Allgemeine Berichte | 31.07.2023

Chor „Plusminusfünzig“ lebt die Inklusion

Beim Konzert in der Kurfürstenhalle galt das Motto: „Singen verbindet: alt und jung, mit und ohne Behinderung“. Foto: privat

Mülheim-Kärlich. „Singen verbindet: Alt und jung, mit und ohne Behinderung“. Dieses Motto wurde eindrucksvoll dargestellt bei einem Konzert des MGV Cäcilia 1847 Mülheim unter Volker Kaufung und der Gesangschule Brigitte Thilmann-Hilger, welches vor kurzer Zeit in der Mülheim-Kärlicher Kurfürstenhalle stattfand. Es war zugleich das erste Konzert der neu gegründeten Chorgemeinschaft „Cäcilia Mülheim - Männerchor Bassenheim“.

Der MGV läutete den ersten Teil des Konzertes mit klassischem Liedgut ein, wie z.B. „Frühlingsgruß“ (Schumann), „Morgenrot“ (Pracht), „Untreue“ (Glück-Silcher) und dem gefühlvollen „Wenn ich ein Glöcklein wär“ mit einem Solisten, der über 80 Jahre zählt und den absoluten Respekt der jüngeren Sänger der Gesangschule hatte. Die Sängerinnen und Sänger der Gesangschule von Brigitte Thilmann-Hilger, die alle Liedbeiträge ihrer Truppe selbst am Klavier begleitete, überzeugten in einzelnen dargestellten Szenen sowohl solostisch, in Ensembles oder im Zusammenklang als Inklusions-Chor „Plusminusfünzig“. In diesem Namen ist erkennbar, dass es auch hier möglich ist, Alt und Jung zwischen 20 und 80 Jahren miteinander im Gesang zu verbinden, und ganz selbstverständlich zwei blinde junge Männer zu integrieren, die in Einrichtungen der Förder- und Wohnstätten Kettig leben und arbeiten. Sie wirkten seit Dezember 2022 bereits beim dritten Konzert mit.

Dieser erste Teil galt einzelnen Stücken aus bekannten Musicals, wie Tabaluga, Phantom der Oper, Elisabeth, Marie Antoinette und einem szenisch sehr intensiven Querschnitt aus Les Misérables.

Nach der Pause glänzte zunächst der junge Pianist Markus Busch, der während des Konzertes den Männerchor begleitete, solistisch mit dem anspruchsvollem Werk Widmung von Schumann. Im Anschluss überzeugte der Männerchor mit „Veronika, der Lenz ist da“, „Wochenend´ und Sonnenschein“, „Aber Dich gibt´s nur einmal für mich“ und dem Knaller „Santiano“, wobei das Publikum auch hier begeistert mitging.

In diesem zweiten Teil ging der musikalische Ausflug der Gesangschule in das beschwingte Land der Operette, bei dem getanzt und geschunkelt wurde, mit Ausschnitten aus „Vogelhändler“, „Maske in Blau“, einem herrlich dargestellten Duett aus Madame Pompadour, einer sehr spaßígen Bearbeitung der „Capri-Fischer“ und des bombastischen „Exodus“. Das begeisterte Publikum erklatschte sich Zugaben des Chors „Plusminusfünzig“ mit den Werken „Time to say goodbye“ und vom Männerchor mit einem Abendlied.

Ein wunderschöner Konzertabend zeigte allen Mitwirkenden und dem Publikum, dass auch eine Pandemie es nicht schafft, die Lust am Singen zu trüben, dass Alt und Jung, mit und ohne Beeinträchtigung, miteinander den Zauber der Musik und das Atmen der Seele beim Singen genießen können, was hoffentlich im großen Miteinander auch weiterhin gelingen kann.

Beim Konzert in der Kurfürstenhalle galt das Motto: „Singen verbindet: alt und jung, mit und ohne Behinderung“. Foto: privat Foto: Bjoern Denekamp

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