versucht, die Menge der Spenden zu kanalisieren.

Das Angebot an Kleidungsstücken ist riesig. Foto: Torsten Trütgen

Das Angebot an Kleidungsstücken ist riesig. Foto: Torsten Trütgen

Viele Lebensmittel wurden gespendet.Foto: Torsten Trütgen

Viele Lebensmittel wurden gespendet.Foto: Torsten Trütgen

Überall werden Spenden abgestellt. Foto: Torsten Trütgen

Überall werden Spenden abgestellt. Foto: Torsten Trütgen

Der Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Thorsten Trütgen informierte über den Sachstand.Foto: AB

Der Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Thorsten Trütgen informierte über den Sachstand.Foto: AB

Tonnen von Hilfsgütern stapeln sich. Foto:Torsten Trütgen

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