Allgemeine Berichte | 01.12.2017, 15:03 Uhr

Private Musikschule PriMus in Ramersbach präsentierte ihren musikalischen Nachwuchs im Jubiläumsjahr

Bring die Welt zum Klingen

Einen beeindruckenden musikalischen reigen bekam das Publikum in der ehemaligen Synagoge in Ahrweiler geboten. privat
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Kreis Ahrweiler. Großer Andrang herrschte zu Beginn des Jubiläumskonzerts in der ehemaligen Ahrweiler Synagoge. Die bis auf den letzten Platz gefüllten Reihen konnten nicht alle Besucher aufnehmen, etliche mussten mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Der Musikpädagoge und Pianist Manfred Knoll führte gemeinsam mit seiner Ehefrau Claudia Knoll ein beeindruckendes Schülerkonzert durch, das sein langjähriges musikalisches Wirken mit dem Kreis Ahrweiler unterstrich. „Nach meinem Musikstudium kam ich aus Südbayern in den Kreis Ahrweiler und war sofort von der Schönheit dieser Region beeindruckt. Helmut Krauel, der zu dieser Zeit die Musikschule des Landkreises Ahrweiler leitete, holte mich in diese florierende und im Ausbau befindliche öffentliche Einrichtung. Kreisweit unterrichtete ich hauptberuflich das Instrument Klavier und konnte mich in dieser Zeit sowohl fachlich als auch künstlerisch weiterentwickeln. Inzwischen sind das insgesamt 35 Jahre, in denen ich den pianistischen Nachwuchs fördere und etliche davon haben ihr Hobby sogar zu ihrem Beruf gemacht. Musikausbildung ist unverzichtbar und verdient einen hohen Stellenwert. Viele Eltern sehen in einer qualifizierten Musikausbildung ‚Menschenbildung‘ und wertvolle Persönlichkeitsbildung. Geduldiges und beharrliches Erlernen des Instruments lohnt sich, macht Freude und wer es gut beherrscht, genießt hohe Wertschätzung.“

Davon konnten sich die Besucher in wohltuender Weise selbst überzeugen. Mit der fünfjährigen Laura begann der musikalische Reigen. Gemeinsam mit ihrem Lehrer musizierte sie schon sehr kreativ und zeigte sich außerdem mit einer kleinen eigenen Komposition. Nachfolgend waren es nicht nur weitere Solowerke für Klavier, die abwechslungsreich und durch alle Stilrichtungen präsentiert wurden, sondern auch eine Suite von Peter Heilbut für vier Flöten und Klavier in barockem Stil. Die FlötenschülerInnen von Claudia Knoll (Emma und Eva Korzilius, Farah Stenz und Ronja Ellinger) waren bestens vorbereitet und meisterten zuverlässig ihren Notenpart, musikalisch unterstützt von den beiden Klavierspielern Ben Korzilius und Tim Vondran.

Musizierende Eltern

Aber auch Eltern musizierten gemeinsam mit ihren Kindern. So konnte Levin Kothmann mit seinem Vater und Theresa Seifer mit ihrer Mutter beweisen, dass ihnen Lampenfieber kaum etwas anhaben können. Mit sichtlicher Spielfreude begeisterten sie am Flügel mit vierhändigen Stücken das Publikum.

Im zweiten Teil des Konzerts erlebte man neben weiteren hervorragenden pianistischen Leistungen auch einige ‚Ausnahmeerscheinungen‘. Hierzu gehörte Anne Kriechel, die Stücke von Felix Janosa und Yiruma mit viel Ausdruck interpretierte, ebenso Valentin Dietl mit einer Auswahl aus Robert Schumanns ‚“Kinderszenen“, Anne-Catherine Simeit mit „Due Tremonti“ von L. Einaudi sowie Eileen Zulak mit einem ruhigen Chopin-Prélude. Jonas Reuter-Schniete meisterte gekonnt das virtuose „Fantasie-Impromptu“ von Frédérik Chopin und Magdalena Vetterlein’s Vortrag von Claude Debussy „Arabesque“ verzauberte schließlich komplett das Publikum. Sie zeigte eine professionell ausgebildete Anschlagskultur und ließ den Synagogenflügel fast zum Schweben bringen. Die faszinierende Leichtigkeit ihres klaren und nahezu perfekten Spiels beeindruckte nachhaltig alle Zuhörer.

Zunehmend erlernen auch Erwachsene das Klavierspielen um sich einen Kinder- und Jugendtraum zu erfüllen. So geschehen bei Frank Reiland, der sich Mut fasste, um die ‚Aria‘ aus Bach’s ‚Goldbergvariationen‘ auswendig vorzutragen, eine erstaunliche Leistung besonders als Neubeginner nach nur wenigen Jahren Klavierunterricht. Zum Schluss beeindruckte nochmals Magdalena Vetterlein mit einer Salsabearbeitung von Michael Schütz zu Johann Sebastian Bachs Choral „Ich steh an deiner Krippen hier“ als Zugabe. Am Ende des gelungenen Abends langer Beifall, Blumen für alle Mitwirkenden und das beruhigende Gefühl der anwesenden Eltern, ihre Sprösslinge bei ‚PriMus‘ in guten musikalischen Händen zu wissen.

Einen beeindruckenden musikalischen reigen bekam das Publikum in der ehemaligen Synagoge in Ahrweiler geboten. Foto: privat

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