Allgemeine Berichte | 09.03.2020

Unternehmer bewerten Auswirkungen auf die Wirtschaft im IHK-Bezirk Koblenz

Blitzumfrage Coronavirus

Koblenz. . Die Unternehmen im IHK-Bezirk Koblenz rechnen infolge der Corona-Situation mit einem Umsatzrückgang für 2020. Das ergibt eine branchenübergreifende Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz an der 91 Unternehmen teilgenommen haben. Vom 4. bis 8 März wurden IHK-Betriebe befragt, welche Auswirkungen sie in ihren Branchen mit dem Coronavirus in Verbindung bringen. Das Ergebnis war eindeutig. Mehr als 60 Prozent sehen in der aktuellen Entwicklung erhebliche Risiken und vor allem auch negative Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis.

Befragt wurden neben Unternehmen aus dem Handel, dem Baugewerbe, der Industrie, dem Dienstleitungsgewerbe, der Gesundheitswirtschaft und dem Gastgewerbe auch Betreibe aus der Reisewirtschaft.

Der Umfrage zufolge die befragten Unternehmen bereits jetzt eine direkte Auswirkung des Coronavirus auf ihre Geschäfte. Dabei sorgen sich die Unternehmen hauptsächlich um die Absage von Veranstaltungen und Messen, bei denen Geschäftsanbahnungen und Auftragseingänge im Fokus stehen. Aber auch Ausfälle von Geschäftsreisen und eine wachsende Zahl von Krankheitsfällen werden als potenziell geschäftshemmend betrachtet. Als kritisch bewerten die Unternehmen auch mögliche Nachfragerückgänge bei Produkten und Dienstleistungen, sowie eine Zurückhaltung von Investitionen. Das Engagement der Bundesregierung Sofortmaßnahmen wie die Anpassung der Regularien für Kurzarbeit sowie Liquiditätshilfen zu beschließen, wird daher seitens der regionalen Wirtschaft als positiv bewertet. Gleichzeitig sollten neben vorhandenen Förderinstrumenten auf EU- und Bundesebene im Bedarfsfall auch Bürgschaftsmodalitäten für betroffene Unternehmen in Verbindung mit der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) geprüft werden. Ein durch die ISB finanzierter Härtefallfonds steht daher exemplarisch für eine jetzt notwendige Initiative durch die Landesregierung. Aus Sicht der Wirtschaft steht das Land nun auch in der Pflicht.

Pressemitteilung der

IHK Koblenz

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